Wanderpremiere

Es ist nicht so, dass ich immer nur hinterher watschle. Aber im Rahmen von “Wandern mit Freunden” habe ich noch nie eine Unternehmung organisiert und durchgeführt. Umso ambitionierter mein Ziel, gleich eine Zweitages-Wanderung ins Leben zu rufen. Diesem Ruf sind Clara, Georges und Beat gefolgt. Letzterer lediglich für den ersten Tag.

In Matten geht’s los und nach wenigen Metern durchs verschlafene Dorf steigt der Weg an. Es folgen etliche steile Meter durch teils hohes Gras. Ob wir hier Holzböcke sammeln?

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Der Blick zurück ins obere Simmental.

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Wir bestaunen die knorrigen Bergahorn-Bäume am Weg

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und wie der Enzian hier ins Kraut schiesst.

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Durch die Flanke links führt der Weg zur Grimmifurggi. Unten das Färmeltal.

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Dieser Steingarten macht seinem Namen alle Ehre.

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Auf der Grimmifurggi liegen nordseits noch letzte Schneereste, die wir überqueren müssen.

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Je nachdem, wie lange der Schnee schon weg ist, erblicken wir immer wieder neue Alpenblumen.

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Mit Krokussen hätten wir nicht mehr gerechnet.

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Die Blumenpracht ist so begeisternd und vielfältig, wir müssen immer wieder den Fotoapparat bzw. das Handy zücken.

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Während der letzten Stunde unserer Wanderung begleitet uns der Senggibach.

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Im altehrwürdigen Gasthof Tiermatti warten ein Bett und ein feines Nachtessen auf uns. Unsere Bemühungen, Beat umzustimmen und doch zu bleiben, verlaufen im Sand.

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Die erste Etappe hat uns knappe 6 Stunden beschäftigt.
16,5 km Streckenlänge, 1’146 m Anstieg, 1’030 m Abstieg.

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Am nächsten Morgen starten wir unter tiefblauem Himmel kurz nach 8.00 Uhr.

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Bald steigt der Weg an und es geht zügig obsi.

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Der Creux du Van des Diemtigtals. Einen Namen hat dieser hufeisenförmige Felskessel nicht.

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Blick zurück ins Diemtigtal.

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Auch hier gibt es wieder so manches Blümlein zu bestaunen am Wegesrand.

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Und nomal es Blueme-Fötteli.

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Und nomal eis.

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Mit „Seebergseeli“ haben sich die Namensgeber nicht weit aus dem Fenster gelehnt. Das Naturidyll ist wunderbar gelegen. Der ideale Ort für eine Pause.

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Die sympathische Alpwirtschaft Stiereberg. Kurz zuvor hat Clara noch eine Einlage als Cowgirl geboten.

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Auf der (dem?) Gubi haben wir mit 1’987 m den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht.

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Zweisimmen kommt schon von weitem in Sicht. Wir müssen rund 1’000 Höhenmeter auf meist recht angenehmen Wegen runter.

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Und unten im Dorf leisten wir uns alle eine Stange Panache. Zum Wohl – wir haben’s uns verdient!

Meine Einstieg als Wanderleiterin ist – zumindest aus meiner Sicht – geglückt. Das perfekte Sommer- und Wanderwetter veranlasst mich, noch einen Tag anzuhängen, während meine beiden Begleiter sich auf den Heimweg machen. Danke euch allen, dass ihr so mutig artig mitgekommen seid. Unter solchen Umständen werde ich gerne wieder mal eine (mehrtägige) Wanderung organisieren. Smile

Auch heute sind wir wieder knappe 6 Stunden gewandert. 16,2 km, 1’045 Aufstieg, 1’269 m Abstieg.

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Was ist ein Bünzli?

Nach dem gestrigen Besuch der Messe Heimatland im Lenzburger Stapferhaus (besten Dank an Hausfrau Hanna für die Empfehlung, die wir postwendend umgesetzt haben) beschäftigte unser Grüppchen die Frage, was denn ein Bünzli überhaupt sei.

In angeregter Diskussion kristallisierte sich bald heraus, dass ein Bünzli nicht mit einem einzigen Wort umschrieben werden kann. Die deutsche Übersetzung dürfte übrigens Spiessbürger sein. Ist man denn schon ein Bünzli, wenn man seine Zeitungen so bündelt, das nirgendswo etwas raus schaut? Oder reicht zum Bünzli sein eine allmorgendlich glattgestrichene Bettdecke?

