Von Bäuchen und sonstigen Gefühlen

Es ist die grosse Herausforderung dieser Tage, den geeigneten Augenblick für Outdoor-Aktivitäten nicht zu verpassen. Denn kaum ist man draussen, kann es schon wieder zu regnen anfangen, obschon doch beim Schuhe schnüren eben noch die Sonne schien.

So bleibt denn, hat man wie mein innig geliebter Mitbewohner und ich keine gesteigerten Ambitionen, den ganzen Tag auf schönes Wetter zu warten, nur die Flucht nach vorne. Nötigenfalls mit einem Regenschirm bewaffnet. Oder zumindest mit etwas Wasserdichtem.

Es begann nicht allzu schlecht und vor allem trocken. In unserem Rücken blinzelte sogar die Sonne zwischen schweren Wolken hindurch. Wir wählten eine Route, die wir nach Belieben ausbauen konnten, so denn das Wetter sich von seiner anständigen Seite zeigen sollte. Unterwegs trafen wir einen Nachbarn, der vom Joggen zurück kam und wir unterhielten uns kurz mit ihm. Unter anderem natürlich auch über das lausige, unberechenbare Wetter, das nun schon seit Tagen herrscht. Unser Nachbar versicherte uns ziemlich glaubhaft, dass sein meteorologisches Bauchgefühl ihm sage, dass sich die drohenden Regenwolken verziehen würden.

Der Mitbewohner und ich gingen weiter, trauten der Sache aber nicht so recht und schlugen bald einen Haken und somit den Heimweg ein. Zehn Minuten vor Erreichen des sicheren Hafens begann der Himmel seine Schleusen zu öffnen. Wir kamen zwar nicht klatschnass, aber für unser Empfinden eindeutig zu nass nach Hause. Dort übrigens joggte gerade ein gut gespülter Hobby-Meteorologe auf den Hauseingang zu.

Langsam wird es wirklich schwierig. Auf die Wetter-Prognosen der Profis konnte man sich in den vergangenen Tagen nicht verlassen. Und Bauchgefühle sind offenbar auch nicht mehr, was sie mal waren.

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Und einmal mehr dauert es nicht mehr lange, bis es zu regnen anfängt.