Minenfeld Küche

Wer schon mal in einer fremden Küche gewirkt hat, der weiss, dass das Kochen schnell zur Nebensache verkommt. In erster Linie ist man nämlich am Suchen. Wo ist der Sparschäler? Gibt es einen Deckel zu diesem Topf? Waaas, kein frischer Muskat in der Gewürz-Schatulle?

Ich weiss, wovon ich rede. In meiner “Karriere” als Housesitter betätigte ich mich über Wochen hinweg in fremden Küchen. Notabene ohne die Eigentümer fragen zu können, was wo ist. Aber selbst wenn die Besitzer anwesend sind, ist kochen in fremden Küchen kein Selbstläufer. Auch nach mehreren Ma(h)len nicht.

Das schlimmste Minenfeld in einer Küche, das zeigt die jüngste Erfahrung, offenbart sich erst nach dem Essen. Dann nämlich, wenn man – versucht! – den Geschirrspüler einzuräumen. Da gibt es praktisch nichts, das man richtig machen kann. Wehe dem Teller, der sich erdreist, im falschen Gitter des Spülvorgangs zu harren!

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Was ist ein Bünzli?

Nach dem gestrigen Besuch der Messe Heimatland im Lenzburger Stapferhaus (besten Dank an Hausfrau Hanna für die Empfehlung, die wir postwendend umgesetzt haben) beschäftigte unser Grüppchen die Frage, was denn ein Bünzli überhaupt sei.

In angeregter Diskussion kristallisierte sich bald heraus, dass ein Bünzli nicht mit einem einzigen Wort umschrieben werden kann. Die deutsche Übersetzung dürfte übrigens Spiessbürger sein. Ist man denn schon ein Bünzli, wenn man seine Zeitungen so bündelt, das nirgendswo etwas raus schaut? Oder reicht zum Bünzli sein eine allmorgendlich glattgestrichene Bettdecke?

Bezeichnenderweise kennt das Schweizerdeutsch keine weibliche Form von Bünzli. Auch wenn es vielleicht die eine oder andere Bünzlin gibt, die ihre Unterwäsche so an der Wäscheleine aufhängt, dass sie hinter grösseren Textilien verborgen ist.

Die Grenzen zwischen Ordnung und Bünzlitum schienen uns fliessend. Ich zum Beispiel kann es nicht ausstehen, wenn man eine Schranktüre offen stehen lässt. Bin ich deshalb bünzlig? Oder bin ich bünzlig, weil ich zur Generation gehöre, die die Schuhe ordentlich bindet und keine teuer bezahlten Löcher in den Jeans habe?

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Wir kamen zu keinem Schluss. Dafür ich auf die Idee, die Frage mal hier übers Flohnmobil zu lancieren:

W a s   i s t   i n   e u r e n   A u g e n   e i n   B ü n z l i ?

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Wenn ihr eurer Bünzli-Potential testen wollt, habe ich HIER einen sehr aufschlussreichen Test gefunden.

Und falls ihr die in wenigen Tagen zu Ende gehende Ausstellung Heimatland noch besuchen wollt, klickt ihr HIER.