Corona ausblenden

Kann ich am einfachsten und wirkungsvollsten auf einer Wanderung. Unter dem blauen Himmel fühle ich mich frei und unbelastet. Hier ein Querschnitt durch die drei vergangenen Wandertage dieses Spätherbstes.

Samstag, 21. November

Der erste Schnee beschert uns einen kalten Start in die Winter-Wandersaison. Nichts desto trotz war es ein herrlicher Tag mit zusehends weniger der weissen Pracht.

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Oberiberg – Ibergeregg – Brünnelistock – Furggelenstock – Furggelen – Oberiberg.
Ca. 3 1/2 Std.

Sonntag, 22. November

Tiefer gelegen und stets darauf bedacht, ja nicht in den Schatten zu kommen…

… was uns dank sorgfältiger Routenwahl weitestgehend gelungen ist.

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Illgau – Tristel – Muotatal – Tritt – Illgau
Ca. 3 1/2 Std.

Montag, 24. November

Bei dem schönen Wetter daheim bleiben? Kommt nicht in Frage!

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Gribsch – Gnipen – Ochsenboden – Spitzibüel – Gribsch
Nomal öppe 3 1/2 Std.


So kommt man auch in Corona-Zeiten über die Runden und bleibt bei Verstand.

Im Anti-Stubenhocker-Modus

Ich mutierte in den letzten Tagen und Wochen zusehends zum Stubenhocker. Wohl nie ganz untätig, schon gar nicht sportlich, aber doch fauler als mir lieb war. So ergriff ich die Flucht nach vorne und schrieb eine Flachland-Wanderung aus, für die sich zwei weitere Stubenhocker fanden.

Start ist in Reigoldswil, einer mir absolut unbekannten Ecke des Baselbietes. Um ehrlich zu sein: Es gibt grundsätzlich sehr wenig mir bekannte Ecken in diesem Halbkanton.

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Der Weg ist abwechslungsreich, führt anfangs durch ein feuchtes, moosiges Töbeli.

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Theoretisch weitsichtet es, aber heute ist es etwas trübe, doch immerhin trocken. Im Frühling, wenn die Chriesibäume blühen, muss es hier ganz nett sein.

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Die Farbtupfer sind eher in der Nähe zu suchen.

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Ein besonderer Baustil – und ausserdem am Ende einer ziemlich maroden Leiter.

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Eine stattliche Eiche, die bereits auf dem weitläufigen Areal von Schloss Wildenstein steht.

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Wir machen Mittagspause beim Hoflädeli, das zum Gutsbetrieb des Schlosses gehört. Eigentlich hätten wir ja gedacht, dass wir drinnen etwas an der Wärme sitzen können. Doch das “Lädeli” ist nichts weiter als eine Ecke des riesigen Kuhstalls. Und stinkt entsprechend nach Mist. Wir ziehen den Aufenthalt im Freien vor.

Mit vollen Bäuchen geht es nur noch bergab.

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Wir bestaunen ein paar alt-ehrwürdige Gebäude in Bubendorf und nehmen das letzte Teilstück nach Liestal unter die Füsse. Unsere Schuhe kann man danach nicht mehr als sauber bezeichnen. Immerhin: Die Reinigungs-Arbeit wird sich daheim in bester Stubenhocker-Manier ausführen lassen. 

Diese spätherbstliche Wanderung, die sich bei sonnigem Wetter bestimmt mehr gelohnt hätte, ist etwa 16 Kilometer lang. Reine Wanderzeit 3 1/2 Stunden.

Mehr Infos zur Wanderung gibt es HIER (umgekehrte Richtung).

Durch die Olivenbäume am Lago di Lugano

Es mutet noch immer seltsam an, bei Temperaturen knapp über Null das Haus in die stockfinstere Nacht hinaus zu verlassen und mehr oder weniger wach aufs Postauto zu warten. Doch einmal mehr hat sich der lange Weg ins Tessin gelohnt. Der blaue Himmel jedoch täuscht. Am Bahnhof Lugano empfing uns ein derart giftiger Nordföhn, dass jeder unserer siebenköpfigen Gruppe subito etwas über die Löffel zog.

