Gruss aus der Sahara

Genau, das wäre wohl der passende Titel für dieses Bild. Und der ist nicht etwa gaga. Genauso wenig wie ich, auch wenn mich gewisse Kreise für verrückt erklären, bei diesem fast schon frühsommerlichem Wetter freiwillig den Schnee aufzusuchen.

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Die Aussicht am heutigen sehr sonnigen Tage wurde tatsächlich getrübt durch Sahara-Staub, den der starke Südwind herangeweht hatte.

Das war allerdings die einzige Trübung, die ich an diesem Sonntag in Kauf nehmen musste. Ansonsten war es ein perfekter Skitag. Mit überraschend wenig Leuten, perfekten Pistenverhältnissen und sehr charmanter Begleitung.

Skifahren wie in Afrika

Es ist warm für die Jahreszeit. Viel zu warm. Zum Skifahren grundsätzlich angenehm, weil man nicht frieren muss. Und wenn man nicht Skifahren und trotzdem ausschlafen will, sind die Pisten in den Vormittagsstunden ein Hammer. Der berühmte ausgerollte Teppich mit ein paar Zentimetern Sulzschnee. Traumhaft!

Es sind jedoch nicht nur die warmen Temperaturen, die mich an Afrika erinnern, sondern auch die Hinterlassenschaften aus eben diesem Kontinent. Der Sahara-Staub, der im Februar daher geweht kam, ist überall sichtbar und hinterlässt vielfältige Muster im Schnee.

Schneeweiss war gestern. Sand im Getriebe ist heute.

Abfahrt von der Diavolezza. Im Hintergrund gut sichtbar die Ablagerungen aus Nordafrika.

Auch am Piz Lagalb, dem Frühlings-Skiberg am Bernina-Pass, hat der Sahara-Staub seine Spuren hinterlassen.

Zur Erinnerung…

Eigentlich sollte und wollte ich schon lange mal meinen Gefrierschrank abtauen.

Aber die Wanderung gestern mit meiner Kollegin über den Pfannenstiel war doch auch ganz schön. Ohne Winterausrüstung und kalte Nasenspitze.

Da konnte auch der Saharastaub nichts dran ändern, der vor einigen Tagen daher geweht kam, die Landschaft mit einer Staubschicht eindeckte und auch vor der Bank, wo wir Mittagspause machten, keinen Halt machte. Was ist schon ein brauner Hosenboden gegen tolle Gespräche in einer solchen Umgebung?