Helvetisches Scheissen

Gleich zu Beginn ein “Entschuldigung”. Es ist sonst nicht meine Art, hier mit Fäkalsprache um mich zu werfen. Aber der Anblick dieser luftigen Toilette entlockte mir eben genau diesen Begriff.

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Da kann mir wohl niemand widersprechen. Dieses luftige WC-Häuschen steht bei der Segantini-Hütte im Engadin auf 2’731 m und dürfte schon tausendfach fotografiert worden sein.

Passend zum Thema haben wir im Verlauf der Wanderung diese dekorierte Wanderweg-Markierung gefunden.

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Kein weiterer Kommentar.

Über Stock und Stein zum steinigen Stockhorn

Getreu unserem Motto “Lieber gemeinsam statt einsam wandern” sind wir heute nicht nur ein stattliches 9-köpfiges Grüppchen, sondern es hat auch sonst viele Leute unterwegs. Das Postauto verkehrt ab Thurnern im Doppelpack. Auf der Wasserscheidi beim Gurnigelpass geht die Völkerwanderung los.

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Vom Leiterlipass aus sehen wir in weiter Ferne unser Ziel.

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Ab hier hat es schlagartig weniger Leute.

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Wir arbeiten uns über den prächtig angelegten Panoramaweg vor.

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“Ui, das isch aber immer no wiet ewäg!”

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In den steilen Abhängen, wo keine Kühe gegrast haben, blühen wunderschöne Blumen.

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Was für ein Prachtsexemplar von einer Büschel-Glockenblume!

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Davor geht sogar Frau Flohnmobil in die Knie.

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Der Weg, so aussichtsreich er ist, hat auch seine garstigen Seiten. Von links her stechen Disteln, rechts muss man an den Brennnesseln vorbei zirkeln.

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Stillschweigendes Mampfen.

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Wir nähern uns dem Felsaufbau des Stockhorns.

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Es erinnert irgendwie an die Schwägalp mit dem Säntis.

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Aber das Panorama von der Baachegg aus belehrt uns eines Besseren.

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Noch fehlen fast 300 Höhenmeter.

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Geschafft! Ein Blick auf die Schuhe der Anwesenden offenbart schnell, dass die Meisten mit der Seilbahn hochgefahren sind.

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Blick hinunter zur Mittelstation. Zwei unserer Gruppe werden diesen Weg noch unter die Füsse nehmen, der Rest wählt die gelenkschonende Variante mit der Stockhornbahn.

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Die Attraktion ist die kleine Aussichtsplattform mit luftigem Blick nach unten.

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Auf der Website ist die Rede von “Nervenkitzel”. Mich kitzelt rein gar nichts. Ich kann dieser “Attraktion” nicht allzu viel abgewinnen. Immerhin kostet sie nicht noch extra.

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Aus der Ferne sieht das so aus.

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Genehmigen wir uns lieber nochmals einen Blick aufs umwerfende Panorama und die Richtung, in der wir in einer Woche unterwegs sein werden.

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Vielen Dank, Beat, für die Planung und Durchführung dieser fantastischen Wanderung.

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung finden sich HIER.

Karte

Auf dem Anti-Schisshasen-Panorama-Weg

Ein erfrischendes Lüftchen weht durch die Stille, die nur durch den wiederholten Ruf eines Kuckucks durchbrochen wird.  Ich stehe als Erste auf dem Rinderhorn. Dies hat für einmal weniger mit der Kondition denn mit dem Zeit Management zu tun.

Was für ein abartig herrliches Panorama mich da empfängt! Ich kann mich kaum satt sehen an all den Bergen. Schlagartig wird mir klar, dass es die richtige Entscheidung war, nach der zweitägigen Wanderung mit den Kollegen noch einen Tag anzuhängen.

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Der Panoramaweg ist gut ausgebaut und auch für Schisshasen zu begehen.

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Bei “Uf de Chessle” holt mich die Zivilisation ein.

