Ameisen im Kuchen!!!

Ja, die Anpreisung machte nachdenklich. Aber angesichts des leckeren Angebots an Früchtekuchen mochte sich auf der kürzlich erfolgten Wanderung niemand für einen Ameisenkuchen begeistern. Und nachgefragt, was da drin sei – so wichtig erschien das damals nicht – hat auch niemand.

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Die Spekulationen schossen erst als Blog-Kommentare ins Kraut. Was haben Ameisen in einem Kuchen verloren? Sind sie die süsse Antwort auf Mehlwurm-Burger?

Aufschluss liefert einmal mehr das Internet. Und dieses hat mich – auch mit einer diskreteren Suchmaschine als Google – ziemlich zielgerichtet auf den unverwüstlichen Dr. Oetker gebracht. Dort gibt es entsprechendes Rezept. Mit Ameisen in Form von Schoggi-Streuseln.

Schnägge-Wätter

Das gegenwärtige Wetter freut diejenigen, die sich das ganze Jahr nur Sommer wünschen. Mich dagegen beängstigt es allmählich. So lange so warm. Puh, arme Gletscher! Arme Natur generell. So trocken. Da wachsen nicht nur keine Pilze, sondern die Bäume werden auch vorzeitig braun.

Wenig Freude an der gegenwärtigen Witterung dürften auch die Schnägge haben. Ich bin ja grundsätzlich kein Freund dieser Schleimer, aber wenn sie ihren Ursprung im Backofen haben, lasse ich Milde gelten.

Und nun denke bitte niemand, Frau Flohnmobil esse Schnägge!!!
Also richtige Schnägge, so mit Häuschen und so!!!
Auch nicht ohne Häuschen, um genau zu sein!!!

Die Schnägge, von denen hier die Rede ist, sind süss. Und aus Teig. Mit einer leckeren Füllung. Das Rezept hatte ich vor kurzem aus der Coop-Zeitung herausgeschnitten. Die Kombination aus Hefeteig und Marroni-Püree fand ich verführerisch. Und ausserdem gab es da noch diesen Klotz Marroni-Püree im Tiefkühler, der wohl noch vom letzten Herbst stammen musste.

Nach Teig rühren, Füllung mischen, Teig ausrollen, Füllung reinkleckern, aufrollen, backen und glasieren sah das Resultat so aus:

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Und wie hat es geschmeckt? Nun, so ganz frisch ist wahrscheinlich jedes gefüllte Hefegebäck lecker. Allerdings werde ich mit dem gleichen Aufwand das nächste Mal wieder die altbewährte Mandelfüllung machen. Oder das von mir kreierte Rezept mit der Marzipan-Rüebli-Füllung.

Wer trotzdem Marroni-Schnecken backen will, hier geht’s zum Original-Rezept aus der Coop-Zeitung.

Saisonschluss

Es war lange Zeit offen, wer das Rennen machen würde. Gut, einige der Favoriten schieden auf halber Strecke schon aus. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie Opfer ihres eigenen Erfolgs wurden.

Die verbliebenen Mitstreiter lieferten sich ein erbittertes Kopf-an-Kopf-Rennen. Selbst auf der Zielgeraden war noch alles offen. Der Gigolo aus Mailand wollte schon zu unlauteren Massnahmen greifen, als er merkte, dass ihm sein dunkelhäutiger Kontrahent in einem Anflug von sprödem Charme den Vortritt liess. Doch die Beiden hatten nicht mit ihrem dritten Kontrahenten gerechnet. Dieser machte seinem Namen, der frei interpretiert „Kratzbürste“ bedeutet, alle Ehre.

Dennoch, man muss von einem Zufallssieger reden. Doch letztlich konnte sein geringer Zeitaufschub auch ihn nicht vor seiner finalen Bestimmung retten.

Die Dose mit den Weihnachts-Guezli ist leer gefressen. Wo sind die Osterhasen?

Ach, ist das süüüüüss!

Die Portugiesen sind eine verschleckte Nation. Das kommt meinem innig geliebten Mitreisenden und mir nicht ungelegen, haben wir doch auch gern Süsses. Ein Tag ohne Kaffee und irgendein Goodie ist ein schlechter Tag. Aber hier in Portugal muss man nie lange suchen, bis man eine Pastelaria (vermutlich unser erstes und wichtigstes Wort auf Portugiesisch) antrifft. Und das Angebot ist umwerfend! Vom Preis gar nicht zu schweigen. Wir werden es uns zu Hause schleunigst abgewöhnen müssen, jeden Tag Kafi und Guzi. Doch hier schlägt so etwas höchstens mit 3.5 Euro zu Buche. Der Kaffee kostet meist 60 Cents, das Glas Wasser dazu, das ich immer mitbestelle, wurde noch nie verrechnet.

Dass die Portugiesen es gerne süss mögen, zeigt sich nicht nur in den Auslagen des abgelegensten Cafés. In den Zuckerbeutelchen hat es mit 6 oder 7 Gramm auch wesentlich mehr Zucker, als daheim. Würde ich den ganzen Inhalt ins Mini-Tassli kippen, könnte ich gleich den Löffel reinstecken. Ich mag’s wirklich gern süss – aber was zu viel ist, ist zu viel.

Algebra mit Ausländern

 

Nein, das ist kein Schachbrett für Anfänger. Es sind auch keine Spielfiguren. Das hier ist Zürichs exklusivstes, teuerstes Confiserie-Erzeugnis: LUXEMBURGERLI.

Schon der Name LUXEMBURGERLI zergeht einem beinahe auf der Zunge. Beinahe. Denn wenn man den Preis der edlen Teile hört, könnten sie einem glatt im Hals stecken bleiben. Hundert Gramm schlagen nämlich mit über zehn Franken zu Buche. Und wer hundert Gramm kauft und weder Single ist noch in einem Dreipersonenhaushalt lebt, halst sich ein gewaltiges Problem auf: Hundert Gramm ergeben nämlich gerade mal neun LUXEMBURGERLI. Das Gerammel um das neunte Ding ist selbst unter zivilisierten Menschen wie meinem innig geliebten Mitbewohner und mir vorprogrammiert.

Doch keine Regel ohne Ausnahme. Während ich uns von dieser sündhaft teuren Kalorienladung jeweils nur hundert Gramm leiste, hat meine Mutter gestern ganz dick aufgetragen. Mit einer XL-Schachtel LUXEMBURGERLI ist sie daher gekommen. Zwei Schichten à je 16 Bölleli in kunterbunten Farben standen plötzlich neben meiner Kaffeetasse. Für einmal musste ich mich nicht in Enthaltsamkeit üben. LUXEMBURGERLI haben nämlich neben ihrem hohen Preis einen weiteren, ganz entschiedenen Nachteil: Sie sind nicht lange haltbar. Ja eigentlich müsste man nach den Vorstellungen der Hersteller die Luftdinger am gleichen Tag essen.

Wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist, haben wir uns 24 Stunden später bereits ins Untergeschoss vorgearbeitet. Und nun beende ich flugs diesen Blog, sonst räumt mir der Mitbewohner noch den Keller aus.