Experimentelles Kochen

Die Packung mit den seit drei Monaten abgelaufenen gerösteten Pistazien stand seit einigen Tagen vorwurfsvoll in meiner Küche. Ich wollte sie unbedingt verwerten, bevor sie ranzig würden, deshalb hatte ich sie aus dem Schrank genommen. Die zündende Idee kam gestern Abend: Pesto! Genau, Pesto. Wir waren nach dem Essen noch auf ein Glas Wein eingeladen und dort würde es wieder was zu picken geben, also hatte ich triftige Gründe, kein aufwändiges Nachtessen kochen.

Ich schälte (Knoblauchzehen), zupfte (an meinem Basilikum rum), mass ab (Pistazienkerne und Pistazienöl, das ich so lange für spezielle Anlässe aufgehoben habe, dass es auch bereits abgelaufen ist), salzte und pürierte schliesslich bis eine einigermassen homogene Masse entstanden war. Ich mag es ganz gern, wenn da noch was zum Beissen dran ist. Dann klatschte ich einen zünftigen Löffel Magerquark drauf, weil ich etwas mehr Masse aber nicht zwingend viel mehr Kalorien wollte. Das sah dann etwa so aus:

Dazu gab’s Kartoffel-Gnocchi, die ich im Sommer nicht selber machen mag. Uns hat’s geschmeckt. Und die Knoblauch-Fahne habe ich selbst jetzt beim Schreiben noch.

Hier die ungefähren Mengenangaben für 2 Personen:

50 g geröstete, gesalzene Pistazienkerne
3 frische Knoblauchzehen
Basilikum was der Topf hergibt
½ dl Öl (bei mir je die Hälfte Oliven- und Pistazienöl)
100 g Magerquark
Salz