In der Not frisst nicht mal der Teufel schwerhörige Frauen

Die Pilzsaison kommt dieses Jahr irgendwie nur schleppend in Gang. Nach meiner anfänglichen Euphorie im Lande der Elche, herrschte im ganzen August in den Wäldern der näheren Umgebung gähnende Leere. Logo, ich könnte in den Schwarzwald fahren, in der Hoffnung, ein paar Eierschwämme zu finden. Auch wenn mir der Weg in den Zigerschlitz nicht zu weit wäre, hätte es vielleicht mal ein Pilzgericht zum Nachtessen gegeben. Ich entschied mich fürs Abwarten. Irgendwann sind die begehrten Pilzchen noch immer gewachsen. Auch in unserer Nähe.

Vor ein paar Tagen erfolgte mal wieder ein Kontrollgang in den Wald. Die Boletus edulis liessen zwar weiterhin auf sich warten, doch immerhin standen da ein paar frisch erscheinende Frauentäublinge herum, die ich einsackte.

Kleine Ernüchterung dann in der Küche. Meinen Menuplan fürs Nachtessen musste ich schleunigst wieder abändern, als ich sah, dass die Pilze bewohnt waren. In der Not mag der Teufel ja Fliegen fressen, von Maden war aber nie die Rede!

Wer sich allenfalls über den Titel dieses Blog-Beitrags wundert, dem sei gesagt, dass es sich bei den abgebildeten Pilzen um Frauentäublinge (Russula cyanoxantha) handelt.