Pfanne zum Frühstück

“Heute gibt’s eine Pfanne zum Frühstück”, verkündete mein innig geliebter Mitbewohner fröhlich, als er die Tür zur Ferienwohnung wieder hinter sich geschlossen hatte. Wie immer lag das am Vortag bestellte Brot prompt und zuverlässig vor der Türe. Aber für einmal wurde es begleitet von einer Pfanne. Wieso das denn?

Am Vorabend hatte ich eigentlich nur die Pfanne auf dem Herd drehen wollen, weil mir der Stiel im Weg war. Und – KLACK – brach eben dieser Stiel ab und löste sich in diverse kleine Brösel und den grossen Rest auf. Auf den ersten Schreck folgte die Erkenntnis, das glücklicherweise nicht viel passiert war.

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Dennoch begann ich mir in der Folge gewisse Gedanken zu machen, was alles HÄTTE passieren können. Ich HÄTTE beispielsweise die Pfanne vom Herd nehmen können, weil ich schöpfen wollte, und dabei WÄRE mir der Griff abgebrochen und unser Nachtessen HÄTTE sich auf der Küchenabdeckung verteilt. Ich HÄTTE mich aber auch verbrennen können. Oder zumindest meine Kleider verkleckern.

Wie auch immer, viel ist nicht passiert, und die Vermieterin, die im gleichen Haus wohnt, rückte eine Pfanne aus ihrem privaten Fundus raus, damit unser temporärer Haushalt wieder komplett war.

Die Pfanne, so mutmasse ich, ist so alt wie die Wohnung, nämlich etwa 15 Jahre. Ich habe daheim diverse Pfannen mit ähnlich befestigten Stielen und Griffen aus vergleichbaren Materialien. Nur sind sie allesamt mindestens doppelt so alt. Und noch nie habe ich einen Griff ohne die Pfanne in der Hand gehalten. Ich glaube, dass die Spülmaschine die Übeltäterin ist. In Ferienwohnungen wo es Spülmaschinen hat, lässt man sie in der Regel jeden Tag laufen, weil einem sonst das Geschirr ausgeht. So landen wahrscheinlich auch Pfannen in der Maschine.

Meine Pfannen daheim spüle ich immer von Hand. Nicht nur, weil sie in der Maschine überhaupt nicht sauber werden, sondern auch, weil sie zu viel Platz beanspruchen. Wie handhabt ihr das?