Essen im und aus Schnee

Jedes Jahr im Januar feilen Künstler in Ischgl ein paar Tage lang an ihren Schneeskulpturen rum. Das diesjährige Motto lautete: Sterne Cup der Köche. So drehte sich denn alles um Essen und Trinken.

Hier ein Teil meiner Ausbeute an Schneeskulpturen, an denen ich vorbeigekommen bin:

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Crème de la Crème

 

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Buffet

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Remuage

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Guten Appetit in Ischgl

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RATATOUILLE – für alle!

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Prost den Sterneköchen

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Delikat Essen

Alle Schneeskulpturen sind mehrere Meter hoch. Leider sind sie zum Teil bereits etwas mitgenommen, da es einige Idioten nicht lassen konnten, drauf zu sitzen, dran zu pinkeln oder die Kunstwerke mit Skischuhen und Stöcken zu traktieren.

Ich habe schon in früheren Jahren von diesem alljährlichen Schneeskulpturen-Wettbewerb in Ischgl berichtet.
Hier geht es zum Bericht von 2015,
hier zu demjenigen von 2016.

Ergänzende Infos gibt’s auf der Homepage von Ischgl.

Auf Schmugglerpfaden

Nach Ischgl wie nach Samnaun fährt keiner wegen dem schmucken Ortsbild. Während in Ischgl die Partyszene tobt, hat sich am anderen Ende des grossen Skigebiets ein ganz anderer Geschäftszweig entwickelt. “Dutyfree” heisst das Zauberwort, von dem die ganze Talschaft im entlegensten Zipfel der Schweiz lebt.

Die beiden Talabfahrten nach Samnaun heissen denn auch “Dutyfree Run” und kaum hat der Skifahrer sich seiner Skier entledigt, kann er in über 50 Läden auch schon Geld ausgeben für günstigeren Alkohol, Parfüm oder Zigaretten. Auch Kleider, Sportartikel, Schmuck und Uhren, Schokolade, Zucker (!!!) und natürlich die ganze Palette an Souvenir-Kitsch stehen im Angebot. Für die Samnauner sind die von Ischgl kommenden Skifahrer ein fettes Geschäft. Manch ein Gast deckt sich mit einer Flasche Schnaps ein (und selbstverständlich sind die Geschäfte mit einer Art Einweg-Rucksack für solche Attacken gewappnet), man sieht mit allerlei Schnäppchen gefüllte Rucksäcke, die an den Buckeln ihrer Träger den Heimweg über die grüne bzw. weisse Grenze antreten.

Doch Hoppla! Auch an der Grenze auf über 2’700 m gelten Zollvorschriften. Und diese werden mitunter auch kontrolliert, wie dieses Video veranschaulicht. Momentan ist das Zollhäuschen am Viderjoch aber zugeschneit und verwaist. An der Grenze zu Österreich schlägt man sich offenbar momentan gröbere Probleme um die Ohren.

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Schnee fürs Auge

Mittlerweile fällt man auf der Skipiste beinahe auf, wenn man KEINE Helmkamera spazieren führt. Nichts desto trotz habe ich nach alter Väter Sitte meine Digicam mit dabei gehabt und damit einige der Schneeskulpturen eingefangen, die Künstler in den vergangenen Tagen wie alle Jahre im Skigebiet von Ischgl modelliert haben. Leider sind sie teilweise schon etwas vom (wenigen) Neuschnee in Mitleidenschaft gezogen worden.

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Und hier mein persönlicher Favorit:

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Ist es nicht süss, dieses Nilpferd???

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Einmal mehr staune ich ab der Fantasie und der Fertigkeit der Künstler.

Einige der letztjährigen Kunstwerke gibt es HIER zu bewundern.

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Dumm für all jene, die mit Hilfe der Bergbahnen skifahrenderweise von Samnaun nach Ischgl zurück wollten, wenn sie diesen Hinweis zur Unzeit lesen. Denn plötzlich wird aus einem relativ unkomplizierten Heimweg eine lange und vor allem teure Reise.

Mit dem ÖV ist es fast nicht mehr möglich, gleichentags noch nach Ischgl zu gelangen. Nicht umsonst reiben sich die Taxifahrer ab jedem gestrandeten Skifahrer in Samnaun die Hände. Gleiches dürfte übrigens für ihre Kollegen in Ischgl gelten. Eine Fahrt kostet über 300 Franken. Preisverhandlungen zwecklos. Wenn man allerdings bedenkt, dass es 77 km Wegstrecke sind (die auch wieder zurück gefahren werden müssen) und die Fahrt 1 1/2 Stunden dauert, kann man beinahe von einem Schnäppchen sprechen.

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Haltung wahren!

Der heutige Tag war wohl das, was man gemeinhin als “traumhaften Wintertag” bezeichnet.

