Die letzte Chance gepackt

… um im alten Jahr nochmals einige geruhsame Schwünge zu ziehen.

Erfahrungsgemäss hat es am Weihnachtstag nicht viele Leute auf der Skipiste. Das war heute – trotz des Prachtwetters – nicht anders.

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In den kommenden Tagen, und sei der Himmel noch so wolkenlos, werden mich keine zehn Pferde mehr auf eine Skipiste bringen. Da hat es mir zu viel Volk.

Aus dem Nähkästchen einer Skifahrerin

Mir ist im Verlauf der vielen Jahre, in denen ich Ski fahre, schon so Manches ungeplant vor die Skier geraten. Steine. Grasbüschel. Skifahrer. Maushaufen. Kunstschnee. Seit einigen Tagen ist mein Repertoire um ein gänzlich unerwartetes Objekt reicher geworden.

Im Rahmen des – übrigens perfekt organisierten –  Stöckli Skiplauschs, an dem ich vor kurzem teilgenommen habe, gab es zwei Nachtabfahrten auf der beleuchteten Skipiste von der Corvatsch-Mittelstation ins Tal. In flottem Tempo und mit mehr oder weniger gecarvten Schwüngen fuhren wir auf der frisch gebügelten Piste runter.

Wenige hundert Meter vor der Talstation schnellte plötzlich etwas von rechts her aus dem Wald. Im allerersten Augenblick dachte ich, es sei ein Hase. Im zweiten Augenblick, und das war bestenfalls ein Sekundenbruchteil später, erkannte ich den Vierbeiner als Reh. Handlungsbedarf war angesagt, zumal dem Tier ein zweites folgte. Beide wollten sie wohl die Piste überqueren. Das Zweite kehrte noch vor dem Pistenrand um, während das Erste unverdrossen weiter rannte.

Und ich? Vollbremsung!!! Stil war für einmal unwichtig, Hauptsache ich krachte nicht in das Vieh.

Glücklicherweise hatte es sich auch das erste Reh anders überlegt und flüchtete zurück in den Schutz des finsteren Waldes. Wessen Herz – also das des Rehs oder meines – danach mehr pöpperlete, möchte ich ja nicht wissen.

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Unsere kleine aber feine Gruppe hätte nichts gegen einen leckeren Rehrücken zum Znacht gehabt. Insbesondere unser Skilehrer, der voraus fuhr und vom Beinahe-Crash nichts mitbekam, wäre nicht abgeneigt gewesen, seine seit fünf Wochen andauernde Käse-Fondue-Kur zu unterbrechen.

Sollte nun irgend jemand auf die Idee kommen, Frau Flohnmobil hätte bereits etwas intus gehabt und sich das Ganze nur eingebildet: Ich war topfnüchtern. Und hatte obendrein Zeugen.

Gruss aus der Sahara

Genau, das wäre wohl der passende Titel für dieses Bild. Und der ist nicht etwa gaga. Genauso wenig wie ich, auch wenn mich gewisse Kreise für verrückt erklären, bei diesem fast schon frühsommerlichem Wetter freiwillig den Schnee aufzusuchen.

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Die Aussicht am heutigen sehr sonnigen Tage wurde tatsächlich getrübt durch Sahara-Staub, den der starke Südwind herangeweht hatte.

Das war allerdings die einzige Trübung, die ich an diesem Sonntag in Kauf nehmen musste. Ansonsten war es ein perfekter Skitag. Mit überraschend wenig Leuten, perfekten Pistenverhältnissen und sehr charmanter Begleitung.

So ganz nebenbei mal auf der Skipiste

Man trifft ja immer wieder Hunde auf der Skipiste an. Sauhunde. Wilde Hunde. Aber einen richtigen Vierbeiner (sieht man mal von ausgebildeten Lawinenhunden ab), habe ich noch nie gesehen. Bis gestern.

Da stand ich am Sessellift, neben mir ein Mann. Und ein Hund. Eigentlich nichts Aussergewöhnliches, wenn man mal davon absieht, dass der Mann Skis anhatte. Ob er das könne, fragte ich den Skifahrer. Klar, dass damit der Hund gemeint war. Und ebenso klar bezog sich meine Frage darauf, ob der Hund Sessellift fahren könne. “Das hat sie schon viel gemacht”, war die Antwort. Eine Hündin also. Hm. Der Sessellift kam, der Hund sprang auf, wir setzten uns, zogen den Bügel runter und aufwärts ging es.

