Der allerallerletzte seiner Art

Nun ist es also soweit. Auch das letzte Teil hat das Zeitliche gesegnet. Mehr als mein halbes Leben lang hat es mich durch Höhen und Tiefen meines kulinarischen Wirkens begleitet. Etwas wehmütig habe ich mich von ihm getrennt. Und sehr pragmatisch bereits nach einem würdigen Nachfolger Ausschau gehalten. Was gar nicht so einfach war. Und ob ein neues Teil auch 35 Jahre lang hält, wage ich anzuzweifeln.

Jedenfalls hat der Gewürzstreuer, der in den letzten Jahren nur noch Salz enthielt und entsprechend oft nachgefüllt werden musste, ausgedient, da kaputt. Wer will schon riskieren, dass die ganze Ladung Salz auf einmal kommt?

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Mit diesem betagten aber altbewährten Salzstreuer ist nun auch das allerletzte Gewürzglas von mir gegangen.

Über sein bewegtes Leben und das seiner Mitstreiter gibt dieser ältere Blog-Beitrag Auskunft.

Es darf geschüttelt werden

Es ist so eine alte Gewohnheit von mir, die ich irgendwie nicht mehr los bringe. Sie stammt noch aus der Zeit, als ich zusammen mit meinem Mann über Wochen, Monate oder gar Jahre im Wohnmobil unterwegs war. Nicht immer brannte die Sonne vom Himmel und es war mitunter reichlich feucht in unserem mobilen Zuhause.

Als Folge davon verklumpte alles, was in Pulverform war. Streubouillon, Instantkaffee, Gewürze, Zucker. Bis heute kann ich keinen Gewürzstreuer öffnen, ohne in vorher kurz geschüttelt zu haben. Ich mache das automatisch, ohne zu überlegen. Auch nach Jahren noch.

Wer weiss, vielleicht kommt mir diese Fähigkeit eines Tages wieder zu Gute.

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