Wo sind denn all die Leute?

Wandern in diesem Land ohne eine Menschenseele anzutreffen? Fast nicht denkbar, gestern war so schönes Wetter. Und doch haben wir mit Ausnahme zweier Hündeler den ganzen Tag niemanden angetroffen.

Selbst in La Heute – ein Kaff im Berner Jura – wo wir aussteigen, ist kaum jemand anzutreffen. Das ändert sich weder im steilen Aufstieg nach Montoz, noch auf den typischen Hügelzügen des Juras.

Dabei ist das Gebiet auch per Auto erreichbar und hat sogar Gasthöfe.

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So haben wir die prächtig verfärbten Herbstwälder ganz für uns alleine.

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Also genau genommen doch nicht ganz. Eine Herde pechschwarzer Kühe beäugt uns mit einer Mischung aus Neugierde und Scheu. Man beachte die listige Frisur dieses Exemplars.

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Oben auf dem Höhenzug bläst ein giftiger Wind, der den Nebel hinauftreibt. Ich hätte mir mitunter die langen Unterhosen meiner Mitwanderin gewünscht.

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Auf dem Weg nach unten öffnet sich der Blick gegen die Berge und gibt die winterlich verschneiten Alpen frei.

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Wir staunen, dass es noch nicht mal 14.15 ist, als wir zurück am Bahnhof von Reuchenette-Péry sind. Ein schlanker Anschluss in Biel lässt zwar keinen Kaffeehalt zu, dafür reihen wir uns im Speisewagen ein, wo die charmante und leicht dümmliche Bedienung uns Kaffee und Kuchen serviert.

Vielen Dank, Beat, für die Idee zu dieser Tour. Immer wieder gerne mit euch unterwegs!

Mehr Infos zu dieser Wanderung gibt es HIER.

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Goldener Herbst im Unterengadin

… oder wie der Napf nach Scuol kam.

Die ursprüngliche Idee sah vor, drei Tage in der Napf-Region auf Wanderschaft zu gehen. Doch es sollte nicht sein, bei Dauerregen hält sich meine Lust am Wandern in Grenzen. Und bekanntlich schüttet es am Napf immer etwas länger und ausgiebiger als im Rest des Landes. Umdisponieren war angesagt und so wurde die ganze Tour um 24 Stunden und etliche Kilometer ostwärts verschoben.

Im Schellen-Ursli-Dorf Guarda geht es los.

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Das Wetter zwar etwas frisch, aber gar nicht mal so übel, der frisch gefallene Schnee in gebührendem Abstand.

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Der Weg führt uns durch Ardez

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vorbei an der Ruina Chanoua,

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durch Ftan,

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und schliesslich nach Scuol, wo wir in der Jugendherberge im absolut nobelsten Jugi-Zimmer residieren, das uns je untergekommen ist. Wie war noch mal die Nummer fürs nächste Mal?

Das war doch schon mal gar kein schlechter Anfang.

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Am nächsten Tag fahren wir mit dem Posti nach Vna. Ein sonniges, aber total abgelegenes Bergdorf. Wir versuchen vergebens, am Himmel etwas auszumachen, das den Namen “Wolke” verdient hätte. Einzig die Kondensstreifen, die mit unseren Steuergeldern an den Himmel gemalt wurden, sind am verblassen.

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Auf den schattigen Wegabschnitten warten derartige Kunstwerke der Natur auf uns.

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Dieses wunderbare, an Weihnacht erinnernde Gebilde, haben wir einer undichten Wasserleitung zu verdanken.

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Selbstverständlich wollen wir das alle im Bild festhalten.

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Im Hof Zuort wollen wir essen und sind ganz gespannt auf die angeblich so berühmten Cremeschnitten.

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Wir werden nicht enttäuscht.

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Wir wandern das Val Sinestra hinaus. Um diese Jahreszeit liegt der Weg am Nachmittag teilweise im Schatten

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Im etwas deplaziert anmutenden Kurhaus Val Sinestra machen wir nicht schon wieder Pause.

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Blick zurück nach Vna, wo heute Morgen alles begann.

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Was für ein fantastisches Herbstwetter! Dazu milde Temperaturen.