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Dann ging es über die Treppenstufen runter in die Stadt, die kurz vor 10.00 Uhr noch im Sonntagsschlaf zu stecken schien.

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Dieser Fischer dagegen war schon fleissig.

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Und wir natürlich auch.

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Ich musste zweimal schauen, ob das zwei einzelne oder ein Zwillings-Velo waren.

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Start zum Olivenweg.

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Die zarten Wedel des Pampa-Grases haben mir schon immer gefallen.

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Auch solche Schönheiten am Wegesrand, wie dieses Granat-Öpfeli ziehen meine Blicke magisch an.

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Und dann diese Landschaft erst!

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Höchst interessante Gesteinsschichtungen am Weg nach Gandria.

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Gandria ist ziemlich ausgestorben. Viele der Restaurants machen erst an Ostern wieder auf.

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Wenig Betrieb auch auf dem Kursschiff.

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Wir machten Mittagshalt an einem windgeschützten Ort mitten in den Olivenbäumen. Ich hatte nicht gewusst, dass in unserem Land überhaupt Olivenbäume wachsen. Allerdings bin ich mir von unseren Reisen den Anblick wesentlich grösserer Exemplare gewöhnt.

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Das Kraut der Osterglocken ist schon ziemlich weit. Offenbar findet im Tessin Ostern an Weihnachten statt.

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Ich konnte mich am Panorama kaum satt sehen. Man beachte die Schaumkrönchen auf dem See.

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Den Campanile von Gandria hat nicht der Wind schief geblasen. Das ist mein Augenmass…

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Wir verlassen den Sentiero dell’Olivo. Es geht obsi Richtung Monte Bré.

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Der Monte Bré ist heute nicht unser Ziel, sondern ein genial angelegter Weg, der uns nach Ruvigilana führt.

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Vom Aussichtspunkt San Michele aus ist dieses Lugano keine Augenweide.

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Der markierte Wanderweg führt – wahrscheinlich nicht immer zur Freude der Anwohner – mitten durchs Wohnquartier.

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Unten am See flaniert viel und viel dickes und viel dick eingemümmeltes Volk. Sooo kalt ist es zwar auch wieder nicht, aber wenn man im Tessin schon mal seine Winterwäsche brauchen kann…

Auch die Pedalos sind auf Winterbetrieb eingestellt.

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Baum im Baum in Parco Civico.

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Das war’s. Eine schöne, eher gemütliche Wanderung, etwa vier Stunden. Unter einem Himmel, dem man keine Wolke abgewinnen konnte.

Beim Bahnhof Lugano nervten uns die Kellner im Ristorante Ana Capri, die trotz halbleerem Restaurant keinen Tisch für uns freigeben wollten, an dem wir alle zusammen hätten sitzen können. Soviel zur Schweizer Gastfreundschaft. Im Bahnhofbuffet kamen wir dann immerhin noch zu einem Kaffee, auch wenn man sich Gemütlicheres vorstellen könnte, als direkt neben dem Eingang zu Siebt an zwei runden Bistro-Tischchen zu kleben.

Von solchen Intermezzos lasse ich mir jedenfalls den Spass nicht vertreiben, und ich glaube, es ging dem Rest der Gruppe genauso. Es war nämlich einmal mehr ein toller Wandertag.

Danke Beat!

Mehr Infos und Bilder zur Wanderung gibt es HIER.

Karte

Fast zu schön

Es schrammte haarscharf am Kitsch vorbei, was sich die Natur heute wieder hatte für uns einfallen lassen. Föhnig, mild, die verschneiten Berge zum Greifen nah und gestochen scharf. Zwar hatte ich auf dem Nachmittags-Spaziergang den idealen Zeitpunkt fürs Fotografieren verpasst, dennoch:

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Wie dankbar bin ich doch, hier zu leben.

