Ein seltsamer Winter

Es bahnte sich an, dass der Winter 20/21 irgendwie komisch werden würde. Von Anfang an war mir klar, dass ich mich nicht mit einer Gesichtsmaske auf die Skipiste begeben würde. Gleichermassen unwillig war ich, irgendwo am Pistenrand schlotternd eine Bratwurst zu verdrücken, nur weil die Restaurants nicht geöffnet haben durften. So wurde der vergangene Winter zumindest in Sachen Pistenskifahren eine Nullnummer.

Nichts desto trotz lag vor der Haustüre im Dezember derart viel Schnee, dass der Bergler und ich uns am 7.12. aufmachten für die erste Skitour.

IMG_1946

Es sollten noch deren 9 folgen in der näheren Umgebung, meist begleitet von eher bescheidenen bis katastrophalen Schneeverhältnissen.

20210223_13321620210323_11524120210107_13405120210218_105217

Ein Highlight der besonderen Art war die Skitour aufs Stöcklichrüz mit Abfahrt nach Lachen. Ich weiss nicht, ob diese Tour mit einer Abfahrt fast bis ans Ufer des Zürichsees in meinem Leben nochmals möglich wird.

20210120_124123

Das Saison-Finale in Bivio letzte Woche war gekennzeichnet von hochwinterlichen Verhältnissen. Am ersten Tag leichter Schneefall und unerwartet viel Neuschnee am Piz Campagnung.

20210413_123235IMG-20210413-WA0011

Am zweiten Tag traumhafte Verhältnisse für die Besteigung des Roccabella.

20210414_09292920210414_101154

Und am dritten Tag eine absolut begeisternde Pulverschneeabfahrt (so spät im Jahr!!!!) vom Crap da Radons.

20210415_112211

Das war also mein Winter. Halt, nicht ganz! Denn es gab auch noch diverse Schneeschuh-Touren.

20210217_123739

20210123_14061320210219_114733

Aber jetzt reichts wirklich. Und ich freue mich auf den Frühling.

Verflixt und zugewandert

Nach langer Anreise begannen die Wanderfreuden auf der Alp Flix. Das Wetter zeigte sich anfangs noch etwas zugeknöpft.

IMG_7765

Als geübte Wanderer erkannten wir jedoch rasch, was die Gegend für ein optisches Potential hat.

IMG_7769

Nicht ganz klar war dagegen, wo hier ein Weg durchführen sollte.

IMG_7773

Aus der Nähe erwies sich dieser aber als gut erkennbar.

IMG_7775

Unterhalb der Fuorcla dil Leget wurde es immer karger.

IMG_7777

Doch selbst auf 2’700 m wachsen noch Pflänzchen.

IMG_7783

Nichts für zarte Pflänzchen war ein Bad in diesem See. Frau Flohnmobil verzichtete leicht fröstelnd.

IMG_7792

Der höchste Punkt war erreicht.

IMG_7791
IMG_7794

Am Julierpass endete der erste Wandertag und wir bestiegen das Postauto nach St. Moritz.

IMG_7797

In der Jugendherberge waren wir preisgünstig und verkehrstechnisch relativ gut untergebracht. Der nächtliche Lärm der Zimmernachbarn war im Preis inbegriffen.

Der zweite Wandertag begann mit einer Postauto-Fahrt über den Julier. In Bivio folgten wir der alten Handelsstrasse bis zum Septimerpass. Schon zu Römers Zeiten wurde dieser Pass begangen. Damals sah es wohl hier noch etwas weniger technisch aus.

IMG_7800
IMG_7802
IMG_7807
IMG_7812

Statt dem Septimer weiter ins Bergell zu folgen,

bogen wir zum Pass Lunghin ab.

IMG_7813
IMG_7817
IMG_7815

Auf der einzigen dreifach Wasserscheide Europas tummelten sich derart viele Leute, man hätte meinen können, der nächste Parkplatz liege nur ums Eck.

IMG_7819
IMG_7820

Auf 2’485 m lockte der Lägh dal Lunghin zum Bade.

IMG_7831
IMG_7843

Frau Flohnmobil – bei derartigen Wassertemperaturen bekennend wasserscheu – freute sich derweil lieber an der winzigen Flora.

IMG_7827
IMG_7828

Das Panorama beim Abstieg nach Maloja war absolut begeisternd schön.

IMG_7859

Und so endete dieser Tag wie er begonnen hatte: mit einer Postautofahrt.

IMG_7862

Am dritten Tag wollte das Wetter nicht mehr so recht. Improvisationstalent bei der Routenwahl war angesagt.

IMG_7864
IMG_7866
IMG_7867

Die immergleichen Unentwegten liessen sich auch im Regen nicht von einem Bad im Lägh da Cavloc abhalten.

IMG_7873

Hier entschieden wir aufgrund des Radarbildes, die Tour abzubrechen und nach Maloja zurückzukehren.

IMG_7881
IMG_7883

Während die Einen noch einen Abstecher nach Chiavenna machten um violette Teigwaren zu kaufen

IMG-20190731-WA0012

entschied ich mich für den direkten Heimweg, der auch so noch lang genug wurde.

Ein lustiges Trüppchen waren wir. Vielen Dank an Barbara für die Idee und Organisation dieser dreitägigen Wanderung und allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft.

IMG-20190730-WA0021

Mehr Infos und Fotos zu den Wanderungen gibt es HIER.