Es kann auch schmelzen

Heute entdeckt in der Migros:

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Ich wundere mich einerseits über die unerschöpflichen Möglichkeiten unserer Sprache.

!!! Veganer Reibegenuss !!!

Andererseits über die Veganer, die wohl auf tierische Produkte verzichten, jedoch nicht um Geschmack und Konsistenz von geschmolzenem Käse gebracht werden wollen.

Wenn du denkst…

… du stehst an der Kasse, wo nur gerade einer vor dir steht und es deshalb am schnellsten geht.

Dann hast du nicht berücksichtigt, dass dieser Typ

  • seine Bananen nicht gewogen hat
  • ein zwängelndes Kleinkind dabei hat
  • seinen 20fach-Cumulus-Bon für Hosenträger auf dem Handy hat
  • dieses Handy gerade auf einem Selbstfindungs-Trip ist
  • der zweifach-Cumulus-Bon vom letzten Mal irgendwo zerknittert im Portemonnaie steckt
  • und seinen PIN-Code vor lauter Aufregung nicht auf Anhieb richtig eintippt.

Aber du hast ja alle Zeit der Welt, oder?

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Das Handy für die Ewigkeit

Ich glaube nicht, dass seine Erfinder im Hause Migros jemals gedacht hätten, dass es in ferner Zukunft dereinst so auf Abwege geraten würde. Wovon hier weniger vom Produkt, als vom Namen desselben die Rede ist. Das einstige und das neue Handy haben so ganz und gar nichts miteinander gemein. Um nicht zu sagen, sie sollten sich in beiderseitigem Interesse meiden wie der Teufel das Weihwasser.

A propos Wasser: diesbezüglich wurden in diesem Haushalt einschlägige Erfahrungen gemacht. Wenn auch nicht in der Geschirrspül-Maschine.

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Ich gehöre übrigens zur vom Aussterben bedrohten Gattung der Hausfrauen, die separat Reinigungs-Pulver, Glanzspüler und Regeneriersalz einfüllen. Ihr?

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Auch wenn die Gefahr besteht, mit meiner Schilder-Serie etwas aufsässig zu wirken, aber dieses herrliche Konstrukt, das ich gestern an einem Kiosk entdeckt habe, kann ich euch nicht länger vorenthalten:

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Ich wusste schon immer, dass ich mich auf den Supermarkt meines Vertrauens verlassen kann.

Alles wird gut!

… man muss nur diese feine Linie noch gänzlich unsichtbar machen.

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Unser Haushalt ist bereichert. Um eine KÖHLTSCHE.

Ein Wahnsinns-Ding, so eine KÖHLTSCHE !

Sie wird uns gute Dienste leisten, die KÖHLTSCHE !

Also genauer gesagt, wird sie in erster Linie dem Mitbewohner dienen, die neu erworbene KÖHLTSCHE. 

Denn ihre Vorgängerin – war es wirklich auch eine KÖHLTSCHE ? schwierig zu sagen, nach all den Jahren – litt unter gewissem Schwund. Noch hat sie ihr Leben nicht gänzlich ausgehaucht, aber angesichts der neuen KÖHLTSCHE dürfte sie ziemlich blass daher kommen. Um nicht zu sagen etwas gar schäbig.

Die neue KÖHLTSCHE ist nämlich rot. Das war die Alte noch nicht mal in ihren besten Tagen.

Und mit zwei  KÖHLTSCHEN gleichzeitig auf den See hinaus rudern, das wird der Mitbewohner nicht. Ganz bestimmt nicht.

Für die Fische, die er heim bringt, reicht seit eh und je eine Kühltasche.

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Ein Lob auf die Chinesen und ihre coolen Übersetzungen!

Nicht die Bohne

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Vor geraumer Zeit habe ich mich in diesem Blog über getrübte Kaffee-Freuden ausgelassen. Ich nahm mir vor, der Sache auf den Grund zu gehen, vielleicht liesse sich ja etwas machen, damit nicht in unregelmässigen Abständen eine Tasse des schwarzen Gebräus im Abfluss landet, da ungeniessbar.

Ich wandte mich schriftlich an den Hersteller der Kaffeemaschine. Von dort erhielt ich postwendend die Antwort, ich solle bitte mal anrufen, wenn ich neben der Kaffeemaschine stünde. So könne mir vielleicht geholfen werden. Ich tat wie mir geheissen und erhielt neben vielen unbrauchbaren bzw. bereits bekannten Tipps immerhin den Hinweis auf eine Stelle in den Eingeweiden meiner Maschine, die ich mit einem langen, spitzen Finger von Kaffeesatz befreien könnte. Das mache ich seither regelmässig. Dennoch: Wirklich viel bringen tun meine Verrenkungen zuunterst zuhinterst in der Kaffeemaschine nicht.

Ich hatte mich aber auch an den Supermarkt meines Vertrauens gewandt, von dem ich die Kaffeeböhnchen beziehe. Und wie ich es von früheren Beanstandungen her kannte, erhielt ich auch diesmal nach ein paar Tagen vom Kundendienst einen Brief. Einen echten Brief, mit zwei echten Unterschriften von zwei echten Leuten. In diesem echten Brief stand:

Sehr geehrte Frau Flohnmobil

Herzlichen Dank für Ihre Mitteilung. Es freut uns, Sie zu unseren treuen Kundinnen und Kunden zu zählen!

Umso mehr bedauern wir, dass unser Espresso Classico Bohnenkaffee nun zu einer Beanstandung geführt hat.

Unsere Fachstelle geht davon aus, dass es sich aufgrund Ihrer Beschreibung um einzelne fehlerhafte Bohnen handelt. Eine einzelne Bohne kann den Geschmack einer Tasse, im schlimmsten Fall einer Packung beeinflussen. Leider sieht man den Bohnen von aussen nicht an, ob es sich um solch eine fehlerhafte Bohne handelt – wir bitten Sie um Verständnis.

Trotzdem möchten wir mit strengen Eingangskontrollen und Degustationen solche Vorfälle auf ein Minimum reduzieren.

Nicht zufriedenstellende Produkte sind für Sie und für uns ärgerlich. Für die Umstände bitten wir Sie um Entschuldigung und senden Ihnen mit diesem Schreiben gerne einen Einkaufsgutschein im Wert von 10 Franken. Diesen können Sie in allen Migros-Fiilalen und Fachmärkten einlösen.

Nun wünschen wir Ihnen bei Ihrem nächsten Einkauf viel Spass. Bis bald in Ihrer Migros.

Freundliche Grüsse
Migros-Genossenschafts-Bund

Genau so stellt sich Frau Flohnmobil eine kundenfreundliche Erledigung von Reklamationen vor und sieht sich einmal mehr in ihrer Meinung bestätigt, dass wohlgefälliges Motzen nicht für die Katz ist. Mit ab und an einem faulen Kaffeeböhnchen muss sie sich wohl oder übel abfinden.

Cumulus auf dem Rasen

Ich wäre heute ohnehin einkaufen gegangen. Ehrlich. Der Donnerstag ist mein Einkaufstag. Ich wäre auch zur Migros gegangen, wenn unsere Nati gestern verloren hätte. Ganz sicher.

Die Migros hatte versprochen, sie würde heute mit Cumulus-Punkten um sich werfen. Auch wenn die Schweiz gegen Honduras aufs Dach gekriegt hätte. Hat sie aber nicht, und so sind alle Kundinnen und Kunden der Migros heute nicht in den Genuss doppelter (im Falle einer Niederlage) oder fünffacher (bei einem Unentschieden), sondern zehnfacher Cumulus-Punkte geworden.

In solchen Fällen kämpfe ich immer gegen ein altbekanntes Problem an: Zehnfache Cumulus-Punkte sind zwar schön (und entsprechen einem Rabatt von 10 Prozent), wenn ich aber etwas kaufe, das ohnehin reduziert ist, erhalten ich dafür auch entsprechend weniger Punkte.

Daran hat der Xherdan Shaqiri natürlich wieder nicht gedacht hat, als er gestern seine drei Töpfe geschossen hat!

Sotschi auf dem Teller

Wieso ich mich ausgerechnet heute an dieses Gericht erinnert habe, dem ich nie viel abgewinnen konnte??? Ich habe nicht die blasseste Ahnung.

Trotzdem musste ich sofort wissen, ob sich dieses kulinarische „Highlight“ noch immer in den Gestellen der Supermärkte herumtreibt.

Es tut!

Sogar in drei verschiedenen Grössen. Wer um Himmels Willen kauft sowas???

Der Duft der grossen weiten Welt

WC-Sticks Fresh oder Lemon.
Staubsauger-Deo ebenfalls Lemon.
Zitronengras-Seife, Brennessel-Shampoo, Pfefferminz-Zahnpasta, Lavendel-Bodylotion
Eukalyptus, Kaminfeuer, Orange, Granatapfel, Nelken, Fichte, Palmarosa und Vanille als Duftöl.
Ein Rhabarber/Pfefferminz-Gebräu in der Spülmittelflasche.
Aloe-Vera an der Wäsche.

Ich glaube, ich bin für den nächsten Güllen-Angriff unserer Bauern gewappnet.

Wenn nicht, zücke ich die neuste Waffe aus der Migros und betöre meine Umwelt mit Himbeer-Duschgel.

Als Linzertorte durch die Gegend wandeln, mal was ganz Neues!