Bitte Platz zu nehmen

Ich möchte mich gleich zum vornherein bei all meinen Leserinnen und Lesern entschuldigen, denen der Winter gestohlen bleiben kann. Dass es solche gibt, ist mir wohlbekannt.

Aber ich kann nichts dafür, ich finde den Winter eine faszinierende Jahreszeit und freue mich, dass es im Flachland wieder mal so richtig Winter geworden ist. Natürlich ist mir klar, dass vieles in diesen Tagen erschwert ist. Das Autofahren, Gehen, Vorwärtskommen ganz generell. Das sanfte Weiss hat die Landschaft verzaubert und ihr einen Mantel der Langsamkeit auferlegt.

Der Anblick dieses Tisches im Garten einer Freundin hat mich zwar total entzückt, aber ich habe es dennoch vorgezogen, in der Wärme des Wohnzimmers auf einem trockenen Stuhl an einem ohne Schnee gedeckten Tisch Platz zu nehmen.

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Leider kann ich nicht garantieren, dass dies das letzte Bild mit Schnee in diesem Blog gewesen sein wird. Was jedoch ganz sicher ist: Dies ist der 231. und letzte Beitrag in diesem Jahr.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute im 2015.

Bea

Abrupter Wechsel

Ein seltsamer Winter drohte sich anzubahnen. Vor wenigen Tagen noch konnte man auf dem Schlittelweg in Brigels mit dem Rad zu Tale donnern. Die Skipisten waren grün, die Mienen der Tourismus-Verantwortlichen finster. Im Skigebiet Laax/Flims wurden die Einheimischen aufgerufen, den Touris den Vorrang zu lassen, weil die Talabfahrten noch nicht beschneit waren und man Probleme kommen sah, alle Schneewütigen am Ende des Tages wieder mit den Bahnen zu Tale befördern zu können.

Frau Holle hat sich in der Zwischenzeit eines Besseren besonnen. Zwar zu spät für weisse Weihnacht, aber immer noch rechtzeitig genug für ein Verkehrschaos. Sie hat auch das Flachland mit Schnee eingedeckt. Und für einmal nicht zu knapp. Am Schlittelhoger im Nachbardorf herrschte heute Nachmittag jedenfalls Hochbetrieb und die 30 Zentimeter Schnee wurden nach Kräften bearbeitet.

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Wesentlich gemächlicher ging es wenige hundert Meter weiter am Weiher zu und her. Zu meiner Überraschung ist er bereits von einer hauchdünnen Eisschicht bedeckt. Diese wird in den kommenden Tagen mit Sicherheit anwachsen, denn gestern hat der Wetterfrosch verkündet, Frau Holle habe sich mit Väterchen Frost verbündet. Das Thermometer wird in den nächsten Tagen nicht mehr über Null klettern. Da werde ich wohl am besten gleich mein längsten langen Unterhosen aus der Schublade buddeln.

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Macht’s euch warm und gemütlich und erzählt mir bei Gelegenheit mal, ob bei euch auch Schnee liegt.

Aller Anfang ist Ski

Klein Bea ist nicht als Skifahrerin auf die Welt gekommen. Aber als jemand, dem man einige Jahre später versuchte, Skifahren beizubringen. Mit anfänglich sehr bescheidenem Erfolg, wie ich hier sehr unbescheiden feststellen darf.

Meine ersten Gehversuche auf Skiern (das darf man durchaus wörtlich nehmen) wickelten sich an einem Idiotenhögerli ab. Nicht exakt an einem mondänen Winterkurort, sondern im Flachland, auf gut 400 m. Heute steht dort eine ganze Galerie Einfamilienhäuser und der Schnee bleibt nur selten länger als ein paar Tage liegen.

Man beachte meine elegante Erscheinung, die moderne Ausrüstung und bemühe sich gar nicht erst, den Skilift im Hintergrund ausfindig zu machen. Es gab dort nämlich nie einen. Deshalb wurde ich mit anderen Mitteln den Berg rauf befördert. Wie ich etliche Jahre später zweifelsfrei feststellen kann, war meine Anschieberin mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache.