Die Ballenberg-Wanderung

Als uns das Postauto beim Altersheim in Kühlewil ausspuckt (hier möchten wir aller Beschaulichkeit zum Trotz aus verschiedenen Gründen nicht leben), ist es ganz schön frisch. Wer hat, zieht Mütze und Handschuhe an.

IMG_6135

Mit dem leichten Nebel verbreitet sich eine mystische Stimmung.

IMG_6136

P1150042IMG_6138

Als zum ersten Mal der Blick auf die Berner Alpen frei wird, entfährt wohl Jedem von uns ein “boah!”.

IMG_6139

Wir wandern durch die beschauliche Landschaft und erfreuen uns an den zahlreichen schönen Anblicken, die die Natur für uns bereit hält.

IMG_6142

Aber nicht nur, denn auch der Mensch hat hier seit Jahrhunderten Hand angelegt und entstanden sind prächtige Gehöfte, die für die Gegend so typisch sind.

P1150123

Ganz besonders erfreut uns der Anblick derartiger Gebäude. Wer würde sich angesichts dieses Stöcklis nicht gleich ins Freilichtmuseum Ballenberg versetzt fühlen?

IMG_6148IMG_6153

Das überwältigende Panorama rückt immer näher und der Himmel hält so manche Überraschung für uns bereit.

IMG_6151IMG_6154IMG_6157

Allerdings ist auch der Weg nicht gänzlich überraschungsfrei. Wegen eines Felssturzes wird der Original Gürbetaler Höhenweg grossräumig umgeleitet. Die Alternative führt etwas weniger attraktiv und und heute reichlich matschig durch den Wald.

IMG_6156

Unverhofft stossen wir auf ein Restaurant und entschliessen uns spontan, dort etwas Kleines zu essen.

P1150151

Der Weg führt buchstäblich von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt.

IMG_6158IMG_6162

Eine Holunder-Plantage? Haben wir noch nie gesehen. Aber wer hat’s erfunden…?

IMG_6163

Wir nehmen hier zwar nur den Schrott zur Kenntnis, nicht aber Platz, finden dennoch die Idee ganz sympathisch.

IMG_6165

Wir nähern uns unserem Ziel in Riggisberg.

IMG_6168

Dort steht die Kirche nicht im Dorf, sondern erhaben darüber.

IMG_6169

Und der Beck hat nicht nur eine sonnige Terrasse, sondern auch leckere Sachen, die uns die Wartezeit aufs Postauto in angenehmster Weise verkürzen.

P1150197

Mein Dank gebührt Beat, der einen lange gehegten Wandertraum von mir umgesetzt hat und allen Mitwanderern für die tolle Kameradschaft.

Weitere Infos und Fotos zum (nicht ganz im Original gewanderten) Gürbetaler Höhenweg gibt es HIER.

Karte


Tunnel-Wanderung mit Panorama-Blick

Ausschlafen und wandern – das ist eine eher seltene Kombination. Gestern ward sie dank kurzer Anreise wahr.

In der Badener Altstadt schreiten wir die Marktstände ab. Es frühlingt allenthalben!

IMG_5908IMG_5909

Nach wenigen hundert Metern lassen wir die Stadt hinter uns. Soooo viele Wegweiser!

IMG_5911

Der Weg durch den Tüfels-Chäller fasziniert mich. So also sieht ein Wald aus, der seit 1999 nicht mehr bewirtschaftet wird.

IMG_5913IMG_5914IMG_5916IMG_5917IMG_5921

Immer wieder ein besonderer Anblick: der erste Seidelbast des Jahres.

IMG_5919

Lungenkraut – der violette Zwilling des Schlüsselblüemlis – habe ich schon mehrere Jahre nicht mehr angetroffen. Gemäss Kurt nennt man den Frühlingsboten in der Ostschweiz “Schlotterhose”.

IMG_5920

Die intensiven Niederschläge der vergangenen beiden Tage haben ihre Spuren hinterlassen. Im Grossen Ganzen aber ist der Weg erstaunlich trocken.

IMG_5924

Dass wir auf unserem Weg gleich über mehrere Tunnels schreiten – die drei Röhren des Bareggs und den Heitersberg-Eisenbahntunnel – merken wir natürlich nicht. Hier der Blick über die Lägern.

IMG_5926

Auf der anderen Seite des Högerlis empfängt uns nicht nur ein giftiger Wind,

IMG_5927

sondern vor allem ein fantastisches Panorama über die Alpen.

IMG_5928

Die Suche nach dem optimalen Mittags-Plätzli gestaltet sich etwas schwierig, scheint doch die Sonne aus der gleichen Richtung wie der Wind pfeift.

IMG_5932

Wenn die Temperaturen so hoch bleiben, wird diese Wiese wohl bald goldgelb vor lauter Löwenzahn sein.

IMG_5933

Nur wenige Fahrstrassen queren den Heitersberg. Wir sind praktisch unbehelligt vom Verkehr.

IMG_5934P1140279

Wieder was dazugelernt: Die Aargauer haben auch einen Egelsee. Im Sommer vermutlich ein stark beanspruchtes Naherholungsgebiet.

IMG_5938IMG_5941IMG_5942P1140298

Der Üetliberg für einmal aus anderer Perspektive.

IMG_5944

Unseren Kafi-Gelüsten können wir in der sympathischen Selbstbedienungs-Cafeteria des Behindertenheims Morgenstern nachkommen.

IMG_5946IMG_5947

Ein Wanderer erzählt uns von den vielen Blausternen, die wie ein Teppich oben am Heitersberg vorkommen müssen. Da wir den Weg über den Egelsee statt über den Grat gewählt haben, haben wir sie verpasst. Oder doch nicht? Unterhalb der Cafeteria entdecken wir auch ein Wäldchen, wo es hüben wie drüben blaut.

IMG_5948

Unsere Wanderung endet an der Station Widen Heinrüti der Dietikon-Bremgarten-Bahn.

IMG_5950

Dort stehen auch die einzigen Miezen, die wir den ganzen Tag antreffen.

IMG_5951

Vielen Dank an Beat für diese Wanderung; es war genau passend für diesen Frühlingstag.

Weitere Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

Karte

Wanderung mit F1-Flair

Die Wanderung im Tessin beginnt sehr untypisch mit einem Kaffee. Wir warten noch auf zwei Kolleginnen – notabene diejenigen, die am wenigsten  weit haben.

IMG_5864

Es bleibt genügend Zeit, den in voller Blüte stehenden Kamelienbaum im nahen Garten zu bewundern.

IMG_5861

Der Wanderweg windet sich fantasievoll unter der Autobahn durch und knackt die Lärmschutz-Wand.

P1130862

Diverse Magnolienbäume geben ihr Bestes, um uns zu beeindrucken.

IMG_5868

Ausserhalb von Rivera steigt die Strasse im noch kahlen Kastanienwald steil an, bevor wir auf die erste Alp kommen und den Rundblick geniessen können.

IMG_5871IMG_5873IMG_5874IMG_5875

Einmal mehr prächtiges Wanderwetter. Unter uns die Industriegebiete und Vororte Luganos mit der Geräuschkulisse der Autobahn.

P1130898

Der Weg ist sehr abwechslungsreich, überquert so manche Rinne, ist ziemlich schmal. Trittsicherheit von Vorteil!

IMG_5883IMG_5885IMG_5887

Was so ein alter knorriger Kastanien-Stamm nicht alles hergibt.

IMG_5890

Immer wieder treffen wir verfallene, aber auch intakte Rustici an.

IMG_5891

Munteres Posieren für den Fotografen. “Gaht  de Beat jetzt wieter oder suecht er immer no die best Position zum abdrucke?”

P1130960

Der schmale Weg durch den unter der Woche gesperrten Abschnitt zwischen Tassera und Toricella wird nochmals kurz abenteuerlich. Er windet sich stets dem Hang entlang, ohne gross Höhenmeter zu machen. Die Geräuschkulisse der Autobahn blendet man besser aus, dort unten scheinen die Einen auch den Frühling zu spüren. 

IMG_5899P1130985

Was bleibt, ist der Eindruck der prächtigen blühenden Bäume im Tessin, das schöne Wetter, die Aussicht auf verzuckerte und andere Berge.

IMG_5906

Vielen Dank an Beat für die Idee und Durchführung dieser Wanderung und allen neuen und altbekannten Mitwanderern für die nette Begleitung. Jederzeit gerne wieder!

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

Karte

Darf es eine Mehr- oder Weniger-Schnee-Wanderung sein?