  • 25 cm Neuschnee (wir hätten auch mehr genommen)
  • praktisch windstill (wo wir doch endlich sturmerprobt wären)
  • blauer Himmel (daran könnte ich mich gewöhnen)
  • Temperaturen, die einen nicht schlottern lassen, aber dennoch kalt genug sind, dass der Schnee pulvrig bleibt

Was will man mehr, könnte man sich fragen. Nun, ich habe eine Antwort parat: Ich möchte nicht mehr, sondern weniger. Weniger Leute. Heute schien alles unterwegs zu sein, was im Keller zwei gleich lange Latten entstauben konnte.

Zum Glück fanden mein innig geliebter Mitbewohner und ich einige Pisten, die dem gemeinen Volke irgendwie entgangen oder zu anspruchsvoll waren. Dies gilt allerdings nicht für die Skifahrer-Autobahn auf dem Bild unten, denn diese Piste stellt eine der Verbindungen zwischen dem Skigebiet von Ischgl und Samnaun dar und ist entsprechend viel befahren.

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Wie befürchtet hat der Neuschnee den Schneeskulpturen zugesetzt. Ich wollte eigentlich noch die verbleibenden Kunstwerke fotografieren, doch waren sie teilweise schon ziemlich unkenntlich. Einzig mein Favorit, der Mann mit der grossen Nase und dem Mikrofon, hat dank seinem Hut Haltung bewahrt.

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Wen’s interessiert, es gibt ein Video über die Entstehung der Schnee-Skulpturen. Natürlich viel anschaulicher als meine Ausführungen.

Skulpturelles

Zuerst waren es nur haushohe Schneeblöcke. Sie standen wie verlassen mitten auf den Pisten des Skigebiets Ischgl herum. Fast hätte man meinen können, die Ratracs hätten dort Tag für Tag vergessen, den frisch gefallenen Schnee zu räumen. Das allerdings ist Wunschdenken nicht nur von mir sondern vieler Skifahrer, denn auch in Ischgl ist der Schnee nicht so üppig gefallen, wie es einem normalen Winter gut anstehen würde.

Im Verlauf der Woche entstanden aus den Schneeblöcken Kunstwerke. Unter dem Titel “Formen in Weiss” veranstaltet Ischgl seit 1994 jeden Januar einen Schneeskulpturen-Wettbewerb. Elf Künstlerpaare aus Österreich, der Schweiz, Italien, Belgien, Grossbritannien und Deutschland haben die ganze Woche im Freiluftatelier die Schneeblöcke bearbeitet mit Spaten, Taloschen und diversen messerähnlichen Werkzeugen. Alles von Hand, ohne Hilfe elektrischer Geräte.

Ich habe nicht alle Kunstwerken nach deren Vollendung gesehen, sind sie doch über das ganze Skigebiet verteilt. Heute war die Prämierung, wer gewonnen hat, habe ich bis jetzt nicht herausgefunden. Vielleicht wird diese Homepage irgendwann noch aktualisiert.

Das Motto für dieses Jahr lautete “Casting Show”. Hier die “DSDS Jury”, die allerdings ausser Konkurrenz antritt:

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Diese noch nicht ganz fertige Skulptur heisst “Dieter Bohlen – der Castingkönig”.

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Der “Sieg” ist noch in Bearbeitung.

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“Stairway to He…” erstrahlte für mich leider nicht im besten Foto-Licht.

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Aber mein Favorit ist ohnehin “The casting – life from Idalp”. Und das nicht nur, weil die Künstler Urs Ehrsam und Simon Morgenthaler aus der Schweiz stammen.

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Tolle Werke, oder? Leider ist für die kommenden Tage ziemlich viel Schnee angesagt. Ich nehme nicht an, dass jemand die Kunstwerke abstauben wird.

Falsches Mischverhältnis

Es kommt mir vor, als hätte es um diese Jahreszeit auch schon mehr Schnee und weniger Leute gehabt.

Aber man muss sich nicht wundern, wenn man bedenkt, dass heute in Ischgl 150 Busse angemeldet waren.

Oder ist doch etwas wahr am Gerücht, dass sich Petrus und Frau Holle zerstritten haben?

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Skifahren ist schön. Ich könnte stundenlang anstehen. Samnaun, heute Sonntag, 7. Dezember 2014.

Beschauliche Bergwelt


Alp Trida, Samnaun


Idalp, Ischgl


Konzert auf der Alp Trida (Frühlings-Skifest am 14.4.13)

Wer nun auch Lust verspürt, sich ins Getümmel zu stürzen, hat noch Zeit bis am 4. Mai. Und wer sich erst so richtig wohl fühlt, wenn er vor lauter Leuten keinen Schnee mehr sieht: Am 30. April treten Deep Purple auf der Idalp auf. Da wird die Post abgehen!

Doch zuerst sind nun die Schweizer Schneesportlehrer mit ihrer Meisterschaft dran.