Echli stolz

Habe ich euch eigentlich schon mal von unserer neuen Website erzählt?
Von all den Stunden, die wir dafür investiert haben?
Von unseren rauchenden Köpfen?
Von den zahlreichen kleinen Ungereimtheiten, die es in der Versuchsphase auszumerzen galt?
Mit nur einem Ziel:

Wandern mit Freunden.

Und genauso heisst sie.

www.wandern-mit-freunden.ch

Ja, ich finde, sie ist gelungen, unsere neue Website. Darauf dürfen wir alle Drei echli stolz sein. Aber schaut doch selber. Der Rest erklärt sich von alleine.

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Unerwarteter Geldsegen

Kürzlich schied mein Mail-Provider folgendes Mail als Spam aus.

Hallo Lieber,
ich habe eine Spende von 4.600.000,00 Euro, die ich Ihnen geben möchte, um den Armen und Waisen in Ihrer Gemeinde zu helfen …
Bitte antworten Sie für weitere Details, um meine Spende zu erhalten

Grüße

Nelma Ruaan

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Ich überlege mir nun ernsthaft, ob ich das Finanzamt unserer Gemeinde informieren soll – oder ob es doch eine Ente ist.

PS: Interessant finde ich nicht nur den Betrag, sondern auch die Stellen hinter dem Komma…

Zwei perfekte Buchstaben

Die Franzosen tun sich sehr, sehr schwer damit, die zwei wichtigen Buchstaben perfekt auszustaffieren. Was haben wir in den vergangenen Tagen nicht schon alles erlebt!

Das verbreitetste Übel: Es hat kein Toilettenpapier. Dicht gefolgt auf Rang 2: Es hat weder einen Trockner noch Papier für die Hände. Ebenfalls beliebt: Es stinkt erbärmlich. Nicht weniger ärgerlich: Es hat keine Seife. Besonders originell: Die Spülung funktioniert nicht. Heute ist noch eine neue Variante hinzugekommen: Die Türe lässt sich nicht abschliessen.

In französischen Restaurants gilt die bei uns verbreitete Meinung, dass die Toilette die geheime Visitenkarte des Lokals sei, leider nicht. Ich sage nur:

G R U U U S I G ! ! !

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Ferien in der IKEA-Filiale

Das grosse Schwedische Möbelhaus hat sich nicht nur in Europa einen festen Platz erobert, schon vor bald 20 Jahren hatten mein Mann und ich in Los Angeles dankbar den blau-gelben Giganten aufgesucht. Damals ging es darum, unseren Wohnmobil-Hausrat auszurüsten. Ein Unterfangen, das nicht ganz einfach und bei IKEA nur bedingt erfolgreich war.

Etwas einfacher, so scheint es zumindest, muss es sein, eine Wohnung einzurichten. Bei IKEA findet man so ziemlich alles. Vielleicht nicht immer in der gewünschten Qualität oder Farbe, aber das Sortiment ist mitunter so originell und nicht zuletzt preisgünstig, dass frau sich wahlweise vor Entzückung oder Verwunderung die Augen reibt.

In der Wohnung, die wir einige Tage benutzen durften, stiessen wir auf Schritt und Tritt auf IKEA-Produkte. Frottier-Wäsche, Besteck, Geschirr, Abwaschbürste, Kommoden, Schränke, Bettinhalt – alles mit dem IKEA-Label versehen. Doch nicht ausschliesslich. Unsere Gastgeberin, das Frauchen des weltberühmten Goldschätzchens, weiss Modernes mit Antiquitäten und unkonventionellen Einrichtungsgegenständen perfekt zu kombinieren.

Mir wäre höchstens anhand der noch teilweise vorhandenen Preisschilder aufgefallen, dass wir hier überwiegend von blau-gelben Produkten umgeben sind. Doch meine Freundin, mit geschärftem Auge für derartiges, verkündete glaubwürdig: “In dieser IKEA-Filiale gefällt es mir sehr gut.”

Unsere Gastgeberin würde es wahrscheinlich nicht so gerne hören, wenn ihr edles Appartement als IKEA-Filiale bezeichnet würde, aber irgendwie kann sie ihre Herkunft dennoch nicht verbergen.

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Prioritäten setzen

Es war meinem geschärften Auge nicht entgangen, dass die Geschirrspülmaschine in der Ferienwohnung nicht vollständig trocknete. Man kann so etwas natürlich aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Einerseits ist es ärgerlich, wenn Besteck, Teller und Gläser noch tropfen. Andererseits kann man das auch etwas toleranter sehen und sich darüber freuen, dass man das Geschirr nicht von Hand abwaschen muss.