Noch auf der Anreise Richtung Thunersee war nicht ganz klar, wohin die Wanderung führen würde. Das schöne Wetter, das den Blick vom Zug aus aufs Niederhorn ohne jegliches Nebelchen Preis gab, überzeugte unseren Wanderleiter Beat jedoch augenblicklich.

Wir verlassen das Postauto bei Beatenberg-Waldegg und montieren nach den ersten rutschigen Schritten unsere Schuhspikes. Für Frau Flohnmobil, ausgerüstet mit einem “Stadt-Modell”, eine gänzlich neue Erfahrung.

IMG_5718

Zugegeben, auf derart besonnten Wegen hätte es nicht dringend der Spikes bedürft. Allerdings erweisen sie sich auch nicht als hinderlich.

IMG_5719
IMG_5721

Den ganzen Tag werden wir von diesem bombastischen Panorama über die Berner Alpen regelrecht verfolgt.

IMG_5724

Der Weg ist angenehm zu begehen. Schneeschuhe wären überflüssig.

IMG_5728

Der “Hundschopf”, die einzige etwas längere steile Passage.

P1130509

Kurz vor dem Gipfel lassen wir uns nicht zweimal bitten, hier Platz zu nehmen.

P1130538

Das 1’950 m hohe Niederhorn ist mit seinem Sendemast sicher keine Augenweide. Aber ein Aussichtspunkt erster Güteklasse.

IMG_5732

Und ausserdem bequem ab Beatenberg mit diesem ulkigen Bähnli zu erreichen.

IMG_5738

Weil bis anhin alles so flott gelaufen ist, nehmen wir den Abstieg unter die Füsse und lassen das Bähnli links liegen. Eine Entscheidung, die niemand bereuen wird.

IMG_5740

Die verschiedenen Wege bzw. Pisten für Schlittler, Wanderer und Skifahrer sind gut getrennt. Man kommt sich nicht in die Quere.

IMG_5741

Der Schlittelweg scheint beleuchtet zu sein. Es erschliesst sich uns jedoch nicht, wie diese Beleuchtung funktioniert. Da wird doch nicht jeden Abend einer bei allen gut 80 Pfünzeli den Schalter umwerfen?

IMG_5747

Beim Anblick dieses Skilifts fühle ich mich grad wieder jung…

IMG_5748

Immer wieder der Blick über den Thunersee. In den unteren Luftschichten ist die Luft etwas feuchter geworden.

IMG_5752

Unten in Beatenberg erwischen wir mit einer Präzision, die wir gewollt nie hätten erreichen können, die Standseilbahn runter in die Beatenbucht. Dort gönnen wir uns einen Kaffeestop, bevor wir mit dem Bus nach Thun fahren.

IMG_5757

Die Wartezeit auf dem Perron verkürzt uns dieser Pianist. Unserer Aufforderung, Louenesee zu spielen, kommt er leider nicht nach. Unser Sing-Gegröle wär ihm gewiss gewesen!

IMG_5758

Eine perfekte Schneewanderung! Von Winter kann man momentan nicht mehr sprechen, erinnert die Schneekonsistenz doch eindeutig mehr an Frühling.

Herzlichen Dank an Beat für diese super Wanderung und allen Mitwanderern für die wertvolle Kameradschaft.

Mehr Bilder und Infos zur Wanderung gibt es HIER.

Karte

Schneeschuh Tour mit persönlichem Touch

Lange Zeit hatte ich nicht viel Positives für diese Sportart übrig. Als ehemalige Skitouren-Fahrerin erschien mir der Gedanke, im Winter auf einen Berg rauf und wieder runter zu laufen mehr als nur ein wenig öd. Die Schneeverhältnisse konnten gar nie so grässlich sein, dass ich es je bevorzugt hätte, NICHT mit den Skiern runter zu fahren.

Aber man lernt bekanntlich dazu. Und wird nicht nur älter, sondern mitunter auch weiser. Und so bin ich jüngst zur Erkenntnis gelangt, dass mir – mit der entsprechenden Begleitung – Schneeschuhtouren durchaus auch Spass machen. Man könnte sogar sagen, dass es mir etwas den Ärmel reingezogen hat.

IMG_5617

Heute auf  dem Weg zum Regelstein.

IMG_5622IMG_5626

Wer kann schon von sich behaupten, eine Schneeschuh-Tour mit eigenem Bänkli zu haben?

