Immer wieder schön

Ein Teil meiner Kakteen, vornehmlich die grösseren, residiert seit mehr als einem Jahr im Ferienhaus.

Ich hatte diese Woche das Glück, mal wieder den Werdegang einer Blüte einer meiner liebsten Kakteen mitzuverfolgen. Wie entzückend, wenn sich das zarte Gelb herausschält.

Wenige Stunden später:

Noch immer am ersten Tag, mit etwas Sonne im Herzen.

Dann kam der Regen. Und der behagt Kaktusblüten in der Regel gar nicht. Diese Opuntie macht da keine Ausnahme. Am zweiten Tag sah sie so aus:

Und am dritten Tag war sie noch etwas mehr verhuddelt.

Kleiner Trost: Selbst bei Sonnenschein blühen die Blumen nur einen Tag lang. Aber ich finde deine Blüten selbst verwuschelt noch wunderschön, du meine liebe Opuntia santa rita.

Bü-Bü-Bündnerfleisch

Der Blick aus dem Fenster ist endlich mal wieder ein anderer geworden. Es regnet! Und drum kann ich endlich mal den Blog schreiben, den ich mir schon lange vorgenommen hatte. Ich mache mir ab und zu Notizen auf Fresszetteln, worüber ich schreiben könnte. Nur so gehen meine genialen Ideen *räusper* nicht verloren.

Die Idee zu diesem Beitrag kam mir, als ich bei Regenwetter mal wieder zahlreiche gestrandete Regenwürmer mit dem Besen vom Sitzplatz zurück in den Rasen wischte. Ob sie diese Prozedur überhaupt überstehen, habe ich noch  nie hinterfragt. Tatsache ist aber: Wenn ich es nicht mache, gehen die Regenwürmer garantiert ein.

Und so habe ich mich schon öfters gefragt, was an meinem Sitzplatz so attraktiv ist, dass man als Regenwurm unbedingt dort aus dem Leben scheiden will. Ist es ein weniger schlimmes Ende, als wenn einen eine Amsel aus dem Boden in die Länge zieht? Wenn ich die Würmer nicht rechtzeitig in den Rasen zurück befördere – und das erledige ich in Einzelfällen auch mal statt mit dem Besen mit blossen Fingern –  finde ich sie früher oder später in der Version “luftgetrocknet”. Und auf diese Bündnerfleisch Stängeli bin ich nicht sonderlich scharf.

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Das wär’s dann schon auch. Oder wollt ihr wieder mal den Bü-Bü-Bündnerfleisch sehen?

Drohbrief an Petrus

….~ Ý Donnergrollen Ý~ Ý Ü Ø….

Petrus!      P e e e trus!

Sag mal, bist du eigentlich noch zu retten?

Die Antwort kann ich mir gleich selber geben: Nein und nochmals nein!

Jetzt übertreibst du es aber wirklich mit deiner schlechten Laune. Lass die doch gefälligst mal wo anders aus. Wir hier auf dem 47. Breitengrad Nord warten alle – ALLE – auf schöneres Wetter. Uns dürstet nach Sonnenschein und Wärme. Und was machst du? Schickst uns eine Regensalve nach der anderen dass selbst die Frösche bald absaufen, dazu Temperaturn im einstelligen Bereich. Du hast wohl schon lange nicht mehr auf deinen Kalender geschaut. Wir haben Mai, nicht März.

Nun zeig dich doch endlich wieder mal von deiner Schokoladeseite. Wir hier unten auf der Erde haben die langärmligen Pullover und dicken Socken satt. Wir möchten barfuss in die Schuhe schlüpfen können und uns mit Sonnencreme einschmieren, bis wir glänzen wie Ölsardinen. Wir möchten ohne Wolldecke auf der Terrasse sitzen und der Sonne entgegenblinzeln. Wir möchten Eis lutschen ohne Frostbeulen zu erhalten und der Grill soll auf Hochtouren laufen.

Und was mich betrifft, so will ich endlich meine Kakteen ins Freie stellen, ohne dass sie gleich davonschwimmen. Ich will mein Gärtlein bepflanzen, und zwar mit Geranien, nicht mit Seerosen.

Nun nimm endlich Vernunft an, du alter sturer Bock. Sonst werde ich mich mal bei deinem Chef beschweren, dann wirst du schon sehen…

ÜÝ~ Ý Ø….!