Im Gespräch auf dem Lift fand ich heraus, dass der Mann öfters mit seinem Hund auf die Skipiste geht, aber immer nur, wenn es nicht viele Leute hat. Insofern hatten wir da etwas gemeinsam. Er habe den Hund – demonstrierte es fuchtelnd mit beiden Händen – an einer elastischen Leine. Das funktioniere hervorragend, es mache dem Vierbeiner Spass. Wie lange er es aushalte? So gute zweieinhalb Stunden schon. Wenn der Untergrund hart gefroren sei, dann habe er Hundeschüeli. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Einzig, wenn es zu viele Leute auf der Piste habe, sei es nicht so gäbig, denn wecke sich im Hund der Jagdtrieb.

Einen Hund am Hosenbein, dachte ich mit Sorge um meine teuren Skihosen, das wäre wahrscheinlich so ziemlich das Letzte, was ich auf einer Skipiste erwarten würde.

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Nein, dieser berühmte Blog-Hund war es nicht (der Ski-Hund war eine andere Rasse, etwas grösser).
Und sein Besitzer verabscheut Schnee aus tiefstem, allertiefstem Herzen.

Augenwischerei

 

Frau Flohnmobil

schwebt

seit ein paar Tagen

a u f   W o l k e   S i e b e n .

 

Denn neuerdings

betrachtet sie

alles

durch eine rosa Brille.

 

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Eine derartige Glückseligkeit kann man übrigens käuflich erwerben.

Für schlappe 200 Stutz.

PS: Gegen die Wolken- und Nebelbänke der letzten zwei Tage war allerdings auch der rosa Durchblick machtlos.

Auf Kriegsfuss mit dem Panorama

Eigentlich bin ich ja eine Schönwetter-Skifahrerin. Ich würde nie vorsätzlich bei schlechtem Wetter auf die Piste gehen.

Allerdings scheiden sich die Geister, was denn schlechtes Wetter überhaupt ist. Der Spruch “es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung” verliert etwas an Brillanz, wenn man beim Skifahren kaum über die Skispitze hinaus sieht. Genau das ist mir heute passiert. Die Nebelbänke waren faustdick. Die Hoffnung, wenigstens zuoberst im Skigebiet blauen Himmel anzutreffen, erfüllte sich nicht.

Das Panorama in Brigels kenne ich zwar auswendig, darauf verzichten mag ich beim Skifahren aber nur ungern. Anstelle eines Bildes hätte ich ebenso gut ein weisses Blatt Papier fotografieren können.

Der einzige Vorteil, den man solchen Verhältnissen abgewinnen kann: Die Gefahr, auf der Piste abgeschossen zu werden, war für einmal absolut inexistent.

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Wenn der Ski ein Krüppel ist

Es war exakt das passende Wetter, um mit meinem frisch geschliffenen Ski die Pisten unsicher zu machen.
Genau gesagt ist mein nicht ganz günstiger, erst 7 Tage gefahrener, frisch geschliffener Ski zwar ein Krüppel und eigentlich nur eine Notlösung. Denn unter dem Fersenautomat des einen Skis hat sich auf einer Länge von ca. 15 cm eine gleichmässige Erhebung gebildet, die dort nicht hin gehört. Da ich mitten im Winter den Ski nicht 14 Tage zur Garantie-Abklärung hergeben wollte und es mitten in den Schulferien auch keinen adäquaten Leihski gab, bot mir Stöckli an, den Belag vorerst mal plan zu schleifen.
Das Krüppeli hat sich gut gehalten; es verfügt nach dem Service über einen – abgesehen von der Problemzone – mustergültigen Steinschliff und perfekt präparierte Kanten. Eigentlich alles paletti. Dennoch gehe ich davon aus, dass mein Ski einen Fabrikationsfehler hat und man ihn mir auf Garantie ersetzen wird. Das tönt im ersten Augenblick nach gutem Kundenservice, immerhin steht mir in Aussicht, nach einem ganzen Winter einen ganz neuen Ski zu erhalten. Den Weg 3 x nach Kloten wird mir jedoch kaum jemand vergüten.
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Eine Bombe platzen lassen

Es gibt verschiedene Arten von Skifahrern. Die einen laufen zur Höchstform auf, wenn sie Pulverschnee unter den Skiern haben, die andern erst, wenn sie die Skier abschnallen.

Ohne Zweifel, meine Stärke liegt nicht im Après-Ski. Ich mache mit meinen Carving-Schwüngen die bessere Falle als an einer Schneebar hängend. Nichts desto trotz musste ich in den Ferien im Südtirol auch mal so eine Flüssigbombe bestellen.

Darf ich vorstellen: B o m b a r d i n o

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Wer die süsse Bombe nicht kennt, dem kann HIER geholfen werden.