Wenn der Schnee bebt

Gäbe es bei uns ein Erdbeben, würde ich mich – sofern ich es noch rechtzeitig könnte – ins Freie retten. Gäbe es im Schnee ein Beben – ich müsste ebenfalls flüchten. Und zwar noch viel weiter weg.

Dieses Wochenende bebt der Schnee wieder in Samnaun/Ischgl. Und ich bin gottenfroh, dass ich diesen Blog von zuhause aus schreibe. Die Deutschen sind eingefallen! Mit dem Veranstalter Schneebeben sind sie aus dem halben Land in Bussen angekarrt gekommen für ein Wochenende.

Letztes Jahr hatten wir das unverschämte Glück, und waren vor Ort, als die Invasion stattfand. Nichtsahnend sprachen wir mit einem Skifahrer auf dem Sessellift, der sagte, er sei mit einer grösseren Gruppe hier. Wieviele Leute? Ach, so gegen Viertausend. Mir blieb die Spucke weg.

Mit angeblich 150 Bussen soll das Partyvolk damals eingefahren sein. Und es spricht wenig dagegen, dass die Veranstaltung dieses Jahr nicht auch in einem ähnlich grossen Rahmen stattfindet. Da bin ich doch wirklich froh, dass ich dem Treiben nur via Webcam zuschauen kann.

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Wer keinen Bock auf so einen Massenauflauf hat, tut gut daran, einen Blick in die Website des Veranstalters zu werfen. So kann er noch rechtzeitig an einen anderen Ort zum Skifahren flüchten.

Let’s party!

Halloween – das Fest hat sich ja gottseidank nicht so etabliert bei uns, wie es die Anbieter von Fledermauskostümen und Kürbisfratzen gerne gehabt hätten.

Ganz anders in Amerika, dort wird heute gefeiert was das Zeug hergibt. Jedenfalls dort, wo Sandy nicht ihr Unwesen trieb.

Als wir in den Tagen vor dem ominösen Fest durch den Osten der USA kurvten, waren an allen Ecken und Enden Hinweise für Halloween-Parties angebracht. Nicht, dass wir uns davon angesprochen gefühlt hätten. Aber man konnte das Fest schlicht nicht ignorieren.

Ein Schmunzeln löste deshalb auch eine Tafel aus, die von einer der in Amerika zahlreich vorhandenen Kirchen (denen man die „Kirche“ nach unserem Verständnis allerdings selten ansieht) prangte und mit folgenden Worten geschmückt war:

Ohne Zweifel, hier handelt es sich um einen Fake.
Dieses Gotteshaus steht selbstverständlich nicht in Amerika, sondern in Italien.