Mein uBu-Tag

Eigentlich wollte ich gar nichts über meine heutige Velotour schreiben.

Ich wollte weder schreiben, dass es ziemlich viele Velofahrer unterwegs hatte, noch, dass es ziemlich wenige waren, die mit reiner Muskelkraft vorwärts kamen.

Ebenso wenig wollte ich hier verlauten lassen, dass ich mich masslos darüber geärgert hatte, wie viel Unrat an den Strassenrändern und in den angrenzenden Wiesen herumliegt.

Es sollte hier auch nicht breitgeschlagen werden, dass es offenbar der Tag der Testosteron geschwängerten Boliden mit Harry-Hasler-Fahrern am Steuer war.

Und wen interessiert schon, dass ich Pilze vom Velo aus sah?

Nein, eigentlich wollte ich nur schreiben, dass ich mit mir und meiner kleinen Welt nach der heutigen Velotour um de Bachtel ume ganz zufrieden bin. Und dir DANKE sagen, dass du im Flohnmobil mitliest.

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Diese Pilze waren es zwar nicht. Aber das merkt ja hier keiner.

Verstehe einer diese Menschheit

Gewagte Überholmanöver.
Hupen.
Stinkefinger zeigen.
Mit PS-geschwängerten Boliden durch die Gegend rauschen.
Die Geschwindigkeits-Kontrolle der Polizei sicher ein einträgliches Geschäft.

Wieso hatten es heute alle so eilig?

Konnten sie sich nicht erfreuen am prächtigen Wetter dieses Sonn(en)tags? Ein Blick über die Nasenspitze hinaus hätte die Schönheit der Natur offenbart. Die saftig grünen Wiesen und die schneebedeckten Berge dahinter. Aber dafür hätte man vermutlich aus dem Auto steigen, hätte sein Motorrad am Strassenrand parken müssen. Manch einem würde dabei die Geräuschkulisse fehlen, um die Umgebung angemessen bewundern zu können. Und der Gestank nach Abgas.

Verstehe einer diese Menschheit.

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Sonn-Tags-Kuchen

Das Rezept tönte verlockend, die erforderliche „gut reife“ Mango dümpelte schon seit einigen Tagen in meiner Früchteschale rum. Also schritt ich gestern Abend zur Tat.

Zuerst buk ich den Boden, dann war die Quarkmasse dran. Ich kam kurz ins Zögern als ich „die Hälfte der Mango für Dekoration“ zurückbehalten sollte. Wo mir doch bekanntermassen das Dekorations-Gen fehlt. Ich konnte mich durchringen, ein paar wenige Schnitze zu behalten, der grössere Teil der Mango endete als Püree.

Heute die bange Frage: Würde die Torte steif sein? Hätte mich jemand gefragt, ich hätte Mangos in die gleiche Kategorie geworfen wie Kiwis und Ananas. Diese beiden Früchte besitzen ein Enzym, das den Geliervorgang der Gelatine unterbindet. Bei Mangos ist das offenbar nicht so. Die Gelatinemasse war steifer als eine Schweizer Fahne im Bieswind. Der optische Eindruck stimmte also. Und der Kulinarische? Nun, meinem innig geliebten Mitbewohner war der Boden zu gesund. Sollte ich mich also jemals erdreisten, diese Torte nochmals zubereiten zu wollen, müsste ich die Haferflocken weglassen.

Das Gelungenste an dieser Mango-Quarktorte war aber ohne Zweifel der Umstand, dass wir sie draussen essen konnten ohne Frostbeulen zu riskieren.

Und nun noch – selbst auf das Risiko hin, dass ich beim Wilden Poulet wieder mal in Ungnade verfalle – das Rezept, das diese Woche im Tages-Anzeiger veröffentlicht wurde.