Meine Schweiz. Mein sicherer Hafen. Meine Heimat.

Tschalperei durch die Kastanien

Ich komme gleich ohne Umschweife zur Sache, denn die gestrige Wanderung tat es mit uns auch. Kaum dem Postauto in Brissago entstiegen, ging es obsi. Über x Treppenstufen arbeiteten wir uns das Tessiner Dorf hoch.

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Die Aussicht auf Aussicht steigerte sich mit jeder einzelnen Treppenstufe.

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Nach dem Treppen- und Gassen-Wirrwarr Brissagos folgten die nicht immer schaurig aufdringlich angeschriebenen Wanderwege durch die Kastanienwälder.

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Es raschelte und knisterte unter unseren Füssen.

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Mitunter lag so viel Laub, dass wir uns den Weg zwischen den Wurzeln, Treppenstufen und Steinen regelrecht mit den Füssen ertasten mussten.

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Bei den Rustici von Piano fand sich ein geeignetes Plätzchen für den Mittagshalt. Dies war mit knapp 900 m gleichzeitig der höchste Punkt der Wanderung.

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Hier gibt’s noch Ausbau-Potential.

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Selbst hier oben ist man offenbar nicht vor Dieben sicher. Man beachte die Veloschlösser, mit denen die Solarpaneele gesichert sind.

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Es war so schön, mir fehlen grad die Worte.

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Wir durchtschalpten sie zuhauf, die für diesen Blogbeitrag namensgebenden – ähm – Kastanien.

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Auf dem Felsgupf Balladrum (483 m)

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Unser Ziel Ascona kommt immer näher.

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Gezählt hat sie niemand, aber das sind die letzten von wahrscheinlich über 1’000 Treppenstufen, die wir am heutigen Tag bewältigt haben.

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Dort unten wartet irgendwo ein Tisch an der Sonne für unsere Einkehr.

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Zu meinem Schreck ist in den Gassen Asconas nicht nur die Weihnachtsbeleuchtung schon aufgehängt, in gewissen Läden treibt sie mit blinkenden Sternen auch schon ihr Unwesen. Hilfe!!!

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Die Schatten auf der berühmten Promenade von Ascona werden schon länger. Aber zumindest für die erste Hälfte unserer Einkehr geniessen wir noch einige Sonnenstrahlen.

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War das wieder eine schöne Wanderung! Mit allen Fotohalts und der Mittagspause sind wir fünf Stunden unterwegs gewesen. Vielen Dank an Beat für die Organisation und allen Mitwanderern für die nette Begleitung.

Auf dass Beat die guten Ideen noch lange nicht ausgehen!

Karte

Meine Souvenirs sind meist kulinarischer Art. Diesen kleinen Panettone konnte ich nicht widerstehen. Heute Sonntag wird es dem linken an den Kragen gehen. Dem mit Kastanien. Aus Marroni. Also Marron glacé. Sorry, Barbara…

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Er lässt sich Zeit

Das sonnige, milde Wetter dieser Tage (sofern man den Nebel nicht von unten ansieht) lässt beinahe vergessen, dass es schon Anfangs November ist.

Jäh in die Realität zurückgeholt wird erst, wer zum Beispiel am Rande eines Wanderwegs einen Ratrac erblickt. Am notabene offenbar unsonnigsten Tag dieser Woche haben mein innig geliebter Mitbewohner und ich eine Wanderung durchs Rothenthurmer Moor unternommen. Im Winter wird dort eine Langlauf-Spur angelegt, die auch wir in früheren Jahren öfters abgespult haben.

Offenbar rechnen die Rothenthurmer fest mit Schnee. Der Pistenbully ist nämlich frisch revidiert, wie sich der Mitbewohner und ich bei einem Rundgang um das Spurgerät vergewissert haben.

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Habt ihr die Winterreifen schon montiert? Wir schieben es noch etwas vor uns her. Winterliche Strassenverhältnisse sind derzeit ja weit und breit nicht in Sicht.