Geflatter im Teller

Mit der Zeitumstellung dürfte allmählich auch die Saison fürs Vögel füttern abgelaufen sein. Anstelle von Meisenknödeln und Sonnenblumenkernen türmen sich in den Läden mittlerweile verweichlichte Primeln und eingeschüchterte Begonien.

Das Vogelfutter, das ich selber gekauft hatte, die hiesigen Vögel aber verschmähten, habe ich vor ein paar Wochen schon meiner Mutter nach Brigels gebracht. Die Bündner Meisli und Spatzen sind weniger wählerisch.

Beim Betrachten dieses Futter-Konstrukts durchflossen mich gar bitterböse Gedanken. Erdnüsse? Rosinengeschmack? Ich wette, diese amächeligen Vogelfutterstäbli liessen sich als Basis für Guezli verwenden. Ich bin sogar überzeugt davon, dass mit weiteren, etwas edleren Zutaten (mal sicher genügend Zucker, optional einige Schoggistückli, wahlweise in der Form überdrüssiger Osterhasen) kein Mensch merken würde, dass er da Vogelfutter frisst isst.

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Keine Bange, meine lieben Freunde, ihr könnt weiterhin zu mir zum Kafi kommen. Ich werde es nicht ausprobieren!