Errungenschaft

Unter diesem Titel erhielt ich von WordPress heute eine Benachrichtigung.

Beinahe hätte ich vergessen, dass mein Blog heute Geburtstag hat. Beinahe, denn liebe Freunde haben mir heute Morgen schon dazu gratuliert. Sie gehören zu den treuen Lesern dieses Blogs, der in letzter Zeit arg vernachlässigt wurde.

Das hat einen triftigen Grund. Mir ist nicht die Lust am Schreiben vergangen, aber die Lust darüber, hier Privates auszubreiten. Seit ich mich von meinem selbsternannten grössten Fan gestalkt fühle, überlege ich mir zweimal, was ich hier veröffentlichen soll.

Aber Feste soll man feiern, wie sie fallen. Und zehn Jahre sind ja auch nicht nichts.

Darum:

Happy Birthday, Flohnmobil!

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In Feierlaune?

Feiert man einen 9. Geburtstag mit allem Pi-Pa-Po?

Eher nicht. Auch dann nicht, wenn es ein Blog ist, der sich als Gemischtwarenladen all die Jahre im Netz rumquält.

Dennoch:

Happy Birthday, Flohnmobil!

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Jahrestag

Heute morgen wurde es mir schon per SMS zugetragen. Familie F. – ihres Zeichens noch nicht langjährige, aber sehr treue Leser dieses Blogs – hatten sich offenbar den Termin in der Agenda angestrichen.  

Mittlerweile hat es auch WordPress gemerkt.

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Dieses Jubiläum wäre in Anbetracht der besonderen Umstände glatt an mir vorbeigegangen.

Andere Länder – andere Sitten (8)

Der Valentins-Tag neigt sich in unseren Breitengraden dem Ende entgegen. Nicht so in Amerika. Dort hat der Valentins-Tag dank der Zeitverschiebung den Zenit noch nicht erreicht. Und wird auch sonst ganz anders als bei uns zelebriert. Bei uns ist es eine Angelegenheit zwischen Liebenden. Paaren.

In Amerika, also den USA, grassiert am Valentins-Tag eine regelrechte Karten-Epidemie. Da werden Karten verschickt für “die liebste Tante, “den besten aller Brüder”, „die netteste Arbeitskollegin“, “die süsseste Enkelin” und natürlich auch “an den allerliebsten aller Ehemänner”.

Ich fand das damals ziemlich absurd. Von der Geschäftsidee “Valentins-Tag” profitieren in den USA anders als bei uns nicht nur die Floristen und Schokolade-Produzenten, sondern in mindestens genauso grossem Ausmass die Anbieter von Grusskarten.

Nun ist das ja so, dass es schon ein paar Jährchen her ist, seit ich in den USA war. Vielleicht ist es seither noch schlimmer geworden mit dieser Karten-Versand-Epidemie. Vielleicht ist Facebook in die Bresche gesprungen und die Post hat das Nachsehen. Wie auch immer, es wird niemanden erstaunen, dass mich das ganze Getue gänzlich kalt lässt. Und meinen innig geliebten Mitbewohner auch. Und wir lieben uns trotzdem innig. Und sind heute auf den Tag genau seit 24 Jahren ein Paar. Was nichts, aber auch gar nichts mit Valentin zu tun hat, sondern lediglich auf unsere damaligen Terminkalender zurückzuführen ist.

Wer hat heute einen Blumenstrauss verschenkt oder geschenkt erhalten?

Bildergebnis für be my valentine

Jubilierend

Wie war das schon wieder vor vier Jahren? Mit zittrigen Fingern sass jemand am PC und kratzte allen Mut zusammen, um den OK-Knopf zu drücken. PAFF. Da war es also geschehen. Der erste Blog-Beitrag in die Welt gesetzt.

Die Frage, die bis heute nur zum kleinsten Teil beantwortet ist: Wer würde so etwas lesen? Wer interessierte sich für die Banalitäten einer Durchschnitts-Bürgerin?

Die Antwort darauf: Einige. Und einige davon seit dem ersten Tag. Dieser handvoll Leserinnen und Lesern und allen anderen, die in der Zwischenzeit dazugekommen sind (die Abtrünnigen kann ich auf diesem Weg leider nicht erreichen und deshalb wissen sie auch nicht, was sie verpasst haben), danke ich für ihre Treue.

Das Flohnmobil wird heute vier Jahre alt. Ganz schön alt für diese schnelllebige Zeit. Eine Zeit, in der ich schon viele Blogs habe aufgehen sehen, die aber über kurz oder lang wieder verschwunden sind bzw. vernachlässigt wurden. Einen Blog zu betreiben – auch wenn man nur jede Woche oder noch weniger schreibt – ist trotz allem ein Stück Arbeit. Kein hartes, denn es geschieht ja freiwillig, aber von nichts kommt auch in diesem Fall nichts.

Deshalb bin ich trotz allem etwas stolz, dass mein Blog heute den vierten Geburtstag feiert. Und dass dies der 1000. Beitrag ist, macht die Sache noch runder.

Wer’s nicht glaubt, soll nachzählen…

Die Leiden des jungen Blogs

Eigentlich war er davon ausgegangen, dass ihm heute erhöhte Aufmerksamkeit zuteil kommen würde. Doch schon in den frühen Morgenstunden musste er erkennen, dass man sich nicht um ihn, sondern um sein namensgebendes Gefährt kümmerte. In einer wahren Orgie rubbelten und schrubbten Herr und Frau Flohnmobil, als ob das Putzen bald verboten würde. Einen geschlagenen Tag lang hätschelten sie ihr Fahrzeug, bis sie sich erschöpft in ihre Gartenstühle fallen liessen.

So hatte er sich das nicht vorgestellt. Geburtstag zu feiern machte alleine keinen Spass. Auch nicht einem Blog.

Zu genial um wahr zu sein

Es hätte ein beeindruckender Blog-Eintrag werden sollen. Einer, von dem man nach Jahren noch sprechen sollte. Einer, der so brillant ist, dass man ihn immer und immer wieder lesen möchte. Zeilen, gespickt mit leisem Humor, die zum Nachdenken anregen. Worte, die sich so unlöschbar ins Gehirn einprägen, wie die Inschrift auf einem Gedenkstein. Zeitungen hätten ihn abgedruckt, Fernsehstationen wären vor meiner Tür Schlange gestanden, um live um den ganzen Globus zu senden, wenn ich einen neuen, noch viel imposanteren Beitrag schreibe.

Der Eintrag sollte sämtliche Rekorde brechen und zu hunderten Leserschaft anziehen. Ich hätte kaum mehr nachkommen sollen, um all die vielen Kommentare freizugeben und zu beantworten. Ich wäre mit flehenden Anfragen überschüttet worden, ob ich nicht bald wieder mal etwas derart Geniales schreiben könnte.

Doch ich glänzte am heutigen Tag durch Abwesenheit. So hat das Flohnmobil seinen 100. Eintrag notgedrungen selber geschrieben.