Marmor, Stein und Eisen bricht…

Ich wusste nicht, dass im Vinschgau Marmor abgebaut wird. Marmor brachte ich bis anhin immer mit Carrara in Verbindung. Dabei rühmen sich die Laaser doch, den weissesten Marmor zu haben.

Tatsache ist, dass einem in Laas Marmor buchstäblich auf Schritt und Tritt begegnet, glitzern einem doch selbst die Trottoirs und Bahnsteige weiss entgegen.

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Wir haben eine ganztägige Führung auf dem Spuren des Laaser Marmors gemacht. Beeindruckend ist insbesondere, dass der Marmor 700 m über der Talsohle abgebaut und in nicht mehr ganz zeitgenössischen Transportanlagen zu Tale gebracht wird.

Dem Besucher fällt dieser Schräglift mit einer Spurbreite von 2,55 Metern auf. Damit überwinden die bis 13 Tonnen schweren Klötze einen Grossteil der Höhendifferenz.

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Oberhalb und unterhalb dieser Bahn werden die weissen Schröppen mit einem museumsreifen Bähnli transportiert.

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Auf unserer Besichtigungs-Tour können wir einen Blick ins Maschinenhaus aus den Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts erhaschen.

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Dann geht der Marsch los Richtung Marmorbruch.

Wo kann man sich schon den Luxus von Marmor-Schotter leisten?

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Der Weisswand-Bruch kommt in Sicht. Was aus der Ferne aussieht wie Altschnee

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ist in Tat und Wahrheit Marmor-Gestein.

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Über zahlreiche Stufen (links der steilen Treppe das Rohr mit dem Schutt, rechts Strom und Wasser) erreichen wir einen alten, nicht mehr benutzten Stollen.

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An dessen Ende steht die alte Seilbahn, die bis 2010 die Marmorklötze quer übers Tal transportiert hat.

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Der Zugang zum Marmorbruch, in dem das Gestein unter Tage abgebaut wird, ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Wir dürfen nur einen Blick von aussen erhaschen.

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Anschliessend folgt der ziemlich anspruchsvolle Abstieg ins Tal. Ich hätte nicht mit denjenigen Teilnehmern in unserer Gruppe tauschen wollen, die lediglich in Turnschuhen unterwegs waren.

Der Abschluss der zwar interessanten, aber etwas langatmigen, ganztägigen Tour führt durch den Skulpturenpark. Diese ca. 50 cm grosse Figur hätte ich am liebsten mitgenommen. Aber wohin damit?

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Einen kurzen Blick über das Innenleben des Marmorbruchs kann man HIER erhaschen.

Und wer sich für den aufwändigen Transport der Klötze interessiert, schaue sich bitte DIESES VIDEO an.

Da standen wir und staunten

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Soooo gross!

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Ich staune immer wieder, dass so etwas fliegen kann. Aber glaubt mir, der Kahn hob tatsächlich ab.

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Die Besichtigung des Flughafens mit unserer Wandergruppe war ein voller Erfolg. Nicht nur, weil es zeitlich passte, dass wir von der Terrasse aus den Abflug des grössten Passagierflugzeugs der Welt bestaunen konnten.

Zur Nachahmung empfohlen! Weitere Infos HIER.

Von hohen Tieren und nicht ganz so hohen Bergen

Bis vor wenigen Jahren hatte ich unser Parlamentsgebäude noch nicht mal von aussen gesehen. Heute war ich drinnen. Und zwar im Rahmen einer Führung.

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Ausgerüstet mit Audiogerät und Ohrstöpsel gelangten wir nach der Sicherheitskontrolle zuerst in den Bereich der Eingangshalle, wo wir unter der hehren Bundeshaus-Kuppel im Angesicht der drei Eidgenossen den Worten unserer Führerin lauschten.

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Auf die Marmorbank zu Füssen der drei Eidgenossen durfte man sich ausgesprochen NICHT hinsetzen.

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Alsdann ging es weiter in den Ständeratssaal, wo wir Platz nehmen durften.

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Dann in den Nationalratssaal, wo ich mich fälschlicherweise im rechten Flügel platzierte.

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Und schliesslich in die hochdekorierte Wandelhalle.

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Die ganze Führung dauerte eine Stunde. Parallel dazu lief offenbar ein Staatsbesuch aus Liechtenstein ab. Unserer Führerin betonte mehrmals, dass es nicht üblich sei, bei solchen Anlässen öffentliche Führungen durchzuführen.

Wir verliessen das Bundeshaus nicht durch den Haupteingang, sondern wie wir gekommen waren durch den Besuchereingang und zeigten uns schwer beeindruckt vom Gesehen und Gehörten.

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Die vier Verbleibenden des Trüppchens machten sich mit einem mehr oder weniger grossen Loch im Bauch auf den Weg zum Berner Hausberg.

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Nachdem die Sache mit dem leiblichen Wohl abgehakt war, statteten wir dem Aussichtsturm einen kurzen Besuch ab und gingen im zunehmend kühler werdenden Wind ein kurzes Stück.

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Mit den ersten Regentropfen erreichten wir wieder die Gurtenbahn und liessen uns talwärts fahren.

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Vielen Dank, Beat für die Idee zu dieser patriotischen Besichtigungs-Tour. Es war genau das Richtige am heutigen Tag, wo wir gemäss Wetterbericht bereits mit dem Schirm in der Hand aufs Bundeshaus zu hätten schreiten sollen.

Mehr Fotos zu diesem Anlass gibt es unter diesem Link.