Neues Jahr mit neuen Aussichten

Ich hoffe, ihr seid Alle gut in ein gesundes, zufriedenes 2020 gestartet.

Was mich betrifft, so habe ich bereits am ersten Tag des neuen Jahres eine Marke gesetzt. Mit der traditionellen Neujahrstour der Bergler-Familie zur Stockhütte.

3 1/2 Stunden über gefrorene, matschige, schneebedeckte Wege. Für jeden Geschmack war wohl etwas dabei.

Auf dass uns diese Fitness erhalten bleibe!

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… Schnee dürfte es nun trotzdem allmählich geben.

Weihnacht in den Schweizer Bergen

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Schnee?

Manchmal. Vorwiegend an Schattenlagen. Und nur gaaanz weit oben.

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Dafür Blumen am Wegrand.

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Und Wander- statt Skischuhe.

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Der Brigelser Versuch einer Talabfahrt.

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Die wohlbekannte Skipiste aus ungewohnter Perspektive.

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Ein witterungsunabhängiger (Schnee)Mann.

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Dieses Jahr wird es wohl nicht mehr Winter.

Dennoch habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Frau Holle früher oder später mal ihre Decken ausschütteln wird.

Denn früher konnte sie das auch mal früher. Wer’s nicht glaubt, gucke hier.

Wie gehabt

Skifahren ist Skifahren. Und irgendwann ist alles darüber gesagt bzw. geschrieben. Könnten Aussenstehende denken. Und ich füttere dieses Cliche heute ausnahmsweise mal nach bestem Wissen und Gewissen.

Denn hier wurde tatsächlich schon viel über Skifahren geschrieben. Klar doch, es ist des Mitbewohners und mein Hobby. Und dieses Hobby üben wir viel und gerne aus.

Doch leider braucht es dazu Schnee. Und dieser ist gerade eben etwas Mangelware, wie das folgende Bild zeigt.

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Wo kein Kunstschnee liegt, könn(t)en Wanderfreuden gefrönt werden. Daneben rohren die Schneekanonen fast Tag und Nacht. Und nur dank ihnen ist hier überhaupt Skibetrieb möglich.

Da dieser Blog nicht nur dazu dient, mich mit der Aussenwelt auszutauschen, sondern auch eine Art Chronik ist, kann man hier selbstverständlich nachlesen, wie speziell die Verhältnisse vor einem Jahr waren.

Und ohne das Flohnmobil hätte auch ich nicht mehr gewusst, weshalb ich in Samnaun/Ischgl vor zwei Jahren eine Suchanzeige aufgab.

Schnee? Lass uns von etwas anderem reden!

Dieser Winter lässt sich Zeit. Viel Zeit. Die Schneesportlehrer, Hoteliers, Restaurantbesitzer und alle anderen, die vom Wintertourismus leben, werden je länger je mehr um ihr Weihnachtsgeschäft bangen. Und das völlig zu recht. In den Alpen liegt so wenig Schnee wie schon lange nicht mehr. Das mag jene freuen, die mit dem Winter nichts am Hut haben und für die jede Schneeflocke eine Schneeflocke zu viel ist. In den Bergen aber findet man die Launen von Petrus und Frau Holle schon längst nicht mehr lustig.

Samnaun liegt auf 1’840 m und ist damit höher als der höchste Punkt so manchen Skigebietes. Hier ziert kein Flöckchen Schnee die steilen Hänge. Von dem Fläumchen, das am vergangenen Dienstag gefallen ist, ist längst nichts mehr zu sehen.

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Auf den Pisten liegt 99 % Kunstschnee. Seit es endlich kalt genug geworden ist, um die Schneekanonen in Betrieb zu nehmen, laufen diese hier und in allen anderen Skiorten Tag und Nacht. Wo die 45 cm Schnee gemessen wurden, die es gemäss offiziellem Pistenbericht haben soll, ist mir ein Rätsel.

Das Skifahren auf so viel Kunstschnee ist ein zwiespältiges Vergnügen. Aber blauer Himmel und frische Luft sind auch nicht zu verachten. Was etwas weniger toll ist, sind die vielen, vielen Leute, die in der Silvretta-Arena Samnaun/Ischgl Ski fahren. Da alle umliegenden Skigebiete infolge Schneemangels noch geschlossen sind, karren die Leute von weit her hierhin. Wir haben mit Sachsen gesprochen, die sind für ein Wochenende 700 km weit gefahren. Und die finden das völlig normal, andere würden von noch weiter her kommen! Ich weiss nicht, ob ich unter solchen Umständen Skifahrerin geworden wäre.

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Frau Holle, lass es schneien. Bitte!!!!

Schneeflöckli hoch x

Das Bild mit der unansehnlich braunen Skipiste im gestrigen Blogbeitrag – übrigens aufgenommen vor drei Tagen – gehört der Vergangenheit an. Gut zwanzig Zentimeter hat es in der Zwischenzeit geschneit. Weitere Schneefälle sind angekündigt. Vielleicht wird es dieses Jahr doch noch Winter.

