Sihlsee bicolor

Hier ein fotografisches Mitbringsel von unserer Wanderung auf den Chli Aubrig:

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Im Bild sieht man den Sihlsee. Links, wo der Hauptzufluss ist, ist er auffallend trübe und braun. Rechts gegen die Staumauer ist er blau und sauber. Irgendwo dazwischen muss die Trennlinie liegen.

Ich frage mich nun, ob in den zwei Tagen, die seit der Aufnahme vergangen sind, die braun-blau-Linie weiter gewandert ist, oder ob die Sedimente, die mit den Gewittern in den Sihlsee gelangt sind, sang- und klanglos auf den Boden gesunken sind.

Hättet ihr gewusst, dass der Sihlsee der flächenmässig grösste Stausee der Schweiz ist?

Auf der Sumpftour

Ist von einer Sumpftour die Rede, versteht man hierzulande eine Sauftour. Von Kneipe zu Kneipe bzw. von Beiz zu Beiz, wie ein Restaurant in der Schweiz volkstümlich genannt wird. Ein Besäufnis, wie und wo auch immer, liegt meinem innig geliebten Mitbewohner und mir fern. Zu einer Sumpftour ist es dennoch vor kurzem gekommen. Allerdings gänzlich alkoholfrei.

Den Chli Aubrig kann man von der Sattelegg aus auf zwei Varianten angehen. Wir entschieden uns für den Weg über Wicherten, wussten wir doch zum damaligen Zeitpunkt noch nicht, ob wir den Hoger nach dessen Besteigung gleich noch umrunden würden.

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Das taten wir dann tatsächlich, weil a) das Wetter immer schöner wurde und wir b) nur wenn es sich gar nicht anders machen lässt auf dem Hin- und Rückweg den gleichen Weg laufen.

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Schon die Karte hatte erahnen lassen, dass es im Gebiet von Unter Alten etwas feucht werden könnte. Dass es allerdings soooooo nass sein würde, übertraf unsere kühnsten Vorstellungen.

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Als Entschädigung für die Sumpftour kamen wir in den Genuss von herrlichen Blumenwiesen.

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Glücklicherweise fanden wir kurz vor dem Parkplatz einen Brunnen, aus dem momentan garantiert keine Kühe saufen. So konnten wir mit etwas Handarbeit unsere Schuhe vom gröbsten Schmutz befreien. Bei eingehender Betrachtung stellte sich heraus, dass nicht nur die Wanderschuhe etwas gelitten hatten, sondern auch unsere Hosen. Da diese eigentlich frisch gewaschen waren, schlug der Mitbewohner vor, daheim den untersten Teil der Hosen “echli z’tünkle”. Was so viel heisst, wie “etwas ins Wasser tauchen”. Ich schaute an mir herab und musste ziemlich ernüchtert feststellen, dass der besagte unterste Teil meiner Hose im gegebenen Fall bis ziemlich weit hinauf reichte. Viel wäre da nicht mehr trocken geblieben.