Spätzünder

Das habe ich noch nie erlebt! In all den Jahren, und das dürften mittlerweile an die 15 sein, konnte sich mein schöner grosser Kaktus noch nie aufraffen, im Herbst erneut zu blühen.

Da es nun nicht mehr so warm ist und höchstens noch eine Stunde Sonnenlicht die Pflanze erreicht, dauerte es mehrere Wochen, bis sich aus den Knospen die prächtigen Blüten entwickelten. Ich bin gespannt, ob noch alle aufgehen.

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Wie jeweils im Mai sondert die Pflanze eine klebrig-süsse Flüssigkeit ab, die auf den Boden tropft. Das Tröpfchen ist unterhalb des Blütenstempels auszumachen. Anders als im Frühling sind jetzt keine Ameisen mehr zur Stelle, um sich daran gütlich zu tun.

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Frau Flohnmobil ist entzückt!

Einkaufendes Wander-Erlebnis

Ich halte mich ausnahmsweise mal kurz.

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Und

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lasse

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statt

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vieler

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Worte

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einige

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Fotos

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sprechen.

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Kemmeribodenbad – Eriz

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16 km

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750 m aufwärts

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730 m abwärts

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ca. 5 1/2 Stunden Wanderzeit

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Nur noch so viel: Ich habe meine heikle Fracht sicher und unversehrt nach Hause gebracht.

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Ausführlichere Informationen zu dieser Wanderung möge der interessierte Leser HIER herauspicken.

Danke Beat, einmal mehr eine super Wanderung.

Karte

Wandern auf dem schwimmenden Blumentopf

Es gibt diverse Bezeichnungen für diese Insel weit draussen im Atlantik. “Blumeninsel” wird sie oft genant, auch “Garteninsel” oder „Insel des ewigen Frühlings“. Am besten gefällt mir “Schwimmender Blumentopf”.

Und fürwahr, Madeira verfügt besonders jetzt im Frühling über eine immense Blütenpracht. Einerseits als Pflanzungen in den Gärten. Was da nicht alles blüht, was bei uns teilweise mit grösster Sorgfalt meist nur eine Saison hält. Ganze Hecken von Hibiskus, Beete von Rittersternen (Amaryllis), regelrechte Geranien-Bäume. Umwerfend! Sehr eindrucksvoll, und leider schon fast vorbei, blühen die violetten Jacaranda (Palisanderbäume).

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So schön all diese Bepflanzungen sein mögen, viel mehr interessieren mich die wild wachsenden Pflanzen. An diesen kann ich ich kaum satt sehen.

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Dieser Hahnenfuss ist übrigens mindestens doppelt so gross wie bei uns daheim.

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Der Natternkopf gilt als die Blume Madeiras schlechthin.

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Und wie findet man all diese begeisternd schönen Blumen? Klar doch: auf Wanderungen. Und das sieht dann beispielsweise so aus:

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Frau Flohnmobil, frisch behutet, hat allen Grund zum Strahlen.

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Dieses Madeira ist so traumhaft schön, ich könnte heulen vor Freude.

Abertausende von Tulpen

Zuerst waren da einfach die Blumenbeete. Schön angelegt, mit schon mehr oder weniger blühenden Pflanzen wie Tulpen, Bellis, Vergissmeinnicht, Narzissen, Ranunkel, Kaiserkronen etc. Was man halt um diese Jahreszeit im Freien schon zum blühen bringt.

Wir waren entzückt. Logo, wir waren auf der Blumeninsel Mainau, da erwartet man nicht mehr und nicht weniger als üppiges Blühen.

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Doch dann führte uns – meine Mutter, ihren Partner und mich – der Rundgang, den wir anfangs dem Seeufer entlang wählten, in die oberen Gefilde beim Schloss. Wir statteten der Orchideen-Schau im Palmengarten einen Besuch ab. Die exotischen Blüher – so begeisternd schön auch diese waren – lasse ich in diesem Beitrag aus. Denn was uns auf dem nachfolgenden Rundgang erwartete, machte uns ziemlich einsilbig.

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In Anbetracht der Blütenfülle brachten wir nur noch “boah”, “sooo schön”, “einmalig”, “so etwas habe ich noch nie gesehen” über die Lippen.

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Es ist wahrlich ein Schauspiel der Sonderklasse, die Blütenfülle auf der Insel Mainau zu sehen. Ich bin mir sicher, es ist hier zu jeder Jahreszeit sehenswert. Aber im Frühling, wo sich das Auge zuerst wieder an die Farbenpracht der Natur gewöhnen muss, ist es einfach nur spektakulär.

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Längst bin ich wieder zu Hause. Und begnüge mich mit dem Anblick meiner 6 x 10 Tulpen im Garten.

Mutter Natur auf Abwegen (14)

Tulpen. Sie sind die Frühlingsboten schlechthin – auch wenn sie bereits im tiefsten Winter in den Läden als Schnittblumen angeboten werden. 

Mittlerweile blühen sie in den Gärten. Und in den Läden werden dafür bereits Geranien verkauft.

Ich habe mir dieses Jahr keine Tulpen gekauft. Aber letzte Woche einen Strauss voll erhalten. Und darunter war diese Zwillings-Tulpe.

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In der Endversion sah der gefiederte Doppeldecker dann so aus:

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Ab solchen Sachen kann ich mich freuen. Und deshalb wird dies hoffentlich noch lange nicht der letzte Beitrag dieser Serie gewesen sein.

Achtfacher Frühlingsgruss

Es ist wohl so, dass es früher oder später jedes Jahr Frühling wird. Und Jeder und Jede merkt das auf seine und ihre Weise.

Leute wie Zimi entwickeln Frühlingsgefühle beim wandern. Bestimmt nicht die schlechteste Variante.

Andrea findet bereits den ersten Bärlauch. Diese Entdeckung steht in unseren Breitengrade noch aus.

Oder Lieschen entdeckt die ersten Blümchen bei einem Rundgang in ihrem Garten.

Selbst der berühmteste Blogger-Hund der nördlichen Hemisphäre spürt den Frühling auf seine ganz eigene Art.

Und auch Frau Flohnmobil kann von einem Vorfall berichten, der darauf schliessen lässt, dass der Frühling nicht mehr nur vor der Haustüre steht, sondern bereits jenseits der Türschwelle ist. Heute Abend fand ich doch tatsächlich eine kleine Spinne auf meinem Küchenboden. Und nun soll ja niemand auf die Idee kommen, sie sei

a) tot oder
b) noch töter und ohnehin vom letzten Jahr

denn mein Küchenboden ist nigel-nagel-neu. Insofern durfte sich dieses kleine Spinnentierchen bestimmt rühmen, das erste kleine Spinnentierchen zu sein, das über diesen neuen Boden beinern konnte. Allerdings hatte ich nicht die Musse, dem Achtbeiner zuzusehen, welche Richtung genau er denn einschlagen wollte. Ob er unterwegs in den Frühling war oder sich an die Wärme retten wollte.

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Andere Länder – andere Sitten (8)

Der Valentins-Tag neigt sich in unseren Breitengraden dem Ende entgegen. Nicht so in Amerika. Dort hat der Valentins-Tag dank der Zeitverschiebung den Zenit noch nicht erreicht. Und wird auch sonst ganz anders als bei uns zelebriert. Bei uns ist es eine Angelegenheit zwischen Liebenden. Paaren.

In Amerika, also den USA, grassiert am Valentins-Tag eine regelrechte Karten-Epidemie. Da werden Karten verschickt für “die liebste Tante, “den besten aller Brüder”, „die netteste Arbeitskollegin“, “die süsseste Enkelin” und natürlich auch “an den allerliebsten aller Ehemänner”.

Ich fand das damals ziemlich absurd. Von der Geschäftsidee “Valentins-Tag” profitieren in den USA anders als bei uns nicht nur die Floristen und Schokolade-Produzenten, sondern in mindestens genauso grossem Ausmass die Anbieter von Grusskarten.

Nun ist das ja so, dass es schon ein paar Jährchen her ist, seit ich in den USA war. Vielleicht ist es seither noch schlimmer geworden mit dieser Karten-Versand-Epidemie. Vielleicht ist Facebook in die Bresche gesprungen und die Post hat das Nachsehen. Wie auch immer, es wird niemanden erstaunen, dass mich das ganze Getue gänzlich kalt lässt. Und meinen innig geliebten Mitbewohner auch. Und wir lieben uns trotzdem innig. Und sind heute auf den Tag genau seit 24 Jahren ein Paar. Was nichts, aber auch gar nichts mit Valentin zu tun hat, sondern lediglich auf unsere damaligen Terminkalender zurückzuführen ist.

Wer hat heute einen Blumenstrauss verschenkt oder geschenkt erhalten?

Bildergebnis für be my valentine

Mutter Natur auf Abwegen (12)

Im Wissen darum, dass die Blüten der Sonnenblume in der Regel so aussehen:

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oder wahlweise auch um einiges grösser…

… liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei diesem Exemplar in meiner Blumenvase um eine siamesische Sonnenblume handeln muss.

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Und um eine ziemlich grimmig aus der Wäsche guckende obendrein.