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Das war der zweite von drei Tagen. Voller positiver Gedanken und Vorfreude auf die dritte Etappe kehren wir in unsere Suite in der Jugi zurück.

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Der dritte Wandertag beginnt mit einer abenteuerlichen Postauto-Fahrt nach S-charl.

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Die Lärchen sind eigentlich noch nicht ganz so goldgelb wie erwünscht. Aber da kann man ja etwas nachhelfen.

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Die Wanderung durch das breite, abgelegene Hochtal ist fantastisch.

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Nach dem Passo di Costainas führt der Weg runter Richtung Lü und schliesslich nach Fuldera.

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Dort haben wir uns die Vermicelles ehr- und redlich verdient.

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Liebe Wandern-mit-Freunden-Wanderfreunde
Es hat mir riesig Spass gemacht, diese Wanderung für euch zu organisieren und mit euch zusammen unterwegs zu sein. Auch wenn ich nicht mehr ganz so viel mit von der Partie bin wie früher, so ist mir doch die Freundschaft mit euch sehr wichtig. Gerade in den vergangenen, für mich etwas schwierigen Tagen war wandern mit euch präzis die richtige Therapie.
Bea

Weitere Fotos und Angaben zu diesen drei Wandertagen gibt es HIER.

 

See statt Schnee

Weil es zwei Tage vor Beginn der geplanten Tour noch so ausgesehen hatte

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musste die geplante Tour auf den Pazolastock mit Überschreitung auf den Rossbodenstock abgesagt werden. Die Tourenleiterin entschied sich für eine Bergtour in der näheren Umgebung. So fanden sich zehn Teilnehmer am Wägitalersee ein, Frau Flohnmobil als Gast einer Sektionstour des SAC Einsiedeln.

Ob wir auch noch Schnee antreffen werden? Zumindest als wir aus dem Wald kommen, sieht es nicht danach aus.

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Unser Ziel, der 2’097 m hohe Zindelspitz, wirkt aus der Ferne ziemlich unnahbar. In den Schattenlöchern können wir letzte Schneereste des Wintereinbruchs von vergangener Woche ausmachen.

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Etwa die Hälfte des Aufstiegs verläuft um diese Jahreszeit im Schatten. Wir sehen Gämsen, Brennnesseln, Schafe und viel blauen Himmel.

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Der Aufstieg zum Zindelspitz ist rot-weiss markiert und für geübte Berggänger kein Problem. Etwas kniffliger ist der Übergang zum Rossalpeli. Der luftige Grat ist teilweise mit massiven Ketten gesichert, an denen wir uns dankbar runter hangeln.

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Die gesamte Truppe entscheidet sich, auch noch den Rossälplispitz in Angriff zu nehmen. Die Zeiten auf dem Wegweiser sind allerdings ziemlich sportlich.

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Bereits wieder im Abstieg. Auch hier sind die heiklen Stellen mit einem Drahtseil entschärft.

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Noch stehen fast 1’000 Höhenmeter Abstieg bevor, die wir uns mit der Einkehr in der Hohfläsch-Hütte verkürzen.

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Zufrieden und nicht mehr taufrisch kommen wir zum Parkplatz zurück. Das war eine würdige Ersatztour, vielen Dank, Edith.

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Die Pilz-Armee

Schopftintlinge sichtet man relativ häufig. Und relativ häufig haben sie ihre besten Zeiten schon hinter sich (was je nach Temperatur ziemlich rassig gehen kann).

Diese stattliche Ansammlung nahezu gleich grosser Pilze hat mich in Entzücken versetzt. Ich wollte euch die kleine Pilz-Armee am Wegesrand nicht vorenthalten.

Hübsch, gäll?

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Auf dem Sonnenweg

Der Begriff “Sonnenweg” tönte angesichts vier nebliger Tage in Serie nicht nur in meinen Ohren verlockend. Als stattliches Elfergrüppchen entsteigen wir in Ausserberg dem Düü-daa-dooh.

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Ich muss das “Achtung – Fertig – Los” überhört haben. Auf den ersten Schritten wird ein Tempo angeschlagen, als seien wir auf der Flucht.

