Warten auf schlechtes Wetter

Ich schiebe seit längerem etwas vor mir her. Genau gesagt seit 2 Wochen. Aber immer war etwas wichtiger, unaufschiebbarer. Und nicht zuletzt das Wetter zu schön.

Ich habe mir einen neuen Fotoapparat gekauft. Und auch wenn ich vermutlich mehr als 95 % der Bilder im Auto-Modus knipsen werde, so sollte ich mir besser früher als später mal die Bedienungsanleitung zur Brust nehmen. 225 Seiten – mir graut!

Grundsätzlich bin ich ja mehr der Typ von try and error. Also einfach mal versuchen, wie es sich so knipst. Immerhin habe ich mit diesem Vorgehen mit der neuen Kamera schon über 300 Bilder gemacht. Und gar nicht so schlechte, wenn ich das mal sagen darf. Oder wagt jemand angesichts meiner Fotos in den letzten paar Blogs etwas anderes zu behaupten?!?

So warte ich nun also darauf, dass ich in Musse am Schreibtisch sitzen und mir die Bedienungsanleitung am PC zu Gemüte führen kann, während ich nicht das Gefühl haben muss, draussen etwas zu verpassen.

Bis es soweit ist, werde ich mir alle Mühe geben, dass meine neuste Errungenschaft möglichst schnell amortisiert wird.

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Finde die perfekte Christrose!

Einmal mehr trübes Wetter nördlich der Alpen, Sonnenschein verheissender Wetterbericht ennet dem Gotthard. Also: Ab durchs Loch!

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Für einmal hat die Wanderung weniger ein Ziel denn ein Motto: Auf der Suche nach den Christrosen am Monte Brè. Doch bevor die erste Christrose auftaucht, erblickt mein Kennerblick Pilze. Gleich an mehreren der hölzernen Treppenstufen wachsen Austern-Seitlinge. Man hätte sie ernten und essen können.

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Der eine oder andere Farbtupfer drängt sich durchs trockene Laub dem Licht entgegen.

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Wälder haben für mich um diese Jahreszeit eine spezielle Ausstrahlung. Nie sieht man ihre Strukturen besser. Diese Auswüchse hätte man angesichts eines üppigen Blätterwalds glatt übersehen.

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Und endlich geben sich die ersten Christrosen die Ehre. Teilweise kommen sei erst gerade aus dem braunen Laub heraus. Allesamt sind sie noch grün. Wir sind doch nicht etwa zu früh dran?

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Wir steigen weiter der Flanke des Monte Brè hoch, geniessen die warmen Sonnenstrahlen und die herrliche Aussicht.

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Es blüht, kommt hier zahlreich vor, aber keine Ahnung, was es ist.

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Eine gelungene Bärli-Holz-Skulptur. Leider etwas schwierig zu fotografieren im Gegenlicht.

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Herrlich gelegen, dieses Brè sopra Lugano.

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Wir steigen noch ganz hoch bis zum Monte Brè und machen dort Mittagsrast.

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Vom Hausberg Luganos aus haben wir eine prächtige Aussicht.

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Der Blick reicht einmal mehr bis zum Monte-Rosa-Massiv.

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Die Bloggerin an der Vorbereitung für diesen Eintrag.

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Über diese unsäglichen Treppen, die nie mit dem Schritt aufgehen, geht es zurück ins Dorf, wo leider alle Restaurants geschlossen sind. Kafi aufgeschoben!

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Noch immer träumen gewisse Leute unserer Gruppe von “ganzen Wiesen von Christrosen”, während sich andere damit abgefunden haben, dass wir zu früh dran sind.

Als dann aber doch noch blühende Christrosen den Wegrand säumen, sind alle begeistert.

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Auf der Suche nach der perfekten Christrose, die sich perfekt dem Betrachter entgegenstellt und in perfekter Farbe erstrahlt, hangeln sich die Fotografen das Bord rauf und runter.

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Die Bloggerin macht da keine Ausnahme und geht vor Begeisterung sogar in die Knie.

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„Ich han gar kei Hand me frei zum abdrucke…!“

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Wohl haben wir den schönsten Teil der Wanderung hinter uns, nicht aber die Treppen.

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Wir ersparen uns den Marsch durch die Agglo von Lugano und nehmen den Bus “San Zurigo”.

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Blick zurück vom Bahnhof Lugano aus. Hier reicht es noch für einen Stehkaffee, bevor uns der Zug zurück in die Deutschschweiz bringt.