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Der Vollständigkeit halber statte ich der Hornflue einen Besuch ab.

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Die Täfeli gehören zum Blumenpfad. Leider gilt auch hier: Schneller vergessen als gelesen.

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Ein Blick auf künftige Projekte in Richtung Sanetschpass.

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Schönried kommt in Sicht…

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…  und macht seinem Namen alle Ehre.

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Im Abstieg habe ich die Bergbahn verschmäht.

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Dies dürfte das letzte von rund 50 oder noch mehr Gätterli gewesen sein, die ich in den vergangenen drei Tagen durchstiegen habe. Es scheint sich hier um ein ausgesprochenes Berner Oberländer Modell zu handeln. Die Gätterli sahen ausnahmslos überall gleich aus.

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Blick zurück zum Horneggli.

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Bald schon kommt mein Zug und fährt mich die erste Etappe heimwärts. Nicht schlecht, so eine Fahrt im Panorama-Wagen der MOB.

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Nach mehreren Betriebsstörungen und Unterbrüchen bin ich doch noch rechtzeitig daheim, um mit meiner Freundin Lisbeth auf ihren Geburtstag anzustossen.

Die Route ist sehr anschaulich hier beschrieben.

Wanderpremiere

Es ist nicht so, dass ich immer nur hinterher watschle. Aber im Rahmen von “Wandern mit Freunden” habe ich noch nie eine Unternehmung organisiert und durchgeführt. Umso ambitionierter mein Ziel, gleich eine Zweitages-Wanderung ins Leben zu rufen. Diesem Ruf sind Clara, Georges und Beat gefolgt. Letzterer lediglich für den ersten Tag.

In Matten geht’s los und nach wenigen Metern durchs verschlafene Dorf steigt der Weg an. Es folgen etliche steile Meter durch teils hohes Gras. Ob wir hier Holzböcke sammeln?

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Der Blick zurück ins obere Simmental.

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Wir bestaunen die knorrigen Bergahorn-Bäume am Weg

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und wie der Enzian hier ins Kraut schiesst.

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Durch die Flanke links führt der Weg zur Grimmifurggi. Unten das Färmeltal.

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Dieser Steingarten macht seinem Namen alle Ehre.

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Auf der Grimmifurggi liegen nordseits noch letzte Schneereste, die wir überqueren müssen.

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Je nachdem, wie lange der Schnee schon weg ist, erblicken wir immer wieder neue Alpenblumen.

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Mit Krokussen hätten wir nicht mehr gerechnet.

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Die Blumenpracht ist so begeisternd und vielfältig, wir müssen immer wieder den Fotoapparat bzw. das Handy zücken.

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Während der letzten Stunde unserer Wanderung begleitet uns der Senggibach.

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Im altehrwürdigen Gasthof Tiermatti warten ein Bett und ein feines Nachtessen auf uns. Unsere Bemühungen, Beat umzustimmen und doch zu bleiben, verlaufen im Sand.

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Die erste Etappe hat uns knappe 6 Stunden beschäftigt.
16,5 km Streckenlänge, 1’146 m Anstieg, 1’030 m Abstieg.

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Am nächsten Morgen starten wir unter tiefblauem Himmel kurz nach 8.00 Uhr.

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Bald steigt der Weg an und es geht zügig obsi.

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Der Creux du Van des Diemtigtals. Einen Namen hat dieser hufeisenförmige Felskessel nicht.

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Blick zurück ins Diemtigtal.

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Auch hier gibt es wieder so manches Blümlein zu bestaunen am Wegesrand.

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Und nomal es Blueme-Fötteli.

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Und nomal eis.

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Mit „Seebergseeli“ haben sich die Namensgeber nicht weit aus dem Fenster gelehnt. Das Naturidyll ist wunderbar gelegen. Der ideale Ort für eine Pause.

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Die sympathische Alpwirtschaft Stiereberg. Kurz zuvor hat Clara noch eine Einlage als Cowgirl geboten.

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Auf der (dem?) Gubi haben wir mit 1’987 m den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht.

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Zweisimmen kommt schon von weitem in Sicht. Wir müssen rund 1’000 Höhenmeter auf meist recht angenehmen Wegen runter.

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Und unten im Dorf leisten wir uns alle eine Stange Panache. Zum Wohl – wir haben’s uns verdient!

Meine Einstieg als Wanderleiterin ist – zumindest aus meiner Sicht – geglückt. Das perfekte Sommer- und Wanderwetter veranlasst mich, noch einen Tag anzuhängen, während meine beiden Begleiter sich auf den Heimweg machen. Danke euch allen, dass ihr so mutig artig mitgekommen seid. Unter solchen Umständen werde ich gerne wieder mal eine (mehrtägige) Wanderung organisieren. Smile

Auch heute sind wir wieder knappe 6 Stunden gewandert. 16,2 km, 1’045 Aufstieg, 1’269 m Abstieg.

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Lieber tschumple als humple

Der Fürstensteig. Wer ihn noch nicht kennt, hat etwas verpasst. Dieser kühne Bergweg hoch über dem Rheintal durch die Westflanke des Alpspitz war Teil unserer gestrigen Wanderung.

Los geht’s, nachdem uns das giftgrüne Liechtensteiner Büssli bis nach Gaflei hochgekurvt hat.

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Der Weg verwandelt sich vom befahrbaren Strässchen zum Waldweg,

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bis es schliesslich zur Sache geht.

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Wovon der Einstieg vergleichsweise eine Autobahn ist, gemessen an dem, was noch folgt.

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Ein finsterer Geselle am Wegesrand.

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Es geht zünftig “s’Loch ab”. Die Talsohle liegt 1’300 m tiefer.

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Geschafft!

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Aber die Musik spielt weiter.

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Dem Chemi hat ein Unwetter vor wenigen Tagen zugesetzt.

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Es ist aber trotzdem gefahrenlos zu begehen. Ein Bergwanderweg bleibt immer noch ein Bergwanderweg. Und ein solcher setzt Trittsicherheit voraus. Kritisch ist es hier nirgends. Und die Instandsetzungs-Arbeiten haben von oben her bereits begonnen.

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Der Alpspitz ist mit 1’996 m der höchste Punkt unserer heutigen Wanderung.

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Der Blick in den Talkessel von Steg, wo auch unser Ziel liegt.

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Nochmals ein kurzer Aufstieg.

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Der obere

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und der untere der beiden Stauseen bei Steg.

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Hier hat man Enten und Gänsen ein eigenes Inselchen errichtet. Man beachte die Begrünung…

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Bei der Busstation “Hotel Steg” endet unsere Wanderung. Welches dieser der Strasse entlang aufgereihten Häuser das Hotel sein soll, bleibt uns ein Rätsel.

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Ich habe den Fürstensteig vor 6 Jahren schon einmal zusammen mit meinem Mann begangen. Ich war damals wie heute restlos begeistert von der kühnen Routenführung durch die nicht immer von bester Felsqualität geprägten Flanke.

Im Sinne meines immer noch leicht lädierten Fusses bin ich gestern sorgfältiger als sonst aufgetreten. Die knapp fünf Stunden Wanderung scheinen ihn nicht weiter beeinträchtigt zu haben. Ich schaue frohgemut in den Wandersommer.

Herzlichen Dank an Beat für die wahnsinnsgute Idee zu dieser Wanderung und allen Anderen für die gefreute Begleitung.

Mehr Infos und Bilder zu dieser Wanderung finden sich HIER.

Karte

Resümierendes Madeira

Tja, Madeira ist Geschichte. Lange drauf gefreut, war die Woche nur allzu schnell vorbei. Eigentlich habe ich alles Wesentliche schon in den vorangegangenen Blog-Beiträgen geschrieben. Drum hier nur noch so etwas wie ein Best-of.

