Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Gestern, auf dem Furka-Höhenweg zwischen Realp und Andermatt, wurden wir Zeugen eines seltenen Naturphänomens.

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Den Regenbogen am Himmel nennen die Meteorologen “Zirkumhorizontalbogen”.

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In den Worten von SF Meteo:

Das seltene Halo-Phänomen erinnert an eine Regenbogenwolke. Es braucht einen Sonnenstand von über 58 Grad, was in der Schweiz nur im Sommer und um die Mittagszeit möglich ist. Für die Regenbogenfarben sind hohe Eiskristallwolken (Cirren) verantwortlich. An deren horizontalen Eisplättchen wird das Sonnenlicht gebrochen.

Frau Flohnmobils Abstecher in den Himmel

Ich hatte gestern das überaus himmlische Vergnügen, im Theater das neue Programm von und mit Alain Schudel und Daniel Schaerer zu sehen.

DuoCalva im Himmel – Ein Konzert für zwei Celli und vier Flügel.

Die Mischung aus hochprofessioneller Musik und Komik sucht absolut ihresgleichen! Während der Vorstellung frohlocken die beiden Künstler auf der Bühne, spätestens beim Verlassen des Saals das Publikum. Jedem humorvollen Freund klassisch inszenierter Musik kann ich dieses Programm wärmstens ans Herz legen.

Weitere Infos und die Daten der nächsten Aufführungen finden sich hier.

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DuoCalva, zum schreien komisch!

Auszug aus dem Pressedossier

Nach ihrem tragischen Unfall beim Sturz aus der Zirkuskuppel melden sich die beiden Cellisten des DuoCalva aus ihrem neuen Wohnort zurück. Mit je zwei Flügeln auf dem Rücken hat sich ihre musikalische Spannweite sehr erweitert, und so bieten sie ihrem auf der Erde klagend zurückgebliebenen Publikum auch in ihrem neuen Programm ein himmlisches Vergnügen.

Hintergrund

Seit über 20 Jahren spielen die beiden Cellisten Alain Schudel und Daniel Schaerer gemeinsam vorwiegend Musik toter Komponisten. Ihre Überzeugung, dass man deren unsterblichen Werke heute wieder lebendig machen und auf unterhaltsame Weise präsentieren kann, führte die beiden in das von ihnen geschaffene Genre „Cello-Comedy“.

Das neue Programm bietet für die humorvolle Musikvermittlung eine ideale Ausgangsposition: Im Himmel kann man den grossen musikalischen Vorbildern endlich näher kommen und sie persönlich kennen lernen. Mozart, Händel und Beethoven sind dabei, aber auch Scott Joplin, George Gershwin oder Manuel de Falla. Da der Himmel ja bekanntlich voller Geigen hängt, darf auch Paganini nicht fehlen, der sich allerdings auf dem Highway to Hell zu verspielen droht. Paradiesisch klingt ein Stück von Maria Theresia von Paradis, verlockend sind aber auch die himmlischen Köstlichkeiten, die der Starkoch Rossini für das DuoCalva zubereitete.

Angehimmelt

Kurz vor 21.30 Uhr hielt ich es daheim nicht mehr aus. Ich wollte das Schauspiel nicht verpassen und folgte dem Bann des Trabanten.

Auf einer Anhöhe bei unserem Dorf mit freier Sicht gen Osten stand zwar nicht gerade eine Menschenmenge, jedoch war ich mit meiner Idee nicht alleine.

Man sah den Mond bereits knapp über dem Horizont. Wo blieb das Schauspiel?

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21.43 Uhr

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21.53 Uhr

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22.07 Uhr

Mittlerweile war auch das Ragusa am Firmament aufgetaucht. Oder wie hiess dieser Planet schon wieder?

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22.18 Uhr

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22.23 Uhr

Eine Stunde des Wartens später stand ich auf und ging heim. Ich hatte den Mond lange genug angehimmelt – selten hat dieser Begriff besser zugetroffen.

Der angenehme Nebeneffekt dieses Naturschauspiels war zweifelsohne die kühle Brise, die auf der Anhöhe blies. Es hat sich nur schon deshalb gelohnt.