Pilzlasagne für Faule

Für 4 Personen habe ich ca. 1 Kilo frische Pilze fein geschnitten. Daraus habe ich, zusammen mit Speckwürfelchen, Zwiebeln, Knoblauch und einem zünftigen Schuss Weisswein, ein Pilzragout zubereitet, dieses mit Salz, Pfeffer und Kräutern abgeschmeckt und ca. 300 Gramm Frischkäse beigegeben, damit es schön sämig wird. Dieses Ragout habe ich abwechslungsweise mit Lasange-Blättern in eine Auflaufform geschichtet. Das hat dann so ausgesehen:

Dann geriebenen Käse und Butterflöckli obendrauf und das Ganze mit so viel Gemüsebouillon aufgiessen, dass die Lasagneblätter fast bedeckt sind.

Ab in den Backofen bei 200 Grad ca. 25 bis 30 Minuten backen. Uns hat’s geschmeckt.

Das Faule an dieser Lasagne ist, dass ich mir die Zubereitung einer separaten Bechamel-Sauce erspart habe. Etwas weniger faul wiegt die Tatsache, dass wir die Pilze im Wald selber gesucht haben. Unsere Pilzlasagne bestand aus neun Pilzsorten.

Und die Finte ist…

Ich bin euch noch die Auflösung meines Pilzrätsels schuldig. Vorausschicken muss ich, dass der Mitbewohner und ich in diesen Tagen im bündnerischen Brigels durch die Wälder streifen, wo es – verregneter Sommer sei Dank – viele, viele Pilze hat. Allerdings sind nicht alle Bilder in Brigels entstanden, jedoch kommen alle Pilze hier vor.

Ja welcher Pilz ist denn nun ungeniessbar?

Ist es der Hallimasch, der an Baumstrünken wächst und als Holzschädling gilt? Nein, der ist essbar, allerdings nur gekocht, und schmeckt gar nicht mal so übel.


Dann vielleicht der Flaschenstäubling? Nein, auch dieser leicht zu erkennende Pilz ist geniessbar. Mitsamt den Noppen. Allerdings: Es gibt bessere Pilze.

Das gelbe Kuddelmuddel repräsentiert eine der bekanntesten und am leichtesten auszumachenden Pilzarten. Den Eierschwamm oder Pfifferling muss man häufig regelrecht aus dem Gras herausklauben. Diese Mühe könnte man sich sparen, wäre er giftig.

 

Auch dieser Geselle hier ist gerne gesehen und jeder Fund löst beim Pilzsammler eine kleine Ekstase aus. Der Steinpilz ist der begehrteste aller Speisepilze. Je nach Lage versteckt er sich gerne im hohen Gras, so wie hier, und wird trotz seiner stattlichen Grösse übersehen.

 

Bleibt nur noch ein Pilz, der als Finte in Frage kommt. Und eine Finte der Natur ist er ganz gewiss, der Gallenröhrling. Er hat seinen Namen nicht zu Unrecht. Giftig ist er zwar nicht, aber völlig ungeniessbar durch seine Bitterkeit. Für den ungeübten Sammler sieht er dem Steinpilz zum Verwechseln ähnlich. Ein fieser Geselle also, der in diesem Herbst häufiger als andere Jahre vorzukommen scheint. Der Schwarze Peter geht also eindeutig an ihn.