Es geht langsam dem Ende entgegen

Gestern noch sah es in Brigels so aus und ich verschickte Bilder in meinen Freundeskreis, ob ich DAAAA wirklich Skifahren müsse.

Nun, ich wäre froh gewesen, hätte es heute Morgen noch genauso ausgesehen. Spätestens als mein Fahrer, nachdem er demonstrativ den Scheibenwischer angemacht hatte, auch noch fragte, ob ich überhaupt hoch wolle, kamen mir Zweifel. Mir war völlig klar, dass das kein brillanter Skitag werden würde. Und ich war selbst Schuld daran. Beim schönen Wetter hatte es mir zeitlich einfach nicht gepasst. Und irgendwann musste ich mich ja wieder mal bei meiner Mutter blicken lassen.

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Nicht auf jeder der wenigen Abfahrten, die ich wagte, aber doch immer wieder, sah es so aus.

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Immerhin erreichte ich mein Ziel, dass jede Fahrt – dank vergünstigter Raiffeisen-Tageskarte – nur noch einen Schnägg kostete. Aber Genuss geht definitiv anders.

So kann ich den Winter nicht entlassen. Da muss unbedingt nochmals ein 1a-Skitag ins Land ziehen!

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Beinahe erfroren

Es war saukalt die letzten drei Tage beim Skifahren in Brigels. Aber 13 Grad minus sind ja auch kein Pappenstil, selbst wenn man andernorts für diese “Kälte” nur ein müdes Lächeln übrig hat.

Am schlimmsten erschien es mir gestern, da hätte ich beinahe kapituliert. Trotz Skischuh-Heizung und vielen, vielen Schichten an einschlägigen Textilien war ich nach jeder Fahrt auf dem ungeschützten Sessellift total durchgefroren und die folgende Abfahrt vermochte mich in keinster Weise zu erwärmen. Ein etwas weniger rasanter Fahrstil hätte womöglich Abhilfe geschafft. Aber ich hatte meinen Skipass ja nicht gelöst, um auf der Piste rumzueiern. 

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Mittlerweile bin ich wieder daheim. Und ich kann euch sagen, die minus zwei Grad, die wir vor der Haustüre haben, fühlen sich geradezu frühlingshaft mild an.

Uuu ghoga ghalt

Das waren die Worte des Mannes hinter der Glasscheibe, als ich meinen Skipass löste.

Tatsächlich, es war schweinekalt heute Morgen. Minus 10 Grad morgens um Neun. Immerhin windstill und vor allem:

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Und genauso stahlblau blieb es auch den ganzen Tag.

Wohl sind die Skipisten in Brigels sehr breit, aber auf den Liftanlagen ist man den Elementen ausgesetzt. Wenn ihr da keinen Zusammenhang erkennen könnt, habe ich vollstes Verständnis. Für mich bedeutet es einfach: Auf dem Sessellift schlottern und dann auf den breiten Pisten runterdonnern. Keine Chance, warm zu werden. Da half nur ein halbstündiger Aufenthalt im neu umgebauten Restaurant Burleun.

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Schön war es aber trotzdem, denn ich weiss durchaus um mein Privileg, bei solchen Verhältnissen unter der Woche Skifahren zu dürfen.

Am wärmsten (ums Herz) wurde mir beim Betrachten des überwältigenden Panoramas. Dies nicht nur in Anbetracht der majestätischen Berge, sondern weil die Sonne auch auf 2’400 m tatsächlich zu wärmen vermochte – so man denn gewillt war, bockstill zu verharren und mit klammen Fingern und sich schnell leerendem Handy-Akku die Peak-Finder-App zu aktivieren.

Ansonsten war es eben wirklich einfach nur uuu ghoga ghalt.

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Die letzte Chance gepackt

… um im alten Jahr nochmals einige geruhsame Schwünge zu ziehen.

