Akustische Ablenkung

Man geht landläufig von der Meinung aus, dass unter der Dusche gesungen werde. Die Schreibende ist hiervon ausdrücklich ausgenommen! Unmusikalisch wie ich bin, werde ich das weder Anderen noch meinen eigenen Ohren antun.

Dabei hat es durchaus Vorteile, wenn man singt. Nicht unter, sondern vor der Dusche. Möglichst lautstark. Das jedenfalls hätte sich meine Freundin gewünscht, mit der ich jüngst wieder mal ein Hotelzimmer geteilt habe. Schon eine normale Türe zur Nasszelle ist weit davon entfernt, akustisch dicht zu sein. Eine Schiebetüre aus getöntem Glas dient da bestenfalls als Sichtschutz. Sie mag wohl stylisch sein, aber eben…

Meiner Freundin war es höchst peinlich, dass allerlei Körpergeräusche aus dem besagten Räumchen traten. Sie empfahl mir deshalb, lautstark zu singen. Oder doch wenigstens das Radio laufen zu lassen. Im gegenseitigen Einverständnis suchten wir einen netten Radiosender.

Was wir auf unserem Kurztrip ins Elsass im Kleinen praktizierten, wird auch im grossen Stil auf dieser Welt angewendet.  Doch leider lässt sich längst nicht jeder Furz mit lauter Musik übertönen.

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