Man nennt es Winter

Auch wenn die vergangenen Tage aussergewöhnlich warm waren, es ist immer noch Winter. Und dazu gehört mitunter etwas Schnee.

Das mussten auch wir im Südtirol erfahren, wo es in den höheren Lagen seit gestern rund 30 cm geschneit hat.

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Aber ohne Schnee keinen Schneemann. Und auch keine frisch verschneiten Bäume.

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Ganz zu schweigen vom Pulverschnee auf der Piste, der mir immer sympathischer bleiben wird, als jede einzelne “Flocke” aus der Schneekanone.

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Und der Aha-Effekt, wenn es dann im Verlauf des Tages doch noch etwas auftut, bliebe auch gänzlich aus.

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Ins Skigebiet am Kronplatz muss ich unbedingt nochmals hin. Alleine schon der verpassten Aussicht wegen.

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Seit heute: 50

Es ist ein Komischer. Dieser Winter. An Weihnachten gar kein Schnee und milde Temperaturen. Erste und ernsthafte Frühlingsgefühle. Hoteliers und Bergbahn-Verantwortliche am verzweifeln. Über Wochen hinweg kein ernsthafter Niederschlag, zum schneien ohnehin viel zu warm. Der ganze Februar – die Hauptsaison hierzulande – geprägt von sehr launischem Wetter. Immer noch so gut wie kein Schnee. Oder zumindest viel zu wenig, um Hoteliers und Bergbahn-Verantwortliche glücklich zu machen.

Und dann das: 60 cm Schnee innert 36 Stunden. Völlig irr. Verkehrschaos. Dick eingeschneite Autos. Frohlockende Hoteliers und Bergbahn-Verantwortliche (aber erst, als das eigene Auto wieder aus den Schneemassen freigeschaufelt war).

Zwei Tage nach dem Schneechaos: Mein innig geliebter Mitbewohner und ich schlagen zu. Endlich Schnee! Was für Traumpisten! Und weil der Winter – zumindest auf dem Kalender – so weit fortgeschritten ist, gilt ab sofort:

Sonnenschutz-Faktor 50.

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Haltung wahren!

Der heutige Tag war wohl das, was man gemeinhin als “traumhaften Wintertag” bezeichnet.

  • 25 cm Neuschnee (wir hätten auch mehr genommen)
  • praktisch windstill (wo wir doch endlich sturmerprobt wären)
  • blauer Himmel (daran könnte ich mich gewöhnen)
  • Temperaturen, die einen nicht schlottern lassen, aber dennoch kalt genug sind, dass der Schnee pulvrig bleibt

Was will man mehr, könnte man sich fragen. Nun, ich habe eine Antwort parat: Ich möchte nicht mehr, sondern weniger. Weniger Leute. Heute schien alles unterwegs zu sein, was im Keller zwei gleich lange Latten entstauben konnte.

Zum Glück fanden mein innig geliebter Mitbewohner und ich einige Pisten, die dem gemeinen Volke irgendwie entgangen oder zu anspruchsvoll waren. Dies gilt allerdings nicht für die Skifahrer-Autobahn auf dem Bild unten, denn diese Piste stellt eine der Verbindungen zwischen dem Skigebiet von Ischgl und Samnaun dar und ist entsprechend viel befahren.

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Wie befürchtet hat der Neuschnee den Schneeskulpturen zugesetzt. Ich wollte eigentlich noch die verbleibenden Kunstwerke fotografieren, doch waren sie teilweise schon ziemlich unkenntlich. Einzig mein Favorit, der Mann mit der grossen Nase und dem Mikrofon, hat dank seinem Hut Haltung bewahrt.

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Wen’s interessiert, es gibt ein Video über die Entstehung der Schnee-Skulpturen. Natürlich viel anschaulicher als meine Ausführungen.

Schneeflöckli hoch x

Das Bild mit der unansehnlich braunen Skipiste im gestrigen Blogbeitrag – übrigens aufgenommen vor drei Tagen – gehört der Vergangenheit an. Gut zwanzig Zentimeter hat es in der Zwischenzeit geschneit. Weitere Schneefälle sind angekündigt. Vielleicht wird es dieses Jahr doch noch Winter.

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Das Bild stammt von heute Morgen. Einen halben Tag später hatte sich der Neuschnee schon wieder sehr, sehr gut mit der braunen Katastrophe darunter vermischt.