Herzschmerz

Ich empfand in mehrerlei Hinsicht Herzschmerz in den vergangenen fünf Wander-Tagen im Engadin.

Auf Schritt und Tritt wurde ich an früher erinnert. An gemeinsame Rennvelo-Touren mit meinem Mann. An Wanderungen. An Aufenthalte auf Campingplätzen mit unserem ersten VW-Camper. Und insbesondere ans Skifahren. Praktisch jeden Winter verbrachten wir mindestens eine Woche im Oberengadin.

Auch auf der Diavolezza waren wir jeden Winter. Die berühmte Aussicht von der Terrasse des Berghauses aus – wer würde sie sich schon entgehen lassen.

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Diavolezza, März 2015

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Piz Bernina im März 2011

Seit mehr als 30 Jahren war ich letzte Woche wieder mal im Sommer dort. Und ich traute meinen Augen kaum, so scheusslich sah es aus.

Ich hätte heulen können beim Anblick all dieser aperen Eisströme. “Ausgehungerte Gletscher” nannte es eine Kollegin zutreffend. Total deprimierend. Und schlagartig wurde mir bewusst, dass der Herzschmerz über mein verflossenes Leben im Vergleich dazu nur ein Nasenwasser ist. 

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