Bezeichnenderweise kennt das Schweizerdeutsch keine weibliche Form von Bünzli. Auch wenn es vielleicht die eine oder andere Bünzlin gibt, die ihre Unterwäsche so an der Wäscheleine aufhängt, dass sie hinter grösseren Textilien verborgen ist.

Die Grenzen zwischen Ordnung und Bünzlitum schienen uns fliessend. Ich zum Beispiel kann es nicht ausstehen, wenn man eine Schranktüre offen stehen lässt. Bin ich deshalb bünzlig? Oder bin ich bünzlig, weil ich zur Generation gehöre, die die Schuhe ordentlich bindet und keine teuer bezahlten Löcher in den Jeans habe?

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Wir kamen zu keinem Schluss. Dafür ich auf die Idee, die Frage mal hier übers Flohnmobil zu lancieren:

W a s   i s t   i n   e u r e n   A u g e n   e i n   B ü n z l i ?

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Wenn ihr eurer Bünzli-Potential testen wollt, habe ich HIER einen sehr aufschlussreichen Test gefunden.

Und falls ihr die in wenigen Tagen zu Ende gehende Ausstellung Heimatland noch besuchen wollt, klickt ihr HIER.

Fast zu schön

Es schrammte haarscharf am Kitsch vorbei, was sich die Natur heute wieder hatte für uns einfallen lassen. Föhnig, mild, die verschneiten Berge zum Greifen nah und gestochen scharf. Zwar hatte ich auf dem Nachmittags-Spaziergang den idealen Zeitpunkt fürs Fotografieren verpasst, dennoch:

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Wie dankbar bin ich doch, hier zu leben.

Meine Schweiz. Mein sicherer Hafen. Meine Heimat.

Betrogen

Jetzt wurde ich doch tatsächlich um einen Blog-Beitrag betrogen!

Ich wollte schreiben, dass ich sie noch nie zu Gesicht bekommen hätte.

Dass ich mich langsam fragte, ob es sie überhaupt gäbe.

Oder ob ihre Existenz vielleicht doch nur ein Gerücht sei.

Da erhielt ich eine. Und die Welt erhielt ein neues Gesicht.

Fast vier Wochen nach ihrem Erscheinen hielt ich erstmals eine der neuen Zehnernoten in der Hand.

Als ich eine Rose für meinen Mann kaufte. Eine gelbe.

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Ab durchs Loch

Dauerrrrrrrregen im Norden, Sonne im Süden. Nichts wie ab durchs längste Eisenbahntunnel der Welt (für mich die Premiere notabene). Der Einstieg gestaltete sich allerdings etwas harzig, forderte uns doch der Zugsbegleiter während der Fahrt auf, den Waggon zu wechseln. Grund dafür war, dass die Lautsprecherdurchsagen nicht funktionierten und sich deshalb aus Sicherheitsgründen im 57 km langen Tunnel niemand aufhalten durfte. Murrend und schnödend stiegen wir in Arth Goldau in die vordere Zugskomposition um. Und machten uns gänzlich ungeniert in der 1. Klasse breit. Dass wir während der ganzen nachfolgenden Fahrt bis Lugano nicht einen Pieps aus den Lautsprechern hörten, ist eine andere Geschichte.

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Die Wanderung startete in Arzo, wir überquerten nach wenigen Metern den Zoll, mussten uns mehrere Male vor den flott fahrenden Italos an den Strassenrand retten und folgten dem vorauseilenden Beat, der eine möglichst verkehrsarmte Route durch Saltrio und Viggiù herausgesucht hatte.

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Am Ortsrand kamen wir an prächtigen und prächtig verlotterten Anwesen vorbei.

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Und endlich der erlösende Wegweiser, der uns auf den Wanderweg lotste.

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Die wahre Wanderung konnte beginnen!

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Irgendwo dort hinten muss wohl Milano sein.

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Grundsätzlich ist die Strasse auf den Monte Orsa befahrbar, weil dort oben zwei riesige Sendetürme stehen. Aber unser Weg führte uns glücklicherweise nicht die ganze Zeit über Asphalt.

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Boah, Panorama!!!! 360-Grad-Rundsicht vom 998 m hohen Monte Orsa

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Das Tor zur Vergangenheit. Die Schützengräben und Kavernen aus dem 1. Weltkrieg.

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Wir laufen – mehr oder auch weniger beeindruckt – durch die alten Stellungen, vorbei am Labyrinth aus Gräben, Beobachtungsposten und Schiessscharten.

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Wieder zurück daheim. Altvertraute Wegweiser.

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Allgemeines Schmetterlings-Fotografieren.

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Und selbst ein Blümchen fand sich noch im trockenen Herbstwald. Eine winzige Zyklame.

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“Prähistorische” Felszeichnungen im alten Steinbruch oberhalb Arzo.

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Witzige Wandmalereien in Besazio mit täuschend echter Dreidimensionalität.

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Zurück am Bahnhof von Mendrisio blieb keine Zeit zur Einkehr. Aber so kurz vor dem Wintereinbruch mussten die Glacés am Kiosk offenbar weg. Wir haben tatkräftige Unterstützung geboten, die alten Bestände abzubauen.

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Einmal mehr eine ganz tolle Wanderung. Und noch immer ohne Handschuhe und Mütze. Beat hat für uns das bestmögliche aus diesem Tag herausgeholt. Vielen Dank für die nimmermüde Wanderleitung und die tolle Begleitung. Ich fand es eine sehr sypmathische Wanderung. Nicht zuletzt, weil meine Schuhe total sauber geblieben sind.

Mehr Informationen und Bilder gibt es HIER.

Karte

Beschildert geschildert (109)

Man staunt ja irgendwie schon,

wenn man auf einer Wanderung in relativer Nähe der eigenen Haustüre

auf ein solches Schild stösst.

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Spätestens wenn man auch die Rückseite der Ausserorts-Tafel begutachtet,

kommt man zum Schluss,

dass da wohl ein ziemlich spezielles Völkchen hausen muss.

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Lücke geschlossen

Zusammen mit meinem Mann hatte ich schon etliche Etappen des Jura Höhenwegs gewandert. Der Abschnitt zwischen dem Col de la Tourne und der Vue des Alpes fehlte mir noch in der Sammlung. Diese Lücke wurde gestern geschlossen.

Geschlossen war auch das Restaurant am Ausgangspunkt unserer Wanderung am Col de la Tourne. Das beeinträchtigte uns nicht im Geringsten, hatten wir doch in Neuchâtel genügend Zeit für einen Startkafi gehabt.

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Er hätte wahrscheinlich lieber einen Fisch als einen Kafi gehabt.

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Am Schatten war der Boden teilweise gefroren. Und wer es nicht glaubt, dem sei hier dieses Bild mit dem ersten Eis des kommenden Winters verabreicht.

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Die Höhenwanderung führte über grossflächige Weiden,

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vorbei an einer weiteren geschlossenen Beiz.

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Typisch für den Jura sind solche Mauern aus Natursteinen.

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Beim Laufen war es bei meist leichtem Wind gerade so warm genug ohne eine Jacke. Still stehen lag nicht drin. So wurde es den ganzen Tag ein immerwährendes An- und Abziehen einer oder mehrerer Schichten.

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Mit scharfen Augen liess sich das Panorama in diverse Gipfel unterteilen. Woher der blaue Strich am Horizont kommt, bleibt sein Geheimnis.

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Nein, dieses Haus ist nicht 1373 Jahre alt. In den Ziegeln ist die Höhe über Meeresspiegel (Altitude) verewigt.

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Hinter den leicht schepsen Lärchen ist der Gipfel des Chasserals auszumachen.

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Auf solchen Wegen macht das Wandern Freude.

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Was würden wohl die Muotataler Wetterfrösche in die zahlreichen Maushaufen der Gegend interpretieren?

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Auf der Vue des Alpes war es mit der Beschaulichkeit vorerst vorbei. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf für eine Tasse Kaffee, ein Bier oder ein Glas Cola.

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Prächtige Ahornbäume mit viel Moos standen am Wegesrand und wollten gebührend bewundert werden.

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Am Bahnhof von Les Hauts-Geneveys endete unsere Wanderung nach 4 1/2 Stunden.

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Trotz anderslautender Befürchtungen: Auch heute war das Matterhorn zu sehen.

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Keiner unserer elfköpfigen Truppe kam mit total sauberen Hosen über die Runde. Wie praktisch, dass am Bahnhof von Neuchâtel mit einer gross angelegten Verteilaktion gleich Gegensteuer gegeben wurde. Ein Wink mit dem Zaunpfahl oder doch ein ökologischer Blödsinn? Die meisten von uns jedenfalls sagten, sie hätten keine Verwendung für den Weichspüler, der zusammen mit einem Beutel Flüssigwaschmittel abgegeben wurde.

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Und schon wieder eine tolle, den aktuellen Wetterverhältnissen angepasste Wanderung in fröhlicher Begleitung.

Vielen Dank euch Allen und insbesondere an den allseits geschätzten Beat als Organisator.

