Frühlingserwachen im Tessin

Unser strammes Frauen-Wandergrüppchen, das sich einmal im Monat trifft, war gestern im Tessin unterwegs.

Ich will hier nicht die Wanderung im Detail weitergeben, sondern meine Eindrücke, die da nämlich waren:

Der anfängliche Dunst über dem Lago di Lugano.

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Der tiefblaue Himmel.

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Ganz, ganz, ganz viele Krokusse in den dürren Wiesen und mitten im Wald.

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Ein von Märzenbechern übersäter Waldboden.

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Blausternchen als weitere Farbtupfer.

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Diese farbige Ansammlung irgendwelcher Wanzen.

Die blühenden Magnolienbäume vor dem Kurhaus Cademario.

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Und natürlich die heitere Runde, mit der ich unterwegs war.

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Immer wieder gerne, liebe Wanderfrauen!

Mutter Natur auf Abwegen (22)

Eine Ranunkel-Blüte tut in der Regel etwa so:

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Oder so. Auf jeden Fall schön. Ich mag diese Blumen sehr.

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Im Blumenstrauss, den ich mir letzthin kaufte, gab es zu meinem Entzücken einen siamesischen Zwilling.

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Von oben sieht das Doppelblümchen so aus. Aus dem richtigen Winkel betrachtet, erinnert es an ein Herz.

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Das finde ich grad überaus reizend.


Spätzünder

Das habe ich noch nie erlebt! In all den Jahren, und das dürften mittlerweile an die 15 sein, konnte sich mein schöner grosser Kaktus noch nie aufraffen, im Herbst erneut zu blühen.

Da es nun nicht mehr so warm ist und höchstens noch eine Stunde Sonnenlicht die Pflanze erreicht, dauerte es mehrere Wochen, bis sich aus den Knospen die prächtigen Blüten entwickelten. Ich bin gespannt, ob noch alle aufgehen.

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Wie jeweils im Mai sondert die Pflanze eine klebrig-süsse Flüssigkeit ab, die auf den Boden tropft. Das Tröpfchen ist unterhalb des Blütenstempels auszumachen. Anders als im Frühling sind jetzt keine Ameisen mehr zur Stelle, um sich daran gütlich zu tun.

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Frau Flohnmobil ist entzückt!

Mit vielen guten Ideen bewaffnet

Zügig schritt ich dem Weg entlang. Mein Ziel war klar, und ich steuerte ohne Umweg darauf zu. Meine Hand glitt in die rechte Hosentasche. Beruhigend. Es war noch da, mein Taschenmesser. Ich würde notfalls von ihm Gebrauch machen. Ohne jegliche Skrupel.

Zunächst schien alles wie immer zu sein. Doch dann traf ich auf die Spuren eines Gemetzels. Ich war also nicht die Erste. Doch wie lange mochte es her sein? Ein paar Tage, eine ganze Woche vielleicht.

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Ich liess mich nicht einschüchtern, schritt weiter. Und sank entmutigt zu Boden, um diesen ungeniessbaren Anblick zu fotografieren.

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Für einen Lichtblick sorgte ein paar Baumstümpfe später dieses Ensemble.

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Und als ich schon resigniert seufzen wollte, dass heute wohl Hopfen und Malz verloren sei, sah ich ihn.

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Er trat unverzüglich in Kontakt mit meinem Sackmesser. Leider sollte sich herausstellen, dass er nicht nur weit und breit der Einzige seiner Art war, sondern bereits zahlreiche Untermieter hatte.

So blieb mir nichts anderes übrig, als heute Morgen unverrichteter Dinge den Wald wieder zu verlassen. Die grosse Steinpilz-Schwemme, wie sie vor zwei Wochen geherrscht hatte, wird wohl kein zweites Mal kommen diesen Herbst. Ein Bisschen mehr Pilze hätte ich trotzdem erwartet. Wenn aber, wie in den vergangenen Tagen, von sämtlichen Medien berichtet wird, wie viele Pilze, namentlich Steinpilze, derzeit aus dem Boden schiessen, muss ich mich eigentlich nicht wundern, dass seit meinem letzten Besuch gründlich abgeräumt wurde.