Dennoch, als mir die Vermieterin das nächste Mal über den Weg lief, sagte ich es ihr. Ihre erste Reaktion war, sich bei mir zu bedanken. “Wissen Sie, wenn uns das niemand meldet, können wir es auch nicht merken.” Und einen Wimpernschlag später fügte sie an: “Aber wenn z’Intärnett nitt funktioniärt, denn kömmend d’Gescht scho nach zwenzg Minuta.”

Wenn mich nicht alles täuscht, sagt man dem “Prioritäten setzen”.

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Verfolgungswahn

Ich gehöre ja zu diesen – wie sagt man schon wieder? – digitalen Immigranten. Als Folge dessen stehe ich der neuen Technik nicht bedingungslos begeistert gegenüber. Ich nutze sie, zumindest sofern es mir sinnvoll und nützlich erscheint. Ich stehe ihr kritisch, mitunter auch ahnungslos staunend gegenüber.  Und ich bin bestimmt schon in das eine oder andere digitale Fettnäpfchen getreten.

Alles, was ich über die Anwendung von PCs und Smartphones weiss, habe ich mir mehr oder weniger selber erarbeitet. Ich habe keinen Nachwuchs, der mir laufend das Handy à-jour halten würde oder meine digitalen Böcke abschiesst. Deshalb bin ich sehr vorsichtig in dem, was ich mit diesen Computern und Compüterchen anfange.

Es haben schon mehrere Leute versucht, mich für Dienste wie WattsApp oder Viber zu begeistern. Ich mag aber nicht ständig online und auch nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Und noch viel weniger mag ich es, wenn jemand, der mir eine Mitteilung schickt, weiss, wann ich sie gelesen habe. Es mag Leute geben, denen das nichts ausmacht, aber ich leide diesbezüglich wohl etwas unter digitalem Verfolgungswahn.

Deshalb habe ich auch kein Facebook Konto. Ich gebe über diesen Blog schon genügend Persönliches preis. Und was nützt mir ein gebanntes Arsenal an Facebook-Freunden? Viel lieber sind mir persönliche Kontakte. Es gibt Leute, die ich mag. Manche sogar sehr. Aber liken werde ich garantiert nie jemanden.

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Digitale Nervensägen

Was bin ich froh, dass mein Mailprovider den Spam-Grümpel gleich in den entsprechenden Ordner befördert!

Ich bin mir nämlich ganz sicher, dass ich weder eine Erbschaft zu erwarten habe, noch Wärmepantoffeln brauche. Ins Hotel Hasenstrick will ich auch nicht, nur schon deshalb, weil ich von dort genauso hartnäckig wie regelmässig einen Newsletter erhalte, obschon ich ihn mindestens schon gefühlte hundert Mal abgemeldet habe. Ein Lottogewinn wäre zwar schön, ist aber unter diesen besonderen Umständen unrealistisch.  Und der Schlufi, der mir dringend mitteilen will, dass meine Karte gestoppt wurde hat genauso schlechte Karten, dass sein Mail jemals geöffnet wird, wie der in gebrochenem Deutsch abgefasste Bettelbrief.

So geht das ständig weiter. Jeden Tag werden mehrere Mails herausgefiltert und – sollte ich das nicht manuell machen – automatisch nach 30 Tagen ins Nimmerwiederlesen befördert.

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Gibt es wirklich Leute, die, nach allem, was man über Spam weiss, so naiv sind, derartige Mails zu öffnen? Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Virtuell am Leben

Sie hatte mich aufgestöbert. In der virtuellen Welt. Ein paar Monate lang lasen wir gegenseitig unsere Blogs. Kommentierten, versuchten etwas über den anderen zu erfahren. Dann hatte sei einen Ausraster wegen einem Beitrag von mir, den sie missverstand, und löschte sämtliche „Gefällt mir“, die sie meinem Blog jemals erteilt hatte (seither weiss ich, dass das überhaupt möglich ist).

An diese etwas merkwürdige Begebenheit hätte ich mich kaum zurückerinnert, hätte ich nicht unlängst beim Stöbern in anderen Blogs gesehen, dass die besagte Bloggerin verstorben ist. In einem letzten Post veröffentlichte sie erstmals ein Bild von sich und verabschiedete sich.

Nebst ihrem Freitod beschäftigten mich Fragen rein technischer Natur. Ich überlegte mir, ob ihr Blog nun für immer und ewig im Netz bleibt. Was geschieht in so einem Fall mit einem Mailkonto? Wird es über Jahre hinweg einfach vollgestopft mit Newslettern, Schneeberichten, Sonderangeboten aus dem Supermarkt, Muttertagsmenüs, Ferienvorschlägen und der Benachrichtigung sämtlicher WordPress-Erneuerungen? Was geschieht mit all den Accounts, die man sich über die Jahre hinweg eingerichtet hat?

Ich glaube zwar nicht, dass sich ein Mensch, der nur den Tod als Ausweg sieht, über solche Sachen Gedanken macht. Aber trotzdem…