Es geht auch ohne Corona

Es erscheint mir in diesen Tagen nicht so sehr wichtig, wo man wandert, sondern dass man wandert. Und dass man dieses “dass” am besten in Gesellschaft macht, liegt sehr auf der Hand.

So starteten wir denn heute unsere Wanderung zu siebt an den Gestaden des Zürisees, folgten diesem einige hundert Meter  und schwenkten alsbald ins Landesinnere. Dort erwartete uns das Horgener Aabachtobel mit viel, viel Bärlauch

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und einigen topografischen Überraschungen.

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Nach Überqueren der lautstarken A3 “erklommen” wir den Zimmerberg und enterten eine Feuerstelle am Horgener Bergweiher.

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Mit vereinten Kräften entfachten wir ein Feuer, um nach alter Schweizer Tradition Würste zu bräteln. Bevor die Würste auf den Rost kamen, offerierte uns Esther den Apéro.

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Als Tüpfli auf dem I konnten wir auf dem gutbesuchten Picknickplatz in perfektem Corona-Abstand Kafi trinken.

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Unspektakulär aber sonnig und heiteren Mutes gings weiter, vorbei am Thalwiler Waldweiher

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am Gattiker Weiher

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und  zu guter Letzt über die Sihl nach Langnau zum Bahnhof.

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Wie schön, dass es auch in diesen Tagen Momente, gar Stunden gibt, in denen man keinen einzigen Gedanken an Corona verschwendet.

Danke vielmals allen, die dabei waren und zum Gelingen dieses Tageswerks beigetragen haben. Wir haben nicht zum letzten Mal zusammen gebrätelt. Versprochen!

Taktlos

Und jetzt noch schnell einen Blog schreiben, während im Backofen schon der (selbstverständlich selbstgemachte) Flammchueche seiner kulinarischen Vollendung entgegenstrebt…

Doch worüber schreiben?

Dass es draussen grad blitzt und donnert und vor kurzem zu regnen angefangen hat? Immerhin hatten wir zwei trockene Tage, ist doch schon was!

Dass wir auf der Wanderung heute wunderschöne Blumen gesehen haben? Akalei, Orchideen. Nelken, Wiesensalbei und Margriten in der Wiese. Blühende Büsche.

Dass der gebrätelte Cervelat gut geschmeckt hat? Auch wenn er (wie meist…) etwas angekohlt war.

Dass unsere Wanderung beinahe daran gescheitert wäre, dass ich den Fahrplan nicht richtig gelesen hatte? Wer konnte denn auch wissen, dass der Bus zwar jeweils 12 Minuten nach fährt, aber entgegen meinen Erwartungen nicht alle Stunden? Mein innig geliebter Mitwanderer war nicht gerade voll des Lobes über mich und meinte nur lakonisch: „Sei froh, dass dir nicht noch eine 30-köpfige Schulklasse hinterher läuft.“

Tja, wer mal aus dem Takt gerät, der muss sich zu helfen wissen, wenn er trotzdem weiterticken will.

Hoppla, der Backofen läutet. Unser Nachtessen ist fertig. Bis morgen!