Neues aus dem Lande der Elefanten

Höchste Zeit, an dieser Stelle wieder mal auf meinen “Zuchterfolg” aufmerksam zu machen.

Es wird sich hier kaum jemand mehr erinnern, aber im Hause Flohnmobil stand mal eine gaaanz grosse Pflanze, die drohte, durch die Decke zum oberen Nachbarn zu wachsen.

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Die Pflanze, umgangssprachlich “Elefantenfuss” genannt, wurde kurzerhand geköpft. Man harrte fortan der Dinge die da wachsen mögen. Und das taten sie auch.

Nachzulesen ist Teil eins der brutalen Geschichte HIER.

Ein halbes Jahr später zog ich HIER vorsichtig Zwischenbilanz.

Seither sind zwei Sommer ins Land gezogen. Das höchst Erfreuliche an der seinerzeitigen Baumfäll-Aktion: Die Pflanze macht weiterhin uneingeschränkt Freude. Nach einer weiteren Freiluft-Saison sieht sie so aus:

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Demnächst steht meinem Elefantenfuss wieder der Umzug ins warme Wohnzimmer bevor. Ich bin mehr als zuversichtlich, dass wir es noch lange unter dem gleichen Dach aushalten werden.

Wie tönen Hormone?

Ich hatte das komische Geräusch mehrmals gehört, konnte es aber nicht zuordnen. Erst dank einem Input aus unserer Wandergruppe wurde mir bewusst: Das waren Brunftschreie von Hirschen. Mitten in der Nacht waren sie zu hören. Und auch tagsüber vernahmen wir sie gelegentlich.

Nie jedoch hatten wir so ein Vieh zu Gesicht bekommen. Bis gestern. Da dröhnte und rohrte es aus dem grasigen Hang zu uns rüber. Die Hirsche waren von blossem Auge auszumachen und wir von Aufregung ergriffen. So etwas sieht man nicht alle Tage! Mindestens zehn Stück waren es.

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Im Verlauf der Wanderung hörten wir diese Brunftschreie noch mehrmals. Im Abstieg von der Wanderung versuchten wir, uns den Tieren vorsichtig zu nähern. Das gelang uns auch bis auf etwa fünfzig Meter. Doch dann war Ende Feuer. Für ein Bild reichte es nicht. Aber dies hier ist auch ein Stück Hirsch:

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Zeit für den Herbst

An einem der letzten offiziellen Sommertage dieses Jahres erblickte ich diese Wiese, in der es vor Herbstzeitlosen regelrecht wimmelte.

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Nun kann man zu diesem Blüemli eine durchaus zwiespältige Beziehung haben.  Einerseits stimmt sein Anblick wehmütig, weil es unweigerlich das Ende des Sommers einläutet. Andererseits sind Herbstzeitlosen stark giftig. Für Mensch und Tier.

Mir jedoch hat in der damaligen Hochstimmung schlicht und einfach der Anblick gefallen. Denn wie heisst es doch so treffend:

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

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Und schliesslich esse ich längst nicht alles, was ich schön finde.

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Selbstgespräch im Wald

“Wenn es schon keine essbaren Pilze im Wald hat, Bea, könntest du ja wieder mal ein paar Pilz-Fötteli verbloggen.” Ich sprach es laut aus, griff zur Kamera und begann, das Wenige, das da wuchs, zu fotografieren.

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Dann stellte sich mir doch noch ein essbarer Pilz in den Weg.

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Und in der Folge hob ich ein ganzes Nest an Flockenstieligen Hexenröhrlingen aus.

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“Dein Nachtessen ist mehr als gesichert”, ermunterte ich mich, als ich die ersten 750 Gramm Pilze dieser Saison aus dem Wald trug.