Verfolgungswahn

Ich gehöre ja zu diesen – wie sagt man schon wieder? – digitalen Immigranten. Als Folge dessen stehe ich der neuen Technik nicht bedingungslos begeistert gegenüber. Ich nutze sie, zumindest sofern es mir sinnvoll und nützlich erscheint. Ich stehe ihr kritisch, mitunter auch ahnungslos staunend gegenüber.  Und ich bin bestimmt schon in das eine oder andere digitale Fettnäpfchen getreten.

Alles, was ich über die Anwendung von PCs und Smartphones weiss, habe ich mir mehr oder weniger selber erarbeitet. Ich habe keinen Nachwuchs, der mir laufend das Handy à-jour halten würde oder meine digitalen Böcke abschiesst. Deshalb bin ich sehr vorsichtig in dem, was ich mit diesen Computern und Compüterchen anfange.

Es haben schon mehrere Leute versucht, mich für Dienste wie WattsApp oder Viber zu begeistern. Ich mag aber nicht ständig online und auch nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Und noch viel weniger mag ich es, wenn jemand, der mir eine Mitteilung schickt, weiss, wann ich sie gelesen habe. Es mag Leute geben, denen das nichts ausmacht, aber ich leide diesbezüglich wohl etwas unter digitalem Verfolgungswahn.

Deshalb habe ich auch kein Facebook Konto. Ich gebe über diesen Blog schon genügend Persönliches preis. Und was nützt mir ein gebanntes Arsenal an Facebook-Freunden? Viel lieber sind mir persönliche Kontakte. Es gibt Leute, die ich mag. Manche sogar sehr. Aber liken werde ich garantiert nie jemanden.

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