Nicht auf dem falschen Dampfer

Es gibt Redewendungen, von denen kann man sich nicht auf Anhieb erklären, woher sie stammen. Ich behaupte: Bei Dampf ist das anders. Jemandem Dampf machen, Dampf ablassen, unter Dampf stehen und was dem Hansdampf in allen Gassen sonst noch einfällt.

Mein innig geliebter Mitbewohner und ich haben letzthin durchaus nicht auf den falschen Dampfer gesetzt. Obschon, es gäbe deren fünf. Und früher oder später wäre wohl jeder in die gewünschte Richtung abgedampft. Unser Dampfer heisst “Stadt Luzern” und in ebendieser besteigen wir ihn.

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Mal schauen, ob ich die diversen Haltepunkte noch zusammenbringe.

Verkehrshaus, Hertenstein, Weggis, Vitznau, Beckenried, Gersau, Treib, Brunnen, Rütli, Sisikon, Tellsplatte, Flüelen.

An den meisten Orten war ich noch nie. Die Leute steigen aus und zu, doch spätestens in Flüelen steigen die meisten aus. Dort ist der Wendepunkt und der Schiffskurs erhält eine neue Nummer.

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Unterwegs werden wir per Lautsprecherdurchsagen mit Informationen zu Geografie, Geologie und Geschichte gefüttert. Der Vierwaldstättersee ist der viertgrösste See der Schweiz und an seiner tiefsten Stelle 214 m tief.

Es ist eine ungewohnte Perspektive, die sich uns auf der über dreistündigen Fahrt präsentiert. Hier Beckenried, ein weisser Fleck in meiner Landkarte.

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Das Tagsatzungshaus in Treib.

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“Uri” sieht ählich aus wie der Schaufelraddampfer “Stadt Luzern”.

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Segler, Surfer und Kitesurfer geniessen den Wind auf dem Urnersee.

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Die Tellskapelle. Schwer geschichtsträchtig!

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Blickwechsel. Normalerweise sehen wir den Urnersee von der Axenstrasse aus. Heute ist es umgekehrt.

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In Brunnen verlassen wir unseren Kahn.

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Mein geliebtes Heimatland, wie bist du doch schön!

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Erkenntnisse eines Pfingst-Wochenendes

In der Heimat ist es auch wieder schön.

Französische Olivensteine saufen sofort ab, während französische Kirschen-Steine wahlweise auf der Wasseroberfläche bleiben oder in gemässigtem Tempo absaufen. Würde ein eidgenössischer Chriesi-Stei den goldenen Mittelweg suchen?

Den Fischen stand der Sinn offenbar nicht nach anbeissen. Vielleicht haben sie sich mit unseren Oliven- und Kirschensteinen besser amüsiert als mit den Angelhaken.

Frau Flohnmobil ist wasserscheu. Sonst wäre sie gestern bei über 30 Grad in den erfrischenden See (je nach Quelle zwischen 19 und 24 Grad warm) gehüpft.

Auf dem See war es trotzdem schön.

Um etwas vernünftiges zu bloggen ist es zu heiss.

Um Blogs zu lesen offenbar auch. So jedenfalls interpretiere ich meine Besucherstatistik. Oder seht ihr das anders?