Die einzige Wolke am Himmel

heute Morgen war der Rauch eines Feuers.

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Total unzugänglich auf 1’600 m gelegen gibt es nur eine Möglichkeit, diesen Waldbrand zu löschen: mit dem Helikopter.

Am Freitag wurde ein kleiner Heli eingesetzt, um den Brand zu bekämpfen. Es gelang ihm nicht, das Feuer zu löschen. Am Samstag wurde eine grosse Kamow zur Unterstützung beigezogen

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und am Sonntag verstärkte ein Super-Puma der Schweizerischen Luftwaffe das Team der Brandbekämpfer.

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Mit zwei solchen Bambi Buckets wurden aus den umliegenden Stauseen abertausende Liter von Löschwasser an die Brandstelle geflogen und entleert. Und wohlbemerkt, es handelt sich um ein verhältnismässig kleines Feuer, das allerdings durch den starken Wind immer wieder angefacht wurde.

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Das Geknatter zweier leistungsstarker Helis den ganzen Tag über hätte einem gehörig auf den Sack gehen können, hätte es nicht einem guten Zweck gedient. Ob der Brand nun gelöscht ist, wird sich weisen. Die für die Nacht angekündigten Niederschläge dürften ihren Beitrag dazu leisten.

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Gartenprojekte (1)

Es hatte das Potential zum Grossprojekt, ganz klar. Als der liebe Bergler und ich zur Schaufel griffen, waren wir guter Dinge und wild entschlossen, auf dem Komposthaufen Kürbisse zu pflanzen. Ich hatte zweierlei Setzlinge besorgt (wen es interessiert: Butternut und Oranger Knirps) und diese verbuddelten wir beim Ferienhaus des Berglers im Misox auf dem Misthaufen. Kürbisse wachsen schliesslich auf dem Mist. Gratis und franko. Zumindest in der Theorie.

In der Praxis waren wir die kommenden Wochen nicht mehr anwesend und die beiden Kürbis-Setzlinge – seinerzeit stattliche Erscheinungen – ihrem Schicksal überlassen.

Die Spannung war gross, als wir vier Wochen später wieder vorfuhren und im Licht der Dämmerung versuchten, die Gewächse auszumachen. Nichts mehr! Absolut gar rein nichts mehr! Wir hatten uns die ganze Zeit Sorgen gemacht, ob die Pflanzen wohl genügend feucht hätten. Dabei waren es die Schnecken, die ihnen den Garaus gemacht hatten. Ausser dem gerade noch auszumachenden Haupttrieb war keine Blattfaser mehr zu sehen.

Einziger Beweis, dass da mal zwei Kürbis-Pflanzen hätten gedeihen sollen, waren die beiden Beschriftungs-Täfelchen von den Töpfen, die wir in kluger Voraussicht bei den Pflanzen eingesteckt hatten, damit wir sie unterscheiden konnten. Grotesk, ja geradezu makaber wirkten sie. Wie zwei Grabsteine.

Die Schnecken hatten ganze Arbeit geleistet. Und wir werden wohl oder übel unsere Kürbisse kaufen müssen. An Bezugsquellen mangelt es in der Heimat ja wahrlich nicht,

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Berufung Berufskraut

“Buon Giorno.” Ich blicke von meiner Arbeit auf, sehe die alte Frau auf dem Balkon stehen und sage ebenfalls: “Buon Giorno.” “Was machen Sie?” fragt mich die Frau nun auf Deutsch, mit deutlichem Akzent. Ja, was mache ich eigentlich? Das habe ich mich in den vergangenen Stunden oftmals gefragt. Da ich nicht weiss, wie gut die Frau Deutsch spricht, lange ich in den Kübel, der seit den Morgenstunden mein Begleiter ist und halte ein Kraut in die Höhe. “Ausreissen.”

Ich weiss nicht, ob die Frau das versteht. Weder in Worten, noch wie man es sich antun konnte, stundenlang mit einem Stechgerät diese Sisyphus-Arbeit zu verrichten. Mal auf den Knien im Gras, mal mit gebeugtem Rücken, mal seitwärts, dann wieder sitzend, mal ganz in der Nähe, mal total ausgestreckt. Mit wenig System und doch zielführend.

Eineinhalb Tage lang war ich damit beschäftigt, diesem Kraut mit dem harmlos klingenden Namen “einjähriges Berufskraut” habhaft zu werden. Die ganze Wiese war übersät davon. Früher hiess es noch, dieser Neophyt liesse sich durch regelmässiges Mähen vor der Blüte in Schach halten. Tatsache ist aber, dass er so lediglich ganz tief liegende Verzweigungen ausbildet und aus einer Pflanze mindestens deren zwei werden. Und ausserdem wird das lästige Gestrüpp so mehrjährig!

Die einzig wahre Gegenmassnahme, wenn man nicht gleich den ganzen Rasen neu machen will, ist jäten. Das Kraut muss mitsamt der Wurzel ausgerissen werden. Und das habe ich wie erwähnt eineinhalb Tage lang getan. Mein Rücken schmerzt. An meinen Beinen und Armen spüre ich Muskeln, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt, meine Hände tun selbst jetzt beim Schreiben weh. Nach diesen ungewohnten Strapazen erscheint mir die bevorstehende Mehrtageswanderung als regelrechter Kindergeburtstag.

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