Blick zurück nach Ausserberg.

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Die Wegführung begeistert.

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Am Schatten ist es ziemlich frisch. Überhaupt zeichnet sich der ganze Tag durch grosse Temperaturunterschiede aus. Schwitzen, Kragen rauf, Kragen runter, Reissverschluss ganz auf, dann wieder zuzippen. Kaum fünf Minuten ohne figuretle an der Kleidung.

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Sie haben dieses Problem nicht. Zumindest konnte ich nirgends einen Reissverschluss ausmachen.

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Eine Herbstwanderung vom Feinsten!

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Auf der ersten Hälfte der Wegstrecke ist immer auch die Lötschberg-Bergstrecke der BLS in Sichtweite.

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Manchmal führt der Weg sogar unmittelbar den Gleisen entlang.

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An unserem Mittagsplatz weht ein ruppiger Wind.

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Und endlich stösst auch der verlorene Sohn zu uns.

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Es folgt ein landschaftlich sehr reizvoller Abschnitt entlang der Suone.

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An diesem aussichtsreichen Picknick-Platz wäre es auch nicht windstiller gewesen.

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Das habe ich noch nie erlebt: Einer der Gruppe hat sein Handy ins Gestrüpp befördert – und wieder gefunden.

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Die Aussicht aufs nicht gerade liebliche Rhonetal blendet man am besten aus…

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… denn der Weg hoch über dem Tal ist imposant und abwechslungsreich.

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Der Spielzeug-Eisenbahn-Anlage von Brig kommt in Sicht.

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Wir folgen dem imposanten Weg dem Hang entlang wo es weiterhin viel zu fotografieren gibt

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und erreichen in Naters die Talsohle.

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Im Bahnhofsgebäude von Brig findet bei der Bäckerei Konditorei Zenhäusern jeder etwas nach seinem Geschmack.

Im anschliessenden Bummel durch die Stadt werden wir etwas übermütig, hängen dann aber die Schüppli doch wieder zurück an den Ständer.

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Vielen Dank an Beat für die Idee und Durchführung dieser herrlichen Spätherbst-Wanderung und allen Mitwanderern einmal mehr für die tolle Kameradschaft.

Mehr Informationen und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

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Henne mit Rucksack

Es war fast so etwas wie ein Novum. Jedenfalls für mich und in dieser Gruppe, die sonst überwiegend vom weiblichen Geschlecht bestückt wird. Ich als einzige Frau mit vier Wanderern unterwegs. Henne im Korb.

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Dennoch trug mich niemand auf Händen. Und es ermahnte mich am Morgen auch niemand, meinen Fotoapparat einzustecken. So kommt es, dass dieser Blog-Beitrag nur mit Handy-Fotos oder Fotos Provenienz “Fremde Federn”  bestückt ist.

G a c k e r !

Das ist unser Ziel: Der Roggenstock. Während unten im Tal noch Nebel liegt, fahren wir mit der Luftseilbahn Weglosen-Seebli dem tiefblauen Himmel entgegen.

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Während wir nach gut einer Stunde Aufstieg vom Gipfel aus das umwerfende Panorama bewundern können

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kann sich unten im Tal der Nebel noch nicht so richtig entscheiden, ob er vor- oder zurückrücken will.

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Diese zwei Bilder habe ich innert 10 Minuten aufgenommen.

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Unser Weg dagegen ist klar: Runter vom Gipfel, diesen im Gegenuhrzeigersinn umrunden und den kulinarischen Höhepunkt anstreben.

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Damit ist allerdings nicht das Picknick gemeint,

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sondern das im Bergbeizli Adlerhorst in Aussicht gestellte Angebot an Kuchen. Der Kürbis-Pie wird nicht nur sehr ansprechend serviert, er schmeckt auch hervorragend.

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Die Altherren-Runde sitzt zufrieden vor ihrem kulinarischen Hochgenuss.

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Von nun an geht es nur noch relativ gemütlich bergab nach Oberiberg.

Für eine kurze Show-Einlage sorgt ein Hase, der in einem Affenzahn über diese abgemähte Wiese hoppelt. Bergauf, wohlbemerkt!

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Als allerletzte Herausforderung müssen wir unmittelbar vor der Postauto-Haltestelle eine tropfnasse Treppe aus schmierigen, zum Teil abschüssigen Eisenbahn-Schwellen hinunter steigen. Wo die Sonne nicht mehr hingelangt, bleibt es trotz ausbleibendem Regen dauerhaft feucht. Wir gehen wie auf Eiern. Damit ist auf wunderbare Weise, wenn auch mit flohnmobilschem Humor-Verständnis und deshalb nicht für Alle nachvollziehbar, der Bogen zum Anfang gespannt.

G a c k e r !

Vielen Dank an Beat für die Organisation und Durchführung der Tour und allen Güggeln für den friedlichen Tag.

G a c k e r !

Das volle Sortiment an Fotos dieser schönen Herbstwanderung und weitere Infos finden sich HIER.

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Regen für Anfänger

Dieser Endlos-Sommer mit seinen seit Wochen viel zu hohen Temperaturen wird  – wir wissen es alle und verdrängen es höchst erfolgreich – früher oder später zu Ende sein. Irgendwann wird sich nicht mehr ein Hoch ans nächste reihen und milde Mittelmeerluft heranführen, sondern kühle Luft aus nördlicher Richtung zu uns fliessen.

Und dann? Um das voraussagen zu können, bedarf es keiner Kristallkugel. Es wird ein grosses Gejammer folgen, denn das Wetter hierzulande wird kalt, unfreundlich, neblig und feucht werden. Parallel dazu die Tage kürzer. Der Novemberblues wird einsetzen. Schlagartig werden die meisten Langzeit-Gedächtnisse ausgeblendet haben, wie ewig dieser Sommer 2018 gedauert hat.

Und es wird etwas gänzlich Ungewohntes passieren: Wir werden uns wieder mal mit einem leicht angestaubten Gebrauchsgegenstand auseinandersetzen müssen. Wisst ihr überhaupt noch, wie ein Regenschirm funktioniert?

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Immer wieder ein dankbares Sujet, dieses Kunstwerk in der Innenstadt von Trelleborg/Schweden.

Ausgepfiffen

Kaum der achtplätzigen Luftseilbahn Emmetten – Niederbauen entstiegen, hat Frau Flohnmobil schon eine neue Frisur. Der Föhn pfeift unserem heute sehr übersichtlichen Wandergrüppchen ganz schön um die Ohren.

Der einstündige Aufstieg auf den Niederbauen Kulm verläuft fast ausschliesslich im Gegenwind. Kaum zu glauben, dass es auf dem Gipfel nahezu windstill ist. Was für eine Aussicht!

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Nach ausgiebiger Rast und Umeluege machen wir uns an den Abstieg. Der Niederbauen Chulm ist zwar der Höhepunkt, jedoch erst das Zwischenziel des Tages.

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Etwas nervig im Abstieg sind die demontierten Stacheldrähte. Stets drei neben einander liegen mitten auf dem Weg! Natürlich bringe ich den Älplern Verständnis entgegen, dass sie diese Arbeit nicht erst machen können, wenn der hinterletzte Wanderer vom Berg verschwunden ist.

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Der weitere Weg verläuft mal in der Sonne, mal im Schatten. Es aussichtet gewaltig!

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Blick zurück zum Niederbauen Chulm.

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Der zunehmende Gegenverkehr an Wanderern könnte zwei Gründe haben, a) da ist irgendwo ein Nest oder b) eine Bergbahn.

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Auf der Wanderer-Autobahn kommt man uns mit Kinderwägen, Turnschuhen, Handtäschli, Kind und Kegel entgegen.

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Wir haben es bald geschafft.

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Die Klewenalp kommt in Sicht.

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Plötzlich geht alles rassig. Kaum haben wir die Bergstation der Luftseilbahn erreicht, schweben wir schon zu Tale. In Beckenried stehen wir vor der Wahl: mit Postauto und Bahn nach Luzern oder mit dem Schiff. Ersteres scheint weniger kompliziert. Schlanke Anschlüsse in Stans, Luzern und Zürich, dafür ein Kafi ohne Aussicht, bescheren uns eine rekordverdächtig frühe Heimkehr aus der Innerschweiz.

Danke, Beat, für diese gelungene Herbstwanderung.

Mehr Infos und Fotos gibt es HIER.

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Auf einem der vielen roten Hörner

Es gibt Rothörner, die kann man bequem mit der Bahn erreichen. Das Brienzer Rothorn (2’350 m) beispielsweise. Ebenso das Parpaner Rothorn (2’899 m). Dann gibt es das Zinal Rothorn (4’221 m), das ich vor wenigen Tagen in natura, wenn auch nur aus der Ferne, sah. Und dann gibt es Rothörner, von denen weiss ich nichts. Gestern habe ich so einen roten Hoger bestiegen, von dem ich bis vor kurzem noch nicht mal wusste, dass es ihn gibt.

In Sigriswil ist erst Zwischenstation. Noch wartet eine weitere kurze Postauto-Fahrt, bevor wir den Gipfelsturm aufs Sigriswiler Rothorn (2’051 m) in Angriff nehmen können.

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Der grösste Teil des Anstiegs liegt der Weg im Schatten. Wir sehen den ganzen Sigriswiler Grat, doch wo führt der Weg durch? Welches ist der Gipfel?

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Blick über den unteren Thunersee. Mit Niesen und Stockhorn sehen wir grad zwei Gipfel, auf denen wir innerhalb der letzten 12 Monate waren. Und weiter hinten waren wir dieses Jahr auch mehrmals.

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Das gesamte Mittelland liegt unter einer Nebeldecke.

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Wir kämpfen uns im steilen Gelände bergan.

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Die Landesverteidigung war schon vor uns zur Stelle.

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Wow, solche Wege mag ich!

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Endlich an der Sonne!

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Föhnwalze über dem Berner Oberland. Sie ist uns den ganzen Tag erhalten geblieben.

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Der weitere Wegverlauf ist ganz nach meinem Geschmack.

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Was für ein umwerfend schönes Panorama!

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Die letzten Meter vor dem Gipfel.

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Dies ist der ultimative Beweis, dass man den Gipfel von Sigriswil aus nicht sehen kann, denn wir sehen den Ort vom Gipfel aus auch nicht.

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Der Gipfel-Gueni.

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Frau Flohnmobil übt mal wieder mit PeakFinder.

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Und das ist dabei rausgekommen:

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Uns stehen 1’300 Höhenmeter Abstieg in unterschiedlich anspruchsvollem Gelände bevor.

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Ich hab sie erwischt: Die einzige Wolke am Himmel!!!

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Auf den letzten Metern runter nach Sigriswil.

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Eine prächtige Herbstwanderung! Vielen Dank, Barbara, für die tolle Idee und die Durchführung dieser Wanderung.

Etwas getrübt wird der Genuss auf dem Heimweg. Der Bus von Sigriswil nach Thun bleibt im Stau stecken (was wohl dem Normalfall entspricht), und wir verpassen den anvisierten Zug um mehr als 20 Minuten. Zusätzlich hat der Zug in Zürich einige Minuten Verspätung, sodass ich erneut fast eine halbe Stunde auf meine S-Bahn warten muss.

Mehr Fotos und Informationen zur Wanderung gibt es unter diesem Link.

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Spätzünder

Das habe ich noch nie erlebt! In all den Jahren, und das dürften mittlerweile an die 15 sein, konnte sich mein schöner grosser Kaktus noch nie aufraffen, im Herbst erneut zu blühen.

Da es nun nicht mehr so warm ist und höchstens noch eine Stunde Sonnenlicht die Pflanze erreicht, dauerte es mehrere Wochen, bis sich aus den Knospen die prächtigen Blüten entwickelten. Ich bin gespannt, ob noch alle aufgehen.

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Wie jeweils im Mai sondert die Pflanze eine klebrig-süsse Flüssigkeit ab, die auf den Boden tropft. Das Tröpfchen ist unterhalb des Blütenstempels auszumachen. Anders als im Frühling sind jetzt keine Ameisen mehr zur Stelle, um sich daran gütlich zu tun.

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Frau Flohnmobil ist entzückt!