Mehr Infos und bessere Fotos zur Wanderung gibt es HIER.

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Wandernde Offenbarungen

Nein, es müssen nicht immer tagfüllende Angelegenheiten sein. Aber offenbar habe ich mir den Ruf erarbeitet, dass ich gerne lange, anspruchsvolle Wanderungen unternehme. Das hat zur Folge, dass gewisse Leute zu denken scheinen, dass ich mich langweilen würde, wenn eine Wanderung nur um die drei Stunden dauert. Meine lieben Freunde, lasst euch ein für alle Mal gesagt sein: Ich habe auch Spass an kürzeren Wanderungen. Mir geht es darum, in netter Begleitung meinem Hobby zu frönen. Ich muss nicht keuchend durch die Gegend hetzen, damit ich am Abend sagen kann, es sei ein gelungener Tag gewesen.

Deshalb war auch die folgende Wanderung eine Offenbarung in verschiedener Hinsicht. Erstens Mal, weil ich damit einen weissen Fleck auf meiner Schweizer Landkarte ausmalen konnte. Woher hätte ich wissen können, wo der Canal de Broye ist? Oder dass es ein Kaff gibt, das Sugiez heisst.

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Gleiches gilt für den Mont Vully, diese 653 m hohe Erhebung zwischen dem Murten- und dem Neuenburgersee, von wo aus dieses Bild aufgenommen wurde.

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Auch das Berner Seeland, die Gemüsekammer der Schweiz, kannte ich nur vom Hörensagen.

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Ebenso wenig wusste ich, dass es am Mont Vully im 1. Weltkrieg Stellungen gab und dass in den Sandstein bis zu 200 Meter lange Gänge gebuddelt wurden.

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Was ich hingegen wusste: Dass es aus solchen Gestrüppen letztlich Wein gibt.

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Hätte ich diese Wanderung verschmäht, wäre ich auch nie an dieser Weide vorbei gekommen, die mich an eine gigantische Pusteblume erinnert hat.

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Und am allerschlimmsten: Ich wüsste bis heute nicht, wie wahnsinng gut so ein Gâteau de Vully schmeckt. Und da hätte ich auf jeden Fall etwas verpasst.

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Dass es am Schluss der Wanderung und dank straffem Zeitmanagement noch für einen Rundgang durch das schmucke Städtchen Murten reichte, war die Zugabe auf einen ohnehin schon gelungenen Tag.

Hey, danke Rita, s’isch lässig gsi!

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Kaum zu glauben, dass die Herstellung eines Gâteau de Vully so einfach ist. Ich bin fast versucht, das mal selber zu probieren. Beispielsweise nach diesem Rezept. Auch wenn ich damit nicht gerade eine Goldmedaille einheimsen würde, wie der Bäcker von Sugiez, dessen Kuchen wir im Restaurant Bel-Air in Praz kosten konnten.

Drum & Dran

Der Anblick der absurden Begrenzungs-Vorrichtungen auf einem Vorplatz in einem Walliser Dorf entlockte unserem Wander-Grüppchen zahlreiche abschätzige Bemerkungen. Von “typisch schweizerisch” war die Rede. Ein “Füdlibürger” müsse sein, wer seinen asphaltierten Vorplatz derart vor fremden Autos zu schützen trachte. Reichlich “kleinkariert” kamen uns die zahlreichen Gartenzwerge vor, die hier stoisch ihren Dienst als Hüter eines selbst ernannten Gesetzes verrichteten. Sie sahen alle gleich aus, einer wie der andere. Es waren bestimmt deren zehn. Und alle waren sie mit einem Solarlämpchen ausgestattet.

“Hey Bea, das wäre doch ein Motiv für deinen Blog!” wurde ich unmissverständlich aufgefordert. Wer weiss, vielleicht würde daraus wirklich mal ein Blog-Beitrag, dachte ich mir, überquerte die Strasse und zückte meinen Foto-Apparat.

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Im Zug schaute ich mir die Bilder des gelungenen Wandertages an. Dazu hatte ich auf der langen Heimreise ausreichend Gelegenheit. Die Zwerge hatte ich bereits wieder vergessen.

“Oh, da haben wir ja noch den Gartenzwerg”, verkündete ich voller Entzücken in die Runde. “Mit allem Drum und Dran?” Mein Gegenüber wollte es sehr genau wissen. Ich schärfte meine Augen, zoomte einen Ausschnitt heran und war mir dann ganz sicher: Ja, das Drum ist auch Dran.

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