Das volatile Feiertags-Geschöpf

Vor Weihnacht gehen sie als Weihnachtskaktus über den Ladentisch, ein paar Monate später tauchen sie als Osterkakteen wieder auf. Ihre Blüten sind rot, rosa, weiss oder gelb, die Triebe mal mehr, mal weniger länglich, mal mit Rotstich, mal in sattem Grün.

Egal, wie sie heissen, diese Blattkakteen sind mitunter spottbillig zu haben und nicht tot zu bringen. Mein Exemplar habe ich Anfang Jahr mit Blütenansätzen bei Aldi gekauft. Mittlerweile blüht der Oster-Herbst-Weihnachts-Kaktus schon zum dritten Mal. Seit er bei mir ist, hat er an jedem Trieb mindestens zwei neue Glieder gemacht. Weitab jeglicher Feiertage geniesst er nun die letzten Sonnenstrahlen, bevor er endgültig ins Haus muss. Würde mich nicht wundern, wenn er bis Weihnachten erneut zu Höchstform auflaufen würde. Dauert zwar nur noch zwei Monate, aber wer weiss.

Ach ja, ein Vorteil hat mein volatiles Feiertags-Pflänzchen gegenüber allen anderen Kakteen, die ich gerade noch rechtzeitig vor dem ersten Kälteeinbruch in die Winterruhe verbannt habe: Es ist absolut handzahm und es würde ihm im Traum nie einfallen, mich zu stechen.

Schach für grüne Daumen

Als ich es geschenkt erhalten habe, hat es in vornehmer Zurückhaltung zwar schon Blütenansätze gezeigt, aber noch nicht geblüht. Mein Entzücken war gross, als ein paar Tage später die erste Blume – vorerst nur in der weissen Version – aufging. Als dann auch noch das farblich markantere dunkle Schachbrett-Blüemli aufging, war ich nicht mehr zu halten.

So schön!

Natürlich habe ich es nur fürs Bild an die pralle Sonne gestellt, die Fritillaria meleagris zieht einen eher schattigen Platz vor. Wenn sie verblüht ist, werde ich sie in den Garten pflanzen. Vorläufig aber ziert sie mit ihren hübschen Blumen mein Fensterbrett.

Begeisterung pur

Ach ich bin ja so hin und weg!

Diese Pracht!

Was bin ich entzückt!

Einmalig!

Seit Jahren war ich nicht mehr zu Hause, wenn dieser Kaktus seine Blütenpracht entfaltete. Vielleicht stammt daher meine fast grenzenlose Begeisterung. Ich könnte ihn den ganzen Tag ansehen. Seine Schönheit bewundern, die Blüten bestaunen. Die Opuntia santa-rita ist definitiv der Star meiner Kakteen-Sammlung.

Die erste Blume ist bereits verblüht. Sie hat knapp zwei Tage gehalten.

Sag’s mit Blumen

Mit einem Strauss Rosen würde ich ihr keine Freude machen, da bin ich mir ganz sicher. Mit einer guten Flasche Wein schon eher. Aber weil ja meine Freundin meine Freundin ist, weiss ich haargenau, womit ich ihr eine Freude machen kann. Nämlich hiermit:

Liebe Pfeuti, ich hätte dir gerne ein ganzes Bouquet von Santa-Pfeuti-Blüten überreicht, aber wegen dem bescheidenen Wetter müssen wir uns noch ein paar Tage gedulden, bis die restlichen der 18 zu erwartenden Blüten aufgehen. Ich werde dich mit Fotos beliefern.

Alles Gute zum 50. Geburtstag.


Wenn Aussenstehende nur noch „Bahnhof“ verstehen, kann ihnen vielleicht mit diesem Beitrag geholfen werden.

Vergängliche Schönheit

In meinen Augen ist der Hibiskus eine der schönsten, wenn nicht die schönste Blume, die man sich in unseren Breitengraden im Sommer auf den Balkon oder die Terrasse holen kann.

Ich kann mich an seiner perfekten Form, den fünf geschwungenen Blättern, dem raffinierten Blütenstempel nicht sattsehen.

Leider sind die hauchdünnen Blütenblätter sehr vergänglich. Bei heissem Wetter rollen sie sich innert Tagesfrist ein und fallen später ab. Aber eine gut gepflegte Pflanze am richtigen Standort sorgt laufend für Nachschub, so dass ich momentan kaum einen Tag ohne die rote Blütenpracht auskommen muss.

Dass das nicht immer so war, zeigt dieser Post aus meiner Anfangszeit als Bloggerin.