IMG_5620

Auf dem alpinen Rummelplatz

“Der Kronplatz ist unser High-Tech-Berg.” Aus der Stimme unseres Skiguides, der vorne im Bus sass, konnte ich nicht erkennen, ob mehr Bewunderung oder Abscheu mitschwang.

Es folgten weitere Infos. “Der Kronplatz ist von vier Seiten her erschlossen. 32 Lifte führen hinauf, über 100 Pistenkilometer erwarten den Skifahrer. Die Lifte haben eine Beförderungskapazität von 71’000 Personen pro Stunde. An Spitzentagen tummeln sich hier über 25’000 Wintersportler.”

Das fuhr ein. 25’000 Wintersportler! Und ich Eine davon? Nie und nimmer! Nun kann man mit Fug und Recht behaupten, dass sich selbst eine derartige Menschenmenge über ein so grosses Skigebiet gut verteilt. Dennoch bin ich ganz froh, dass es wesentlich weniger Skifahrer gewesen sein dürften, die heute den angeblich beliebtesten Skiberg Südtirols heim suchten.

Der Superlative aber noch nicht genug. Einhundert Prozent der Pisten sind technisch beschneibar. Und wenn die Verhältnisse stimmen, braucht es lediglich 6 Tage, bis der High-Tech-Berg für den Wintersport bereit ist.

Was für ein alpiner Rummelplatz! Für mich übrigens ganz klar nicht der Favorit im Gebiet.

IMG_5605IMG_5606IMG_5609

Aber im Gegensatz zum vorigen Jahr, als die Sicht den grösseren Teil des Tages nahe bei Null war, haben wir diesmal ganz ordentlich etwas vom überwältigenden Panorama mitbekommen.

IMG_5599IMG_5603IMG_5610

Uuu ghoga ghalt

Das waren die Worte des Mannes hinter der Glasscheibe, als ich meinen Skipass löste.

Tatsächlich, es war schweinekalt heute Morgen. Minus 10 Grad morgens um Neun. Immerhin windstill und vor allem:

20190122_112804

Und genauso stahlblau blieb es auch den ganzen Tag.

Wohl sind die Skipisten in Brigels sehr breit, aber auf den Liftanlagen ist man den Elementen ausgesetzt. Wenn ihr da keinen Zusammenhang erkennen könnt, habe ich vollstes Verständnis. Für mich bedeutet es einfach: Auf dem Sessellift schlottern und dann auf den breiten Pisten runterdonnern. Keine Chance, warm zu werden. Da half nur ein halbstündiger Aufenthalt im neu umgebauten Restaurant Burleun.

20190122_103331

20190122_104051

Schön war es aber trotzdem, denn ich weiss durchaus um mein Privileg, bei solchen Verhältnissen unter der Woche Skifahren zu dürfen.

Am wärmsten (ums Herz) wurde mir beim Betrachten des überwältigenden Panoramas. Dies nicht nur in Anbetracht der majestätischen Berge, sondern weil die Sonne auch auf 2’400 m tatsächlich zu wärmen vermochte – so man denn gewillt war, bockstill zu verharren und mit klammen Fingern und sich schnell leerendem Handy-Akku die Peak-Finder-App zu aktivieren.

Ansonsten war es eben wirklich einfach nur uuu ghoga ghalt.

1548171228189

Auf einem der vielen roten Hörner

Es gibt Rothörner, die kann man bequem mit der Bahn erreichen. Das Brienzer Rothorn (2’350 m) beispielsweise. Ebenso das Parpaner Rothorn (2’899 m). Dann gibt es das Zinal Rothorn (4’221 m), das ich vor wenigen Tagen in natura, wenn auch nur aus der Ferne, sah. Und dann gibt es Rothörner, von denen weiss ich nichts. Gestern habe ich so einen roten Hoger bestiegen, von dem ich bis vor kurzem noch nicht mal wusste, dass es ihn gibt.

In Sigriswil ist erst Zwischenstation. Noch wartet eine weitere kurze Postauto-Fahrt, bevor wir den Gipfelsturm aufs Sigriswiler Rothorn (2’051 m) in Angriff nehmen können.

IMG_4100

Der grösste Teil des Anstiegs liegt der Weg im Schatten. Wir sehen den ganzen Sigriswiler Grat, doch wo führt der Weg durch? Welches ist der Gipfel?