Die schroffen Gebirge:

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Die wahnsinnige Vielfalt an Pflanzen am Wegesrand:

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Die spektakulären Ausblicke:

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Das üppige Pflanzenwachstum in den Gartenanlagen:

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Die feuchten Wanderungen:

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Das Ganze hat einen kleinen Haken. Das Wetter auf Madeira ist etwas launig. Gemäss unserer Leiterin war die Woche punkto Wetter durchschnittlich und eher kühl. So mussten wir am letzten Wandertag auch auf den höchsten Gipfel, den 1’862 m hohen Pico Ruivo, verzichten. Kein Mensch hätte bei so garstigem Wetter wandern wollen! Aber unser Goldschatz hatte noch einen Trumpf im Ärmel und so vermisste niemand den windumtosten, wolkenverhangenen Gipfel.

Ich kann jetzt nicht sagen: “Madeira, ich komme wieder!” Denn dazu gibt es noch zu viele Wander-Destinationen, die mich auch reizen. Aber jeder bergtüchtige Wanderer sollte sich diese gebirgige Insel einmal vornehmen.

See, Seeli und wieder See

Die gestrige Wanderung beginnt mit einem zackigen Marsch vom Bahnhof Brunnen zur Schiffs-Anlegestelle. Wer nicht mit des Wanderleiters langen Beinen mithalten kann, muss sich etwas einfallen lassen.

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Die MS Brunnen wartet schon.

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Und kaum gestartet, geht es auch schon los mit der tollen Aussicht.

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Diese drei Engel musste man offensichtlich festmachen, sonst wären sie dem himmlischen Panorama entgegen geflogen.

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Es geht durch den Wald und unter einer felsigen Flue obsi und nidsi, stets sieht man zwischen den Bäumen weit unter uns den Vierwaldstättersee.

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Ausgucke am Weg sind nicht so zahlreich. Aber man muss sich ja schliesslich auf den Weg konzentrieren.

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Exponierte Stellen sind gut gesichert.

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Wir überqueren die Risleten-Schlucht.

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Was es da wohl zu sehen gibt?

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Wasser! Tosendes Wasser.

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Die Geräuschkulisse wird uns noch eine Weile erhalten bleiben. Denn wir steigen auf der anderen Seite der Schlucht steil wieder hoch. Kurzer Halt nach dem schweisstreibenden Aufstieg, der glücklicherweise vollständig im Schatten liegt.

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Wir werden wieder in die Freiheit entlassen.

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Und finden uns bald darauf in einer völlig anderen Landschaft wieder bei Emmetten.

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Bei einer gut unterhaltenen Grillstelle mit Unterstand machen wir Mittagshalt. Man beachte die “Bergwander-Garette”.

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Nachdem wir uns vom Vierbeiner und seinem Frauchen verabschiedet haben, gelangen wir bald aufs offene Feld. Dort blühen unter anderem prächtigen Knabenkraut-Orchideen. Da kann ich nicht dran vorbeigehen.

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Das “Seeli”. Analog “Huhn oder Ei” kann man sich auch hier fragen, was erhielt seinen Namen zuerst, der Ort Seelisberg oder das nur Seeli genannte Naturidyll?

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Ohne jeglichen Schatten kommen wir auf dem letzten nennenswerten Anstieg des Tages ordentlich ins Schwitzen.

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Allgemeines Bestaunen der prächtigen Akalei, die hier in verschiedenen Farben blühen.

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Über zahlreiche Treppenstufen vernichten wir innert kürzester Zeit viel Höhe auf dem Weg runter nach Bauen. Immerhin: Das Trittmass ist ideal (ämel für meinen einen Meter mit seinen achtundsechzig Zentimetern …)

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Bauen in Sicht!

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Unser Ziel ist erreicht. Wir sind wieder am See und haben genügend Zeit, um uns dort im gut besuchten Restaurant eine Erfrischung zu gönnen.

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Das Schiff wird uns nach Flüelen bringen.

