Jeans-Recycling

Man muss schon zweimal hinschauen. Und auch dann reibt man sich noch verwundert die Augen.

Wie kommt man denn auf so eine Idee?

Jedenfalls erhält so der Begriff “etwas steht vor Dreck” eine ganz neue Bedeutung.

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Entdeckt und fotografiert von meiner Kollegin Andrea in Erlach.

Verloren

Sie hätte “auch” ihren Mann verloren, erzählte mir eine flüchtige Bekannte.

 

W i e   b i t t e ? ! ?            

 

! ! !  V e r l o r e n ! ! !

 

Was ist das denn für eine idiotische Redensart? Ich habe meinen Mann nicht verloren. Ich habe ihn nicht verloren wie einen Schlüsselbund, der mit viel Glück wieder auftaucht oder im Fundbüro abgegeben wird.

Mein Mann ist gestorben. Das ist die traurige Wahrheit. Und die wird durch beschönigende Worte und verharmlosende Umschreibungen nicht mal ansatzweise weniger brutal.

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Leichtsinnige Putzlappen

Der Gedankenanstoss zu diesem Beitrag kam mir gestern beim putzen. Ja, beim putzen. Das musste auch wieder mal sein. Und bei diesem Sauwetter hatte ich nicht viel verpasst. Wer weiss, vielleicht schlägt der Regen ja doch mal in Schnee um und es wird noch Winter in diesem Winter. Und dann sind sowohl mein innig geliebter Mitbewohner als auch ich lieber auf der Skipiste anzutreffen als hinter dem Staubsauger.

Es dürfte bei einer eher etwas linkischen Bewegung gewesen sein, als mir in den Sinn kam, wie meine Mutter mich früher ab und zu mal als “Gispel” bezeichnet hatte. Wahrscheinlich hatte ich gerade wieder mal mit den Händen gesprochen und dabei ein volles Glas im hohen Bogen vom Tisch in eine entlegene Ecke befördert. Oder ich hatte mir drei Sachen gleichzeitig vorgenommen, und nichts wollte gelingen.

Gispel? Ich habe mich gefragt, wie man diesen Begriff mit einem Wort ins Deutsche übersetzt. Und bin dran gescheitert.

Im Schweizerischen Idiotikon ist nachzulesen:

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Aber ich weiss immer noch nicht, was ein Gispel auf Deutsch ist.

Irgendwelche guten Ideen? Gispel wird es wohl nicht nur in der Schweiz geben…!

Armleuchter in neuem Licht

Bildquelle: http://blog.goethe.de/finnland/index.php?/archives/181-Birgit-Weyhe-Armleuchter.html

Was ich mir nach unserer jüngsten Odyssee durch die Beleuchtungsgeschäfte dieses Planeten fest vorgenommen habe:

Wenn mir das nächste Mal jemand “Armleuchter” austeilt, werde ich ihn zum besseren Verständnis fragen, ob er mit Kerze, Halogen- oder LED-Lampe gemeint hat.

Armleuchter

Bildquelle: http://dschjotiblog00.blog.de/2012/06/16/bad-goisern-13884688/

Woher stammt überhaupt der Begriff “Armleuchter”? Eine Antwort darauf gibt es hier.

Fragestunde – reloaded

Vielleicht sollte ich endlich mal damit aufhören, mit Schriften zu experimentieren. Nicht zum ersten Mal konnte ich den Text im Blog-Beitrag problemlos lesen, während meine Leser nur mit Sonderzeichen bombardiert wurden. So auch in meinem letzten Beitrag.

Drum hier nochmals der Original-Text in garantiert unverfänglicher Schriftart und der Zusatz-Frage:
Konntet ihr den Text lesen?

 

Was mich seit kurzem beschäftigt:

Gibt es eigentlich eingefleischte Vegetarier?

Sprachlicher Widerspruch

„Wart mal schnell“, rief mir mein innig geliebter Mitbewohner zu, als ich schon abmarschbereit unter der Türe stand. Er hatte noch etwas vergessen. Okay, dachte ich mir, während ich es mir am Türrahmen bequem machte, wir sind nicht in Eile.

Ich hörte den Mitbewohner nach irgendetwas in einer Schublade fummeln und während ich im Türrahmen hing, sollte ich, wenn es nach ihm ginge, schnell warten. Wie soll das denn gehen? Ist das nicht ein Widerspruch in sich selbst? Der moderne Mensch, in der Regel nicht übermässig mit der Tugend Geduld gesegnet, wartet nur sehr ungerne. Weder an der Ampel, noch beim Zahnarzt oder bis das bestellte Essen endlich auf den Tisch kommt.

Wie um alles in der Welt soll man schnell warten können? Wo doch jede extra Sekunde eine Sekunde zu viel ist. Da ist auch schnell noch zu langsam. Dieses kontroverse schnell  hat sich einfach irgendwie in unseren Sprachgebrauch eingeschlichen. Dabei sagt doch das Sprichwort so klar und deutlich: „Gut Ding will Weile haben.“

Andererseits … würde mir der Mitbewohner sagen, ich solle langsam warten, würde ich wohl etwas an seinem Verstand zweifeln … und das ziemlich schnell.