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Das Bild stammt von heute Morgen. Einen halben Tag später hatte sich der Neuschnee schon wieder sehr, sehr gut mit der braunen Katastrophe darunter vermischt.

Aufgefangen

Ganz unerwartet kam sie nicht daher. Dennoch war die Freude riesig, als sie gestern endlich da war.

Ich fing sie sanft mit meinem Handschuh auf und bewunderte sie von allen Seiten. Wie schön sie war, was für ein Wunderwerk der Natur!

Mein Entschluss stand fest: Ich würde sie aufbewahren. Ins Album kleben, damit ich sie bei Bedarf hervorholen und immer wieder bewundern konnte. Man wusste ja nie, vielleicht war es genau diese Schneeflocke, die diesem seltsamen Winter eines Tages noch zu Hilfe kam.

Petrus? P-eeeee-trus!

 

Was soll das jetzt wieder werden? Januar, 47. Breitengrad, 600 m über Meer, Tagestemperaturen plus 12 Grad, die Vögel zwitschern, als sei es schon März.
Bist du noch zu retten?
Wann willst du es denn dieses Jahr Winter werden lassen? Doch nicht etwa wieder an Ostern wie in den letzten Jahren?
Falls du nach Argumenten ringst, uns hier unten auf der Erde die adäquate Jahreszeit zu präsentieren, kann ich dir durchaus ein paar Gründe liefern:
  • In unserem Keller steht ein halbes Dutzend Paar Skier herum. Damit möchten wir in absehbarer Zeit gerne in die Ski- und nicht in die Wanderferien.
  • Zu meinen alten Weihnachtsguezli passt Glühwein besser als ein Glas gekühlter Rosé.
  • Ich sollte dringendst mal wieder meinen Gefrierschrank abtauen. Mit der gütigen Unterstützung deines Cousins, Väterchen Frost, ginge das flott und ohne Verlust über die Bühne.
  • Unser Auto ist mit vier Winterreifen ausgestattet und hat eine Heizung.
  • Mein nahezu unerschöpflicher Kerzenvorrat verträgt noch viele kalte Winterabende.
  • Die Fasnacht findet ja trotzdem statt.

  • Mein Rennvelo absolviert gerade den Winterschlaf.
  • Ich mag jetzt noch keine eingeflogenen Spargeln und blassen Erdbeeren essen.
  • Es ist Januar, Mann!

Wenn schon Winter, dann  gefälligst JETZT!

Habe ich mich deutlich genug ausgedrückt?

Vor 14 Tagen war dieser Waldweiher noch gefroren. Die rote Tafel wirkt fast etwas zynisch.

Alles im grünen Bereich

In Garmisch läuft gerade die Alpine Ski WM. Die Swisscom-Raiffeisen-Audi-Helvetia-Fraktion versucht mit mässigem Erfolg, die Ehre unseres Alpenlands zu retten. Sobald eine Kamera von der Piste wegschwenkt: braun. Denn aller Skirennen zu Trotz, selbst in Garmisch dürften bereits die Haselsträucher blühen, Cabrioverdecke unten sein, die Gümmeler kurbeln und Teenager blüttlen.

Gopfriedstutz, es ist doch erst Mitte Februar! Wie war das noch vor einigen Wochen? Ganz Europa steckte im Schnee fest. Das Wort „Jahrhundertwinter“ lag in aller Munde, die Strassendienste jammerten von Salzknappheit. In den Skigebieten frohlockte man, es würde ein toller Winter werden. Und was nun? Sportferien und so wenig Schnee wie selten.

Natürlich, wir haben seit Tagen herrliches, für die Jahreszeit viel zu mildes Wetter und keinen Nebel. Aber ich kann mich irgendwie nicht richtig daran erfreuen, dass ich im Februar schon ohne Frostbeulen zu kriegen mit dem Rennvelo losdüsen kann. Ich trau der Sache mit dem Frühling nämlich nicht über den Weg. Tulpen, Erdbeeren und Spargeln in den Läden können mich nicht darüber hinwegtäuschen, dass irgendwie alles etwas aus den zeitlichen Fugen geraten ist. Okay, das mit den Spargeln hat nichts mit den klimatischen Gegebenheiten zu tun, sondern ist der Auswuchs einer Konsumgesellschaft, die den Anspruch stellt, jederzeit über alles verfügen zu können.

Irgendwann kommt er zurück, der Winter. Vielleicht erst, wenn alle schon euphorisch die Sommerreifen aufgezogen haben. Aber irgendwann wird er nochmals ein Gastspiel geben. Und erst dann, wenn das ganze Land wieder unter einer Schneedecke liegt, werden die Verantwortlichen der Bergbahnen davon sprechen, dass wieder alles im grünen Bereich liegt. Welche sprachliche Ironie! Ob dann noch jemand von Skiferien träumt?

Zu guter Letzt wage ich eine Aussage, die mir mehr Feinde als Freunde einbringen dürfte: Herr und Frau Flohnmobil sehnen sich eine Rückkehr des Winters herbei. Aber lieber morgen schon, als erst an Ostern.

 

Normalerweise würde es um diese Jahreszeit in unserem Dorf etwa so aussehen.