IMG_4102IMG_4105

Blick über den unteren Thunersee. Mit Niesen und Stockhorn sehen wir grad zwei Gipfel, auf denen wir innerhalb der letzten 12 Monate waren. Und weiter hinten waren wir dieses Jahr auch mehrmals.

IMG_4106IMG_4107

Das gesamte Mittelland liegt unter einer Nebeldecke.

IMG_4109

Wir kämpfen uns im steilen Gelände bergan.

IMG_4120IMG_4122

Die Landesverteidigung war schon vor uns zur Stelle.

IMG_4115

Wow, solche Wege mag ich!

IMG_4126IMG_4130

Endlich an der Sonne!

IMG_4135IMG_4137

Föhnwalze über dem Berner Oberland. Sie ist uns den ganzen Tag erhalten geblieben.

IMG_4139

Der weitere Wegverlauf ist ganz nach meinem Geschmack.

IMG_4138IMG_4141IMG_4142

Was für ein umwerfend schönes Panorama!

IMG_4148

Die letzten Meter vor dem Gipfel.

IMG_4149IMG_4157

Dies ist der ultimative Beweis, dass man den Gipfel von Sigriswil aus nicht sehen kann, denn wir sehen den Ort vom Gipfel aus auch nicht.

IMG_4156

Der Gipfel-Gueni.

IMG_4153

Frau Flohnmobil übt mal wieder mit PeakFinder.

P1080082

Und das ist dabei rausgekommen:

peakfinder

Uns stehen 1’300 Höhenmeter Abstieg in unterschiedlich anspruchsvollem Gelände bevor.

IMG_4158 - KopieIMG_4160 - KopieIMG_4162 - Kopie

Ich hab sie erwischt: Die einzige Wolke am Himmel!!!

IMG_4165 - Kopie

Auf den letzten Metern runter nach Sigriswil.

IMG_4166 - Kopie

Eine prächtige Herbstwanderung! Vielen Dank, Barbara, für die tolle Idee und die Durchführung dieser Wanderung.

Etwas getrübt wird der Genuss auf dem Heimweg. Der Bus von Sigriswil nach Thun bleibt im Stau stecken (was wohl dem Normalfall entspricht), und wir verpassen den anvisierten Zug um mehr als 20 Minuten. Zusätzlich hat der Zug in Zürich einige Minuten Verspätung, sodass ich erneut fast eine halbe Stunde auf meine S-Bahn warten muss.

Mehr Fotos und Informationen zur Wanderung gibt es unter diesem Link.

Karte

Auf dem grössten Stein Italiens

Eine ganze Woche hatten wir in den Abruzzen verbracht. “Wir”, das sind ein Bergführer und vier Gäste. Was für ein Privileg, diesem hehren Kreise anzugehören!

IMG_3546

Jeden Tag wanderten wir auf einen der umliegenden Gipfel. Jeden Tag eine neue Aussicht (ich deutete das in diesem Beitrag an).

IMG_3552

Der absolute Höhepunkt erfolgte jedoch gestern mit der Besteigung des 2’912 m hohen Corno Grande, dem höchsten Gipfel der Abruzzen.

IMG_3668

In den vergangenen Tagen hatten wir jeweils keine Menschenseele angetroffen. Am Samstag war das ziemlich anders. Am Parkplatz am Ende der Strasse beim Campo Imperatore war um 8.30 Uhr schon Hochbetrieb. Es brauchte keinen Feldstecher, um die Karawanen auszumachen, die bergwärts zogen.

IMG_3670

Der Anfang des rund 2 1/2 stündigen Aufstiegs war noch eher von der harmlosen Sorte. Je näher wir dem felsigen Gipfelaufbau kamen, desto anspruchsvoller wurde das Gelände. Wer etwas damit anzufangen weiss: T4.

IMG_3677

Auf dem Gipfel mussten wir beinahe Platzkarten lösen.

IMG_3690

Der Abstieg erforderte nochmals volle Konzentration, zumal sich noch viele Gipfelstürmer im Aufstieg befanden. Teilweise mit haarsträubendem Schuhwerk!

IMG_3695IMG_3697

Das war der überaus gelungene Abschluss einer überaus gelungenen Wanderwoche. Die sieben Wandertage dürften sich zu über 7’000 Höhenmetern, gut 100 Kilometern und 150’000 Schritten summiert haben.

Frau Flohnmobil wird aus diversen Gründen in den nächsten paar Tagen keine Wanderschuhe schnüren. Überdruss ist keiner davon.