Überstanden!

Ostern 2018 scheint überstanden. Grösstenteils. Und grösstenteils schadlos.

Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob dieser Hundesalon-Besitzer in seiner Deko-Wut nicht versehentlich seine Kundschaft in den April geschickt hat…

… oder ob er tatsächlich auch Meister Lampe zu einer neuen Frisur verhelfen würde.

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Wie viel Weihnacht verträgt der Mensch?

Ich habe mich hier schon mehrfach als Dekorations-Muffel geoutet. Ohne Zweifel, es gibt Leute, die dekorieren lieber, schöner und mit mehr Herzblut als ich. Sie verwandeln ihr trautes Heim in Hinblick auf Weihnachten in ein Paradies der singenden Engel und flackernden Herzen. Jede Wand kriegt ihren Stern ab, kein Fenster ohne Lichterkette und kletternde Samichläusli.

Mein innig geliebter Mitbewohner und ich waren ein paar Tage weg. Das hat man vielleicht daran gemerkt, dass ich keine Kommentare beantwortet habe. Vielleicht blieb es aber auch unerkannt. Umso besser. Tatsache ist, dass wir uns einige Tage in heilenden Fluten gesuhlt haben.

In diesen vier Tagen wurde das Hotel, in dem wir abgestiegen sind, Opfer eines veritablen Dekorations-Tsunamis. Was da nicht alles aufgestellt wurde! Kistenweise wurde der Weihnachts-Karsumpel herangeschleppt. Wären wir eine Woche geblieben, wir hätten noch immer nicht alles gesehen.

Hier ein bescheidener Querschnitt durch das Wunderland der Advents-Dekoration, dem wir heute wieder entronnen sind:

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Na, habe ich zu viel versprochen?

Die Dekorations-Euphorie scheint in der Gegend weit verbreitet zu sein. Auch die Behörden des Kur-Städtchens haben sich nicht lumpen lassen und bestücken das Flanier-Meilchen mit allerlei Weihnachtlichem.

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Oh schreckt – es weihnachtet sehr!

Jetzt ist sie wieder angebrochen, meine jährliche Leidenszeit. Überall weihnächtliche Dekorationen oder zumindest das, was die Leute im guten Glauben hingestellt hatten, es solle weihnächtlich sein. Hüben wie drüben überbordender Lichterglanz. Mein innig geliebter Mitbewohner hatte angesichts der Pracht in der Nachbarschaft schon die unbedingt weiter zu verfolgende Idee, er könnte den einen oder anderen Hirsch, Schlitten oder Samichlaus mit einer Zange ablöschen.

Irgendwann in der Evolution meines Selbst ist das Dekorations-Gen abhandengekommen. Bei meiner Mutter kommt es noch ausgesprochen üppig vor, bei mir dagegen fehlt es gänzlich. Ich habe mich über all die Jahre gut mit diesem Makel arrangiert, (meine!) Kuchen und Torten schmecken schliesslich auch ohne exorbitante Dekoration und Innendekorateurin habe ich genauso wenig zu meinem Beruf gemacht wie Floristin.

Für meinen Adventskranz braucht es drum auch nicht viel Firlefanz. Ein knorriges Stück Rebe aus der Provence, fünf Kügelchen aus dem Brockenhaus, die mit einem vom Mitbewohner ausrangierten Fliegenbindedraht am Holz befestigt werden, eine weihnächtlich angehauchte Serviette, vier CDs (der Gratis-Tipp von Frau Flohnmobil an alle ihre Leserinnen und Leser, die noch einen Last-Minute-Kerzenuntersatz brauchen), ein Dekoband mit Perlen und Sternen vom letzten Jahr, vier Kerzen. Fertig!

Ostern? Ostern!

Ostern ist für mich das Fest der Schoggihasen und Staus am Gotthard. Nun wurde ich eines Besseren belehrt. Hier in Frankreich wird Ostern beinahe so zelebriert wie Weihnachten. An den Ortseinfahrten, in den Schaufenstern, auf Dorfplätzen, vor den Fenstern: überall Osterhasen. Kleine, grosse, dicke, dünne, hellblaue, zartgrüne, braune Osterhasen. Mit langen Ohren, kurzen Ohren, aus Plüsch, Karton, Ton. Mir wird fast übel.

Aber urteilt doch bitte selber:

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Geschmackssache

Heute ein Beitrag aus der beliebten Serie „Wie verkitsche ich meine Wohnung an Weihnachten?“

Ich muss nicht alles gut finden, was mit Weihnacht zu tun hat, oder? Diese Krinkles-Figuren jedenfalls finde ich ausgesprochen geschmacklos. Und teuer dazu. 129 Stutz für so ein Vieh – ohne mich!

Und übrigens, falls jemand die Viecher doch unentbehrlich findet, es gibt sie zu bestellen, beispielsweise bei Praktikus.