Abnehmen für Fortgeschrittene

Es gäbe wohl weniger dicke Leute, sagte der Bergler nach einer ausgiebigen Tour durch den steilen Bergwald, wenn jeder zuerst drei Stunden laufen müsste, um sein Nachtessen zu finden.

IMG-20210820-WA0000

Und wenn die Eierschwämmli – wie heute – auf den Felsen wachsen, ist das nötige Pensum an Dehnungsübungen auch gleich absolviert.

20210820_192724

En Guete!

Sammelwut, 100 Prozent analog

Der Anfang war nicht sehr vielversprechend. Gerade ein einziges Exemplärchen stellte sich uns in den Weg. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Erst, als wir einen etwas weiteren Weg in Kauf nahmen und unter einen altbekannten Busch krochen, wo uns alles gelb entgegen leuchtete, entbrannte das Fieber. Selbst mein innig geliebter Mitbewohner schien infiziert zu sein, war er es doch, der vorschlug, gleich noch dem Wäldchen nebenan einen Besuch abzustatten.

Fazit: 500 Gramm Eierschwämme Güteklasse 1a. Das war es dann aber auch. Keine Anzeichen von Steinpilzen. Ein paar marode Perlpilze, einige Wald-Champignons, erste Zigeuner. Alles eher madenanfällige Pilze und bei dieser Hitze ziemlich schnell verfressen.

DSC01505

Einem Pilzrisotto stand nichts mehr im Wege. Noch nicht mal der Mitbewohner, der eher ein Risotto-Verächter ist. Und der erste Pilzrisotto des Jahres mit frischen Pilzen hat noch immer am besten geschmeckt.

Die Pilzsaison ist somit lanciert. Ich sammle definitiv lieber Pilze als Pokemons!

DSC01506