Wellness fürs Rindvieh

Als ob wir nicht schon genügend Labels für Milch hätten, wird nun in diesem Land im September noch “grüne Milch” eingeführt. Damit die Milch so deklariert werden darf, braucht es einige Voraussetzungen, wie ich in diesem Artikel von 20 Minuten gelesen habe.

Unter anderem – ich zitiere – müssen Kühe an einem der beiden Tierwohlprogramme des Bundes teilnehmen.

Und wenn eine Kuh nicht will?

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Kuh mit BH

Man sieht ja so Manches am Wegesrand, über das man verwundert die Stirn runzelt.

Der Anblick dieser Kuh bildete da keine Ausnahme.

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Ich habe mir von kompetenter Seite sagen lassen, dass mache man mitunter so bei Kühen, die frisch gekalbt und ein entsprechend grosses Euter hätten. Es gehe darum, dass die Kuh nicht auf ihre Zitzen stehe und sich verletze.

Etwas schräg sieht diese Milchfabrik mit BH ja schon aus.

Die Schokolade-Kuh

Ihr kenne sicher alle diese lilafarbene Kuh, die von der Milka-Schokolade.

Schon lange habe ich mir die Frage gestellt, welcher Kuh wir wohl die schwarze Schoggi zu verdanken haben. Die Erleuchtung erfolgte vor kurzem, als ich im Wallis beim Wandern an einer Kuhherde vorbeikam.

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Logo, die Milch muss von den schwarzen Eringer-Kühen stammen, dieser kampflustigen, stämmigen Rinderrasse, die so typisch fürs Wallis ist.

Oder habe ich da etwas falsch verstanden….?

Doch nicht so dumm?

Da habe ich nicht schlecht gestaunt. Ja, man lernt nie aus.

Hättet ihr gewusst, dass eine Kuh – meinetwegen auch ein Rind, mit Sicherheit ebenso ein Stier, ein Ochse und vermutlich sogar ein Kalb – asynchron mit den Ohren wackeln kann? Ich hab letzthin beobachtet, wie eine Kuh abwechselnd mal mit dem linken und dann wieder mit dem rechten Ohr Fliegen verscheucht hat. So viel Feinmotorik hätte ich von einem Kuhohr nicht erwartet.

Dermassen dumm, wie ich die Rindviecher kürzlich dargestellt habe, sind sie vielleicht gar nicht.

Dumme Kuh

Dass Kühe um Brennnesseln einen grossen Bogen machen, kann ich durchaus nachvollziehen. Dass sie sie nicht fressen demnach auch.

Hingegen verstehe ich nicht, warum diese Viecher die Pfefferminz-Pflanzen auf den Weiden so konsequent stehenlassen. Es wäre doch absolut praktisch, wenn sie die vertilgen würden. So könnte die Milch direkt zur Produktion von After Eight verwendet werden. Oder etwa nicht…?

Cowboys and -girls im Bündner Oberland

Impressionen von der heutigen Alpabfahrt in Brigels.

Ich finde es schön und wichtig, dass solche Traditionen gepflegt werden. Trotzdem ist mein Bedarf an Kühen und Kuhfladen bis auf weiters gedeckt.