Gartenprojekte (2)

Pflanzen, die über mehrere Wochen aneinander sich selber überlassen sind, müssen robust und pflegeleicht sein. Alles andere geht ein, verkümmert, wird von den Vögeln ausgegraben oder von den Schnecken gefressen.

Ich dachte eigentlich, dass ein Thymian, mit dem die Natur in seiner Heimat auch nicht gerade zimperlich umgeht, über die nötigen Eigenschaften verfügen sollte, um sich selbst überlassen zu werden. Also hoben wir ein Pflanzloch aus, jäteten drum herum, gaben etwas frische Erde hinzu und buddelten das Gewürzkraut an einem sonnigen, eher trockenen Plätzchen ein.

Einen knappen Monat später…

…. war – wie schon bei den Kürbissen – nur noch das Pflanzengerippe zu sehen.

Ich begann mich zu fragen, ob in diesem Garten wirklich nur Berufskraut gedeiht.

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Wir liessen uns nicht entmutigen, kauften mitten im Sommer nochmals ein Thymian-Pflänzchen, rupften das alte, dörre Gewächs aus, redeten dem Neuen gut zu und hofften, dass es gut anwachse. Was es tatsächlich auch tat. Aber wir müssen es gut im Auge behalten, sonst wird es vom Gras überwachsen. Und somit besteht die latente Gefahr, dass er liebe Bergler es übersieht, wenn er mit dem Rasenmäher durch die Gegend eilt.

Die Pilz-Armee

Schopftintlinge sichtet man relativ häufig. Und relativ häufig haben sie ihre besten Zeiten schon hinter sich (was je nach Temperatur ziemlich rassig gehen kann).

Diese stattliche Ansammlung nahezu gleich grosser Pilze hat mich in Entzücken versetzt. Ich wollte euch die kleine Pilz-Armee am Wegesrand nicht vorenthalten.

Hübsch, gäll?

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Suchtpotential

Die Wälder um meinen Wohnort, sie bergen derzeit ein gewaltiges Suchtpotential. Ich gebe es zu, ich bin ihnen total verfallen, möchte am liebsten tagtäglich in ihnen umherstreifen. Auf der Suche nach Pilzen.

Momentan ist die Vielfalt an Pilzen kaum mehr zu übertreffen. Das macht gelegentliche “Mini-Ernten”  oder gar Null-Runden allemal wieder wett.

Schon nach wenigen Schritten traf ich gestern in einer Kuhweide diese frisch geschlüpften Riesen-Schirmlinge an, die ich aus der Ferne für Wiesen-Champignons hielt.

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Weiter ging der Pilzgang. Schnurstracks in den Wald. Zu sehen gab es auffällig Farbige (amethystfarbener Lacktrichterling)

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Hexenringe noch und nöcher

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Ungeniessbare

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Versteckte

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Unbekannte

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Auffällige

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Kleine Pilzsträusse

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Blendend Weisse (Waldchampignons bzw. Flaschenbovist)

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Grosse (Riesen-Schirmlinge)

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Solche mit “Jöööö-Effekt”

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Als Vogel getarnte (Habichts-Pilz)

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In Entzücken versetzende (Schweinsohr)

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Eigenartige (gewimperter Erdstern)

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Nicht ganz unerwartet fand ich auch Steinpilze und fünf weitere Röhrlings-Sorten. Sie landeten – im Gegensatz zu zu den meisten oben abgebildeten Pilzen – in meinem Pilzsack. Und von Steinpilzen muss ich nun wirklich keine Fotos machen, sie wurden schon zur Genüge in diesem Blog gehuldigt.

Zu Besuch bei Aschenputtel

Ich wusste, dass es sie gibt.
Ich wusste, wie sie aussehen.
Ich wusste, dass sie dort wachsen.
Aber ich war noch nie dort.

Bis gestern. Da unternahmen wir eine Wanderung im Gebiet des Goldauer Bergsturzes und sahen sie. Noch nicht sehr zahlreich. Aber dank offenen Augen auszumachen. In allen Stadien von erst Kraut über geschlossene bis zu voll offene Blüten.

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Einfach wunderschön, diese Fraueschüeli!

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Und wie immer, wenn ich irgendwo bin, wo sich etwas Bedeutendes ereignet hat, beginne ich mich dafür zu interesssieren. Deshalb hier noch der LINK zum Goldauer Bergsturz vom 2. September 1806, dem wir diese Blütenpracht zu verdanken haben.

Und eine Wanderung (entspricht nicht dem, was wir gemacht haben), auf der man jetzt die Fraueschüeli antrifft.

Frühlingserwachen im Tessin

Unser strammes Frauen-Wandergrüppchen, das sich einmal im Monat trifft, war gestern im Tessin unterwegs.

Ich will hier nicht die Wanderung im Detail weitergeben, sondern meine Eindrücke, die da nämlich waren:

Der anfängliche Dunst über dem Lago di Lugano.

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Der tiefblaue Himmel.

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Ganz, ganz, ganz viele Krokusse in den dürren Wiesen und mitten im Wald.

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Ein von Märzenbechern übersäter Waldboden.

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Blausternchen als weitere Farbtupfer.

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Diese farbige Ansammlung irgendwelcher Wanzen.

Die blühenden Magnolienbäume vor dem Kurhaus Cademario.

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Und natürlich die heitere Runde, mit der ich unterwegs war.

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Immer wieder gerne, liebe Wanderfrauen!

Mutter Natur auf Abwegen (22)

Eine Ranunkel-Blüte tut in der Regel etwa so:

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Oder so. Auf jeden Fall schön. Ich mag diese Blumen sehr.

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Im Blumenstrauss, den ich mir letzthin kaufte, gab es zu meinem Entzücken einen siamesischen Zwilling.

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Von oben sieht das Doppelblümchen so aus. Aus dem richtigen Winkel betrachtet, erinnert es an ein Herz.

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Das finde ich grad überaus reizend.