Beschildert geschildert (79)

An den frühlingshaft warmen Temperaturen dürfte sich heute allerlei Wassergeflügel gefreut haben. Nicht, weil seine Füsse etwas wohltemperierter waren als auch schon, sondern weil sich bei solchem Wetter der Mensch gerne ins Freie begibt. Und dabei etwas Sinnvolles machen will. Meint er.

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Allen Warnhinweisen und Verboten zum Trotz, es bleibt einfach eine beliebte Beschäftigung für Kinder, Enten & Co. altes Brot zu verfüttern. Und gleichzeitig beruhigt es das schlechte Gewissen der Eltern, dass sie das alte Brot nicht wegwerfen müssen.

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Das Watschel-Balett

Die Enten und alles übrige Geflügel bei uns am See sieht sich dieser Tage mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert: Es macht Bekanntschaft mit Glatteis. Denn statt ihr altes Brot ins Wasser zu werfen, befördern die Leute es auf die hauchdünne Eisschicht in Ufernähe. Um es zu ergattern, müssen die fressgierigen Viecher erheblichen Mehraufwand auf sich nehmen. Die Fütterung hat einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungswert. Das tollpatschige Geschlidder mit den dafür definitiv nicht geeigneten Flossen ist absolut sehenswert.

Die Entenviecher müssen das erfahren, was wir schon lange wissen: Wer im Leben etwas erreichen will, muss sich mitunter aufs Glatteis begeben. Und das kann ein ganz schön hartes Stück Brot sein.