Erfahrungsgemäss hat es am Weihnachtstag nicht viele Leute auf der Skipiste. Das war heute – trotz des Prachtwetters – nicht anders.

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In den kommenden Tagen, und sei der Himmel noch so wolkenlos, werden mich keine zehn Pferde mehr auf eine Skipiste bringen. Da hat es mir zu viel Volk.

Als der Regen schneien lernte

An dem Tag, als das halbe Land vergebens auf weisse Weihnachten wartet, geht in Brigels der 24-stündige Dauerregen im Verlauf des Vormittags in Schnee über.

Und was für riesige Flocken da vom Himmel fallen!!!

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Ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern

ein friedliches und gemütliches Weihnachtsfest.

Danke, dass ihr hier immer wieder vorbeischaut.

Bea

So ganz nebenbei mal auf der Skipiste

Man trifft ja immer wieder Hunde auf der Skipiste an. Sauhunde. Wilde Hunde. Aber einen richtigen Vierbeiner (sieht man mal von ausgebildeten Lawinenhunden ab), habe ich noch nie gesehen. Bis gestern.

Da stand ich am Sessellift, neben mir ein Mann. Und ein Hund. Eigentlich nichts Aussergewöhnliches, wenn man mal davon absieht, dass der Mann Skis anhatte. Ob er das könne, fragte ich den Skifahrer. Klar, dass damit der Hund gemeint war. Und ebenso klar bezog sich meine Frage darauf, ob der Hund Sessellift fahren könne. “Das hat sie schon viel gemacht”, war die Antwort. Eine Hündin also. Hm. Der Sessellift kam, der Hund sprang auf, wir setzten uns, zogen den Bügel runter und aufwärts ging es.

Im Gespräch auf dem Lift fand ich heraus, dass der Mann öfters mit seinem Hund auf die Skipiste geht, aber immer nur, wenn es nicht viele Leute hat. Insofern hatten wir da etwas gemeinsam. Er habe den Hund – demonstrierte es fuchtelnd mit beiden Händen – an einer elastischen Leine. Das funktioniere hervorragend, es mache dem Vierbeiner Spass. Wie lange er es aushalte? So gute zweieinhalb Stunden schon. Wenn der Untergrund hart gefroren sei, dann habe er Hundeschüeli. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Einzig, wenn es zu viele Leute auf der Piste habe, sei es nicht so gäbig, denn wecke sich im Hund der Jagdtrieb.

Einen Hund am Hosenbein, dachte ich mit Sorge um meine teuren Skihosen, das wäre wahrscheinlich so ziemlich das Letzte, was ich auf einer Skipiste erwarten würde.

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Nein, dieser berühmte Blog-Hund war es nicht (der Ski-Hund war eine andere Rasse, etwas grösser).
Und sein Besitzer verabscheut Schnee aus tiefstem, allertiefstem Herzen.

Auf Kriegsfuss mit dem Panorama

Eigentlich bin ich ja eine Schönwetter-Skifahrerin. Ich würde nie vorsätzlich bei schlechtem Wetter auf die Piste gehen.

Allerdings scheiden sich die Geister, was denn schlechtes Wetter überhaupt ist. Der Spruch “es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung” verliert etwas an Brillanz, wenn man beim Skifahren kaum über die Skispitze hinaus sieht. Genau das ist mir heute passiert. Die Nebelbänke waren faustdick. Die Hoffnung, wenigstens zuoberst im Skigebiet blauen Himmel anzutreffen, erfüllte sich nicht.

Das Panorama in Brigels kenne ich zwar auswendig, darauf verzichten mag ich beim Skifahren aber nur ungern. Anstelle eines Bildes hätte ich ebenso gut ein weisses Blatt Papier fotografieren können.

Der einzige Vorteil, den man solchen Verhältnissen abgewinnen kann: Die Gefahr, auf der Piste abgeschossen zu werden, war für einmal absolut inexistent.

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