Frische Brise

Mitten in der grössten Affenhitze habe ich folgende Zeitung aus dem Briefkasten gefischt:

Keine vier Monate, und landauf-landab wird man wieder auf Schnee hoffen und bangen. Wenigstens für den Abend des 24. Dezembers.

Beim Gedanken an Wintersport fühle ich mich sogleich etwas erfrischt. Und sollte diese Frische nicht lange anhalten, kann ich mir immer noch mit der Zeitung etwas Luft zufächeln, bevor sie auf dem Altpapier-Haufen landet.

Coole Aussichten

Angesichts der drükenden Hitze hatte ich mir überlegt, anstelle meines innig geliebten Mitbewohners, der momentan definitiv zu heiss gibt, ein paar Eiswürfel mit ins Bett zu nehmen. Eine interne Abklärung hat relativ schnell ergeben, dass diese Idee nicht von der ganzen Familie gutgeheissen wird. Varianten waren gefragt.

Als Sofortmassnahme entschied ich mich, anstelle der roten Bettwäsche die blaue zu verwenden. Da der gewünscht Langzeiteffekt ausblieb (wer mag im Dunkeln schon ständig nachschauen, ob die Bettwäsche immer noch im kühlenden Blau ist?) mussten weitere Ideen her. Nur was?

Bekanntlich fängt alles im Kopf an. Auch das Schwitzen? Ich versuche mir vorzustellen, wie jämmerlich ich im vergangenen Dezember im Engadin bei 20 Grad minus an den Arsch gefroren habe. Dieses gedankliche Abschweifen drosselt die Temperaturen zwar nicht merklich, hält mir aber vor Augen, dass es in absehbarer Zeit wieder kühler werden wird. Und es hält mir vor Augen, dass meine persönliche Wohlfühlzone extrem überschaubar ist. In der Regel zwischen 23 und 25 Grad.

Im Winter kann man sich gegen die Kälte anziehen– bis man sich vor lauter Kleiderschichten kaum mehr bewegen kann. Der Schutz vor Hitze fordert andere Massnahmen. Ich habe mein Patentrezept noch nicht gefunden. Eine Strom fressende Klimaanlage kommt mir jedenfalls nicht in die Wohnung. Da schaue ich mir lieber kühlende Bilder an, so wie dieses hier: