Jeans-Recycling

Man muss schon zweimal hinschauen. Und auch dann reibt man sich noch verwundert die Augen.

Wie kommt man denn auf so eine Idee?

Jedenfalls erhält so der Begriff “etwas steht vor Dreck” eine ganz neue Bedeutung.

IMG-20180511-WA0000
Entdeckt und fotografiert von meiner Kollegin Andrea in Erlach.

Am Gummistiefel-Sonntag

Eigentlich wollte ich heute einen blogfreien Tag schalten. Ehrlich. Aber dann hat mich gewissermassen die Aktualität eingeholt, und das auf einem sonst ganz normalen Sonntags-Spaziergang. Nun kann ich nicht anders. Ich muss euch die Bilder präsentieren, von dem See, den ich so noch nie gesehen habe.

Vorgewarnt waren wir eigentlich, hatten wir doch im Internet gelesen, dass der Pegelstand nach dem 48-stündigen Dauerregen bereits über der Hochwasser-Marke angekommen war. Ich entschied mich drum für Gummistiefel, während mein innig geliebter Mitbewohner meinte, mit den schwarzen Geschwüren laufe er nicht so gut und deshalb die Wanderschuhe einpackte.

Vom Parkplatz aus waren wir in wenigen Metern auf einem Weglein, das, trocken wie es war, auf direktem Weg zum See führte. Nach weniger als fünfzig Meter fanden wir uns mitten im Entenparadies, alles unter Wasser. Ich watete noch einige Meter durchs immer tiefer werdende Wasser, sah aber bald, dass das ein aussichtsloses Unterfangen war. Erst recht für den Mitbewohner in seinen Wanderschuhen. Also Umkehr, den See auf einem anderen Weg angehen. Auch dort war der Weg unter Wasser.

Wir liessen uns nicht entmutigen – schliesslich ist man ja ortskundig – und bahnten uns den Weg zum Seequai. Dort schwappte das Wasser über.

Eigentlich waren wir ja unterwegs, weil wir einen Blick ins Bootshaus werfen wollten. Dort residiert das Ruderboot, das der Mitbewohner jeweils zum Fischen benützt. Indes war nicht daran zu denken, auf dem Landweg zum Bootshaus zu gelangen, auch nicht mit einem grossen Umweg.

Der Fussweg verläuft zwischen dem ersten und zweiten Grünstreifen. Normalerweise. Aber definitiv nicht heute. Und meine Gummistiefel waren klar zu wenig hoch, als dass ich mich dort hätte bewegen können. Und ein Velo hatte ich nicht dabei.

So entschied ich mich zur Umkehr, bevor ich einen Fisch platt getreten hätte.