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Stellen wir das Bild noch etwas schräg in die Landschaft, damit niemand merkt, dass ich beim Fotografieren wieder den See hab auslaufen lassen.

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Eine wunderbare Wanderung mit viel Aussicht auf See und Berge. Total sind wir 17 km gewandert, 1’000 Höhenmeter rauf und runter.

Vielen Dank an Beat für die Planung und Durchführung dieser abwechslungsreichen Wanderung.

Mehr Bilder und Infos dazu gibt es HIER.

Karte

Der kritische Blick gen Himmel

Am Anfang der gestrigen Wanderung, die am Kopfbahnhof von Einsiedeln startet, ist alles noch im blauen, pardon, grünen Bereich.

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Die ersten 1,5 Kilometer wandern wir auf asphaltierter Strasse,

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flankiert von der mächtigen Sommer-Sprungschanze,

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aus der Ferne beobachtet von weidenden Rindviechern.

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Steil, dafür nun auf einem Wanderpfad, geht es bergauf zum Katzenstrick.

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Auf der anderen Seite weitet sich der Blick über das Hochmoor von Rothenthurm.

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Und was haben wir da? Der Wetterfrosch hatte gestern noch gesagt, man solle sich nicht auf die Apps verlassen, denn die Gewitter seien nicht vorhersehbar. Beginnt es am Himmel schon zu brodeln?

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Die Landschaft mit ihren eingestreuten Birken erinnert mich immer an Schweden. Wie schade wär das gewesen, hätte das Militär hier in den Achtziger-Jahren tatsächlich einen Waffenplatz errichtet!

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Der Wanderweg führt mitten durch eines der grössten zusammenhängenden Hochmoore der Schweiz.

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Und dann geht’s wieder aufwärts Richtung St. Jost.

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Die Veröffentlichung dieses traumhaften Anblicks wurde mir ausdrücklich erlaubt.

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Auf dem Raten erhält unsere Gruppe Zuwachs von 1 x 2 und 1 x 4 Beinen.

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Was macht eigentlich das Wetter?

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Der Rastplatz für den Mittagshalt bietet für jeden Bedarf etwas an. Sonnig, halbschattig, schattig, mit Bänkli, ohne.

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Grundsätzlich bewandern wir ja die 9. Etappe des Alpenpanorama-Wegs. Gleichzeitig ist es auch der Panoramaweg Ägerital. Schön ist es ohnehin.

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Blick auf den Ägerisee. In den Bergen der Zentralschweiz ist es schon ziemlich verhangen.

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Hartbelag lässt sich wohl in solchen Regionen nicht vermeiden.

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Aber zum Glück wendet sich der Wanderweg wieder von der Strasse ab und führt uns auf einen neuerlichen Aussichtspunkt…

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… bevor es dann endgültig nur noch bergab geht nach Unterägeri.

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Dort treffen wir auf eine Kolonie Pinguine und eine Kellnerin, die lieber Panache als Eiskaffee serviert.

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Und das war’s dann auch schon wieder. Ich staune einmal mehr, wie schnell 4 1/2 Wanderstunden vergehen, wenn man sich unterwegs angeregt unterhält.

Das Wetter hat gehalten. Erst als ich daheim aus dem Zug steige, beginnt es zu tropfen. Der Regen ist dringend nötig, auf den Hagel hätte ich gut verzichten können.

Vielen Dank an Rolf für die gute Idee (der gerne eine Fortsetzung der landesquerenden Route folgen kann) und an Beat für die Organisation und Durchführung.

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

Karte

Durch die Olivenbäume am Lago di Lugano

Es mutet noch immer seltsam an, bei Temperaturen knapp über Null das Haus in die stockfinstere Nacht hinaus zu verlassen und mehr oder weniger wach aufs Postauto zu warten. Doch einmal mehr hat sich der lange Weg ins Tessin gelohnt. Der blaue Himmel jedoch täuscht. Am Bahnhof Lugano empfing uns ein derart giftiger Nordföhn, dass jeder unserer siebenköpfigen Gruppe subito etwas über die Löffel zog.