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Einmal mehr eine super Idee von Beat, die neun Mitwanderer begeistert übernommen haben. Vielen Dank an alle für die tolle Wanderbegleitung.

Mehr Bilder gibt es  h i e r .

Karte

 

Auf der Suche nach der Sonne und den Wanderkollegen

Der Start in den Wandertag – so entspannt er aufgrund der Tageszeit hätte sein können – gestaltete sich etwas harzig. Wieso müssen in Zürich auch gleich zwei Züge um 9.09 Uhr Richtung Zug fahren? Der eine als S-Bahn, der andere mit Endziel Monza. Ich hockte im falschen Zug. Und erreichte den Ausgangsort Aegeri mit einer halben Stunde Verspätung, wo ein fünfköpfiges Empfangs-Komitee auf mich wartete. Upps!

Unter einer zähen Nebeldecke ging es Richtung Aegerisee. Unterwegs diese flotte Lorze-Flotte.

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Vom See sahen wir nicht viel. Das hatte weniger mit dem Nebel zu tun, als mit dem Weg.

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Dieser führte uns eingezäunt im Zickzack durchs Gelände. Der Zaun galt eindeutig den Wanderern und nicht etwaigen weidenden Tieren.

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Für einen ersten Lichtblick sorgte der Laternenweg, dem wir einige hundert Meter folgten.

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Mal nachdenklich stimmend, mal fromm, mal lustig waren die Laternen am Wegesrand.

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Noch immer stocherten wir durch den Nebel. Allerdings hatten wir auch noch kaum Höhe gemacht. Dennoch konnte man sich einbilden, es werde langsam heller.

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Aber ja doch!

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Zumindest sahen wir die Sonnenstrahlen bereits.

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Und endlich – boah!

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Beim Buschenchappeli machten wir Mittagshalt.

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Knapp über dem Nebelmeer

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Pulver gut – zehn Zentimeter. Die Wege im Wald waren gut zu begehen. Etwas schliferig war es auf den Strassen, wo die Autos den Schnee poliert hatten.

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Kein Rauch auszumachen, der Samichlaus hatte an seinem Tag wohl besseres zu tun, als seine Hütte zu beheizen.

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Immer noch über dem Nebel, aber wahrscheinlich nicht mehr lange.

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Nochmals ein paar Meter aufwärts, das reichte bereits, um erneut eine zauberhafte Stimmung einzufangen.

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Beinahe gespenstisch, all diese Stimmungen am heutigen Tag.

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Die Wanderung endete, wie sie begonnen hatte: im Nebel. Aber dazwischen winterwanderte es auf höchst erfreuliche Art.

Einen herzlichen Dank an Beat für die Organisation und Durchführung dieser Tour. Und ein ebensolches Dankeschön allen Teilnehmern, dass ihr so lieb wart, auf die schusselige Bea zu warten. Ich werde in Zukunft den Fahrplan wieder etwas aufmerksamer studieren.

Weitere Informationen und Bilder zu dieser Wanderung gibt es HIER.

Karte

Pflanzen Sie jetzt noch keinen Basilikum!

Dieser Titel gehörte zu einer Garten-Kolumne, die es gestern in meiner Tageszeitung zu lesen gab. Die Autorin widmete sich zwar vorwiegend anderen gärtnerischen Themen, sprach jedoch am Schluss des Textes eine besserwisserische Warnung aus, es sei noch zu früh für Basilikum.

Dem muss ich jetzt mal ganz klar widersprechen. Gut gehegt und gepflegt wird so ein Basilikum die nächsten Wochen, die möglicherweise nicht mehr so derart sonnig und warm sein werden, wie die vergangene, überstehen.

Ich jedenfalls habe mir einen Basilikum gekauft. Und dieser wird nun in altbekannter Manier am Morgen durch die Wohnung getragen und vors sonnige Schlafzimmer-Fenster gestellt und am Nachmittag wieder zurück vors Wohnzimmer. Die Nächte wird er selbstverständlich unter meiner Bettdecke in der warmen Stube verbringen.

Sollte dieses Procedere wider erwarten keinen Erfolg bringen, so habe ich doch immerhin die Gewissheit, dass ich 1. bereits Basilikum ernten konnte und es mir 2. garantiert gelungen ist, meine Nachbarin zu ärgern.

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Das Beste am Schluss

So, mein lieber Stöckli, nun beginnt ein anderes Leben. Ab sofort haben du und deine beiden Kumpels Sommerferien.

