Der Blick zurück nach Montenegro

Es dürfte in der Zwischenzeit durchgesickert sein, dass sich Frau Flohnmobil in der vergangenen Woche einer Wandergruppe angeschlossen hat, die in Montenegro unterwegs war.

Wo liegt dieser kleine Staat überhaupt? Als Bewohnerin eines kleinen Landes steht es mir zu, Montenegro als “klein” zu bezeichnen, ist es doch keine 14’000 km2 gross. Montenegro liegt auf dem Balkan und grenzt südlich an Kroatien an. Das Land ist bergig und in weiten Teilen unwirtlich. Ich habe schon lange nicht mehr derart viele verlassene Häuser angetroffen.

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Wanderwege finden sich einige, jedoch ist deren Dichte in keinster Weise vergleichbar mit dem Wanderweg-Netz bei uns.

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Da wir mit einem einheimischen Führer unterwegs waren, brauchten wir uns weder um die unverständliche Sprache noch um die Wegfindung zu kümmern. Auch dem Schwingen mit einer Art Machete konnten wir nur zusehen, wenn es darum ging, den Weg zu roden.

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Begeisternd war die Blumen-Pracht. Derart viele Orchideen und andere bei uns äusserst seltene Blumen säumten den Weg, dass wir schon ab dem zweiten Tag nicht mehr bei jedem Pflänzchen stehen blieben.

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Die Wanderungen waren so gewählt, dass die Aussicht mit jedem Tag spektakulärer wurde.

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Schon der Anblick des riesigen, flachen Skadar-Sees haute einem beinahe aus den Socken.

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Ganz zu schweigen vom Panorama, das sich uns bot, als wir im Bereich der Küste wanderten.

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Es gäbe noch viel über Montenegro zu erzählen. Jedoch will ich hier keinem Reiseführer Konkurrenz machen. Geht selber hin und probiert es aus! Es gibt zahlreiche kommerzielle Anbieter (auf Anfrage gebe ich gerne bekannt, mit wem ich unterwegs war). Macht euch einfach keine zu euphorischen Vorstellungen in Bezug auf Essen und Unterkunft.

Balkan-Tracht

Man sieht sie bei uns hüben wie drüben. Und nicht umsonst werden Witze darüber gemacht, dass Spreitenbach das grösste olympische Dorf sei – hundert Nationen und alle in Trainerhosen!

Ich finde diese Art der Bekleidung ausserhalb der eigenen vier Wände absolut unangebracht. Vor allem Menschen aus Ex-Jugoslawien scheinen aber grossen Gefallen an dieser Art von salopper Bekleidung zu finden.

Nach einer Woche Wanderferien in Montenegro, wo wir uns zwar vorwiegend in eher abgeschiedenen Regionen aufgehalten haben, kann ich leider keineswegs Entwarnung geben. Es ist noch schlimmer als bei uns! Trainerhosen scheinen auf dem Balkan wirklich so etwas wie eine Tracht zu sein.

Anstelle einer ausgebeulte Trainerhose, die sich alle Mitlesenden mit Sicherheit bestens vorstellen können, veröffentliche ich hier lieber ein Blümlein der sagenhaft schönen Frühlings-Flora, die wir in den vergangenen sechs Tagen angetroffen haben.

PS: Diesen Beitrag habe ich hoch über den Wolken geschrieben. Bin soeben gelandet (Zürich, 12.5.19, 09.51).

Montenegrinische Berge!

Berge. Es gibt viele davon. Auf der ganzen Welt. Mal etwas mehr, mal weniger hoch. Vergletschert, bewaldet, verbaut, unerreichbar.

Die Berge in Montenegro – oder Crna Gora, wie es die Einheimischen nennen – sind einsam und nur kaum erschlossen. Nur wenige Wanderwege durchziehen die Landschaft. Trifft man auf andere Wanderer, sind es fast ausschliesslich Ausländer. Wandern ist definitiv kein Volkssport in Montenegro.

Die gebirgige Land ist geprägt vom Karst und wirkt karg, fast öde.

Kein Wunder kopieren die Montenegriner unser Matterhorn.

Montenegrinische Berge?

Es gibt gleich zwei Sachen, die mir beim Anblick dieses Bilds ziemlich sauer aufgestossen sind.

a) dass man ein Glace in einem Gomfiglas versenkt.

b) die Marke „Cermat“ und insbesondere das Logo mit unserem weltbekannten Berg.

Nichts desto trotz: Es hat gescheckt nach der Wanderung.

Es wetter-äppt

Das Schönste an den unzähligen Wetter-Apps ist, dass man – vorausgesetzt man verfügt über die nötige Ausdauer – früher oder später einen Wetterbericht ausfindig macht, der einem das vorgaukelt, was man gerne hören würde.

Ob das dann mit der Realität übereinstimmt, sei dahingestellt.

Es darf sich hier Jeder und Jede selber ausmalen, ob unsere Wandergruppe heute trocken über die Runde gekommen ist.