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Dann ging es über die Treppenstufen runter in die Stadt, die kurz vor 10.00 Uhr noch im Sonntagsschlaf zu stecken schien.

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Dieser Fischer dagegen war schon fleissig.

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Und wir natürlich auch.

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Ich musste zweimal schauen, ob das zwei einzelne oder ein Zwillings-Velo waren.

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Start zum Olivenweg.

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Die zarten Wedel des Pampa-Grases haben mir schon immer gefallen.

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Auch solche Schönheiten am Wegesrand, wie dieses Granat-Öpfeli ziehen meine Blicke magisch an.

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Und dann diese Landschaft erst!

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Höchst interessante Gesteinsschichtungen am Weg nach Gandria.

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Gandria ist ziemlich ausgestorben. Viele der Restaurants machen erst an Ostern wieder auf.

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Wenig Betrieb auch auf dem Kursschiff.

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Wir machten Mittagshalt an einem windgeschützten Ort mitten in den Olivenbäumen. Ich hatte nicht gewusst, dass in unserem Land überhaupt Olivenbäume wachsen. Allerdings bin ich mir von unseren Reisen den Anblick wesentlich grösserer Exemplare gewöhnt.

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Das Kraut der Osterglocken ist schon ziemlich weit. Offenbar findet im Tessin Ostern an Weihnachten statt.

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Ich konnte mich am Panorama kaum satt sehen. Man beachte die Schaumkrönchen auf dem See.

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Den Campanile von Gandria hat nicht der Wind schief geblasen. Das ist mein Augenmass…

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Wir verlassen den Sentiero dell’Olivo. Es geht obsi Richtung Monte Bré.

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Der Monte Bré ist heute nicht unser Ziel, sondern ein genial angelegter Weg, der uns nach Ruvigilana führt.

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Vom Aussichtspunkt San Michele aus ist dieses Lugano keine Augenweide.

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Der markierte Wanderweg führt – wahrscheinlich nicht immer zur Freude der Anwohner – mitten durchs Wohnquartier.

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Unten am See flaniert viel und viel dickes und viel dick eingemümmeltes Volk. Sooo kalt ist es zwar auch wieder nicht, aber wenn man im Tessin schon mal seine Winterwäsche brauchen kann…

Auch die Pedalos sind auf Winterbetrieb eingestellt.

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Baum im Baum in Parco Civico.

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Das war’s. Eine schöne, eher gemütliche Wanderung, etwa vier Stunden. Unter einem Himmel, dem man keine Wolke abgewinnen konnte.

Beim Bahnhof Lugano nervten uns die Kellner im Ristorante Ana Capri, die trotz halbleerem Restaurant keinen Tisch für uns freigeben wollten, an dem wir alle zusammen hätten sitzen können. Soviel zur Schweizer Gastfreundschaft. Im Bahnhofbuffet kamen wir dann immerhin noch zu einem Kaffee, auch wenn man sich Gemütlicheres vorstellen könnte, als direkt neben dem Eingang zu Siebt an zwei runden Bistro-Tischchen zu kleben.

Von solchen Intermezzos lasse ich mir jedenfalls den Spass nicht vertreiben, und ich glaube, es ging dem Rest der Gruppe genauso. Es war nämlich einmal mehr ein toller Wandertag.

Danke Beat!

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

Karte

Fast zu schön

Es schrammte haarscharf am Kitsch vorbei, was sich die Natur heute wieder hatte für uns einfallen lassen. Föhnig, mild, die verschneiten Berge zum Greifen nah und gestochen scharf. Zwar hatte ich auf dem Nachmittags-Spaziergang den idealen Zeitpunkt fürs Fotografieren verpasst, dennoch:

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Wie dankbar bin ich doch, hier zu leben.

Meine Schweiz. Mein sicherer Hafen. Meine Heimat.