Fluchen im Dienste der Weiblichkeit

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In meinem kürzlich erschienenen Beitrag Fluchen für Quereinsteiger habe ich mich mehr oder weniger darauf beschränkt, euch einen Link mit angeblichen Fluchwörtern unterzujubeln. Das ist mir auch einigermassen gelungen. Allerdings, und da muss ich diversen Kommentierenden Recht geben, sind es doch eher harmlose Schimpfwörter. Und ausserdem beziehen sie sich mehr oder weniger auf das männliche Geschlecht.

Ob Sürmel oder Habasch, richtig derbe Kraftausdrücke waren nicht darunter. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Nettigkeiten fallen mir ein, die meinem Geschlecht schmeicheln.

Da wäre mal die Scheese, Schachtle, Tschädere, Schälle oder Schreckschruube. Auch Zwätschge wird gerne ausgeteilt, nicht nur im Herbst. Nicht mehr sehr gebräuchlich ist die Gurre, ganz im Gegensatz zu Häx und dem für meine Ohren doch sehr derben Wiib.

Mit Lise und Griite werden Vornamen zu Schimpfwörtern verhunzt. Im entsprechenden Zusammenhang ist auch einer Tante nichts Positives abzugewinnen.

Aus der Tierwelt stammen Geiss, Chue oder Chatz. Während viele Begriffe auch von Frauen für Frauen verwendet werden, wird der letzte Ausdruck vorwiegend von Männern gebraucht. Aber bevor ich mich weiter darüber auslasse und daraus ein Ausflug ins horizontale Gewerbe wird, frage ich euch:

Was gibt es in eurem Dialekt für Nettigkeiten, um eine Frau zu beschimpfen?