Ihr habt nochmals alles gegeben, habt mich begleitet, mich in Schwung gehalten. Zusammen mit euch habe ich eine weitere Skisaison sturz- und unfallfrei über die Bühne gebracht. Die letzten fünf Tage hielten für euch wie für mich nochmals einige Überraschungen bereit. So viel Neuschnee und tolle Pistenverhältnisse habe ich um die Jahreszeit schon lange nicht mehr gesehen. Das ging leider einher mit nicht immer ganz wolkenlosem Wetter. Von den frostigen Temperaturen reden wir schon gar nicht. Doch Petrus (oder war es diese schrullige Frau Holle?) sparte sich den schönsten Tag fürs Finale auf. Heute:

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Und damit ist nun auch für meinen innig geliebten Mitbewohner und mich die Skisaison zu Ende. Wirklich, wahrhaftig und definitiv. Nach dem allgemeinen Abtaucher in den Winter, der nicht nur uns auf dem Hintertuxer Gletscher betroffen hat, freuen wir uns auf den Sommer.

Lebensverkürzende Sofortmassnahmen

Er hatte einen schwierigen Start. In seinen ersten Wochen unter meiner Obhut wäre er angesichts des anhaltenden Regens beinahe zur Wasserpflanze mutiert. Im nachfolgenden Sommer jedoch kam er uneingeschränkt auf seine Kosten und erholte sich prächtig.

Er wurde – einmal mehr – zum Stolz meines Kräutergartens. In diesem heissen, sonnigen Sommer konnte man aus der Sicht eines Basilikums nichts falsch machen – ausser ihn zu wenig giessen.

Er gedieh üppig und ich konnte mich seiner vielen Blätter kaum wehren. Glücklicherweise gab es in nächster Nähe dankbare Abnehmer. Eine liebe Nachbarin, die in gewissen Jahren meinen kleinen Garten länger betreut hat als ich selber, statte ihrem Teilzeitschützling regelmässig Besuch ab.

Indes hatte er dieses Jahr gegen einen Fremdling zu bestehen. Das kleine, zarte Gewächs, das ich Anfang Mai in der Provence gekauft und mit nach Hause genommen hatte, war zur ernst zu nehmenden Konkurrenz herangewachsen. Beide Pflanzen zusammen lieferten so viel Grünzeug, dass ich beinahe Salat daraus gemacht hätte.

Aber wie das so ist mit diesen Sonnenanbetern – und dazu gehört Basilikum mehr als jede andere Gewürzpflanze – setzte auch meinen beiden Pflanzen das kühle Wetter Anfangs Oktober zu. Der kleinblättrige Basilikum (Basilic marseillaise) wanderte schon bald dem Kompost entgegen. Der grossblättrige dagegen konnte in die Verlängerung gehen. Die sonnigen Stunden der vergangenen Wochen verbrachte er so oft wie möglich draussen auf dem Fensterbrett, während er in der Nacht im Wohnzimmer den kühlen Temperaturen entgegen konnte. Nichts desto trotz geriet er in ein Sonnenmanko. Und selbst wenn aus den verholzten Stängeln wieder frische Austriebe auszumachen waren, heute trat er seine letzte Reise an. Nebst dem für Ende Woche angekündigten Wintereinbruch wird bei uns in wenigen Tagen die Grüngut-Abfuhr eingestellt. Es macht keinen Sinn mehr, diese Pflanze noch weiter zu hätscheln. Selbst wenn ich nicht ohne Stolz einräumen muss, dass er auch kurz vor seiner Kompostierung noch besser aussah als so manches Gewächs seinesgleichen in unserem Quartier mitten im Hochsommer.

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Und so bleibt vom Basilikum Jahrgang 2015 nebst zwei Gläsern Pesto nur eine weitere Folge in meiner kleinen Serie über dieses herrliche Kraut.

Ich bin dann mal Pesto

Als ich kürzlich im Wartezimmer des Zahnarztes sass, blätterte ich ziemlich unmotiviert in einer Zeitschrift und stiess auf folgende Kontaktanzeige:

 

Ich bin

Ein Sonnenkind, wärmeliebend, voller Rasse, für allerlei feine Sachen zu haben, gut integriert, sprachbegabt, beliebt landauf-landab. Momentan etwas zerzaust, aber mit beträchtlichem Entwicklungspotential.

 

Ich suche

Eine einfühlsame Person, der mir die nötige Zuwendung zukommen lässt. Jemand, der mich verwöhnt, mir meine Wünsche von den Blättern abliest und mit meinem südländischen Temperament umzugehen versteht. Jemand, dem die inneren Werte wichtiger sind als Äusserlichkeiten…


 

… denn sonst